Eine Korrektur wird kommen, die Frage ist nur wann
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 29. Dezember 2010, 13:00 Uhr
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lesen Sie heute die Fortsetzung des Beitrags von Montag:
Eine Korrektur wird kommen, die Frage ist nur wann
Eine Korrektur wird kommen, die Frage ist nur wann. Und auch hier wiederhole ich mich: Für ein paar Dollar mehr, möchte ich mir nicht die Finger verbrennen. Es gibt derzeit andere Investments, die kurzfristig ein sehr viel besseres Chance-Risiko-Profil haben.
Und so bringt auch die Gegenfrage eines Lesers ("Was erachten Sie derzeit als sicherer, eine Papiergeldwährung -vorzugsweise Euro, USD oder Gold?") im Prinzip keine hinreichende Erkenntnis, weil sie sich nur auf 3 mögliche Investments bezieht und nur eine Auswahl zwischen diesen erlaubt, während hier ein Blick über den Tellerrand ausgeschlossen wird. Wer sagt denn, dass man sich zwischen Währungen und Gold entscheiden muss? Was ist mit Aktien, was mit Immobilien? Und zeigen Sie mir jetzt bitte keinen Dow-Chart umgerechnet in Gold mit dem Hinweis, dass Gold besser abschneidet als Aktien. Das ist doch Augenwischerei. Ich zeige Ihnen dafür ein paar hundert Aktien, die besser liefen als Gold, auch in Gold umgerechnet. Auf die Auswahl der Einzelwerte kommt es an.
Ich gehe davon aus, dass wir bis April eine Korrektur erlebt haben werden. Unklar ist, wann und von welchem Niveau aus sie startet und wann und wo sie endet. Doch es macht für mich mehr Sinn, im Anschluss daran neu einzusteigen, anstatt in der aktuellen Situation an meinen Positionen festzuhalten, geschweige denn mich jetzt noch in den Markt drängen zu lassen.
Oder ist die Korrektur schon längst im Gange?
Und meine Skepsis kommt ja nicht von ungefähr. Früh genug hatte ich auf die Korrektur (später habe ich diese zutreffend in Konsolidierung umbenannt) hingewiesen. Denn wir befinden uns derzeit exakt auf dem Niveau von Mitte Oktober. So falsch kann meine Einschätzung also nicht gewesen sein, wie es die Mehrheit der Leser mir mit Ihren Kommentaren weismachen wollten.
Anleger werden bei höheren Zinsen wieder auf regelmäßige Zinseinnahmen setzen
Und wenn wir einen Blick auf die Umlaufrendite in Deutschland werfen, denn könnte das Argument der niedrigen Zinsen bald wegfallen.

(Quelle: S-Investor) Umlaufrendite Deutschland, 1-Jahres-Chart
Hier hat der 38-Tage-Durchschnitt sogar schon den noch fallenden 200-Tage-Durchschnitt gekreuzt und der Kurs befindet sich darüber. Für viele Charttechniker ein untrügliches Signal, dass wir das Zinstief gesehen haben.
Solange die Leitzinsen natürlich nicht angepasst werden, dürften wir nun in eine Seitwärtstendenz übergehen, doch wenn die Zinsen langfristig wieder steigen, dann gibt es genug sicherheitsorientierte Anleger, die statt Aktien und Gold lieber wieder auf sichere regelmäßige Zinseinnahmen setzen.
Dies ist natürlich noch Zukunftsmusik.
Krise? Welche Krise?
Gold ist in diesem Jahr um 25% gestiegen. Der DAX hingegen hat 18% zugelegt. Gold wird gerne als Investment gegen Krisen und ausufernde Inflation angesehen. Nun, ich würde das verstehen, wenn der DAX 18% im Minus schließen würde am Jahresende. Und wenn der DAX schon während solch schwerer Krisen derartig positiv performen konnte, wo soll er dann erst stehen, wenn diese Krisen endgültig überstanden sind. Wenn der DAX Ende 2011 sein Allzeithoch überwinden konnte vor dem Hintergrund, dass die Finanzkrise und die Eurokrise überwunden und aus den Medien verschwunden sind, dann bin ich gespannt, wo die Krisenwährung Gold steht.
Was keine Gewinne abwirft, fliegt raus
Ein weiterer Leser merkte an, dass man doch Gold kauft, "um sein Vermögen abzusichern und nicht um tolle Gewinne zu erzielen." Dies sehe ich völlig anders. Was keine Gewinne abwirft, fliegt raus aus dem Depot. Gold kaufe ich dann, wenn eine Krise nicht nur ausgerufen wird, sondern sich auch auf die Assets in meinem Depot tatsächlich negativ auswirkt. Mit "nur ausgerufen" meine ich, dass der Euro bereits als gescheitert erklärt wurde, doch ist er derzeit bei weitem nicht wertlos. Und glaubt man einigen Crash-Propheten, dann müsste der DAX aktuell bei 1.000 Punkten oder weniger stehen. Stattdessen befinden wir uns nicht mehr weit vom Allzeithoch entfernt und könnten es bereits im kommenden Jahr erreichen. Die Krise findet in den Köpfen statt und nicht im Depot! Und solange dies so ist, kaufe oder halte ich Gold (und Silber) nur, wenn
Fassen wir also zusammen, was eindeutig GEGEN Gold und Silber spricht:
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aktuelle Situation ist bereits eingepreist
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Kurse sind ohne nennenswerte Korrektur sehr weit gelaufen
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Rallye ist nur noch liquiditätsgetrieben
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potentielle Käufer sind schon investiert
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Sentiment (Marktstimmung) ist extrem positiv = Kontraindikator
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charttechnisch sind die Kurse überkauft (Fanhenstange in Silber)
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Zinstief ist erreicht, steigende Zinsen werden Anleger umdenken lassen
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Assetklassen (insbesondere Aktien) laufen trotz Krise
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Gold steigt nur in Krisenzeiten, doch diese sind bald vorüber
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von louplu (29.12. 2010 13:47 Uhr):
Hallo, ich hatte die folgende Frage(Was erachten Sie derzeit als sicherer, eine Papiergeldwährung -vorzugsweise Euro, USD oder Gold?") bewusst nicht weiter gefasst, um die Erörterung nicht ausufern zu lassen. Natürlich ist Ihnen Recht zu geben, dass andere Anlagen derzeit womöglich die bessere Rendite abwerfen könnten. Wenn es um Vermögenssicherung geht hat Gold/Silber oder Edelmetalle insgesamt sicher einen ähnlichen Stellenwert wie Immobilien und Aktien also die realen Werte. Ich wehre mich inzwischen dagegen, dass das aufgeblasene Papiergeld als "risikolos" bewertet wird, selbst wenn zukünftig wieder höhere Zinsen gezahlt werden sollten. Überlegen Sie bitte warum höhere Zinsen von Anleihekäufern gefordert werden. Dann frage ich Sie, ob bei steigenden Zinsen der Anstieg der Aktien im bisherigen Ausmaß weitergehen wird? Aktien sind im übrigen dort nicht gestiegen wo die Staatsschulden besonders drückten. Es gibt so viel für und wieder bei allen Anlageentscheidungen, dass jeder für sich entscheiden muss, ob er nach einem Kauf auch Verluste -vorübergehend oder dauerhaft- bewusst inkauf nehmen will dafür aber dauerhaft sich von seinem Papiergeld trennt. Auf Renditejagd kommt es m.E. in solchen Zeiten der Blasenbildungen weniger an, eher auf Risikoverteilung und weg von dem wertlosen Papier. Im übrigen werden wir sehen was schon das nächste Jahr an Überraschungen bringen wird. Zudem meine ich, dass die regelmäßige Anlage in Edelmetall sicher kein schlechtes Investment ist und zumindest ebenso gut oder schlecht wie andere Formen der langfristigen Vermögensanlage. Allein Kurzfristanleger sind immer wieder auf Renditejagd. Sind diese Personen Ihre Zielgruppe? MfG
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:23 Uhr):
Guten Tag! - - - Man darf die Märkte einfach nicht als eine Menge von rational handelnden Individuen sehen sondern als Masse. Steigen die Zinsen, so stellt sich niemand die Frage, warum dies so ist und dass es sich um einen Risikoaufschlag bei Anleihen handelt. Zumal dies natürlich nicht die ganze Wahrheit ist. Letztlich führen steigende Zinsen sowohl zu einem Abzug aus Aktien, als auch aus Gold und anderen Rohstoffen rein in den Rentenmarkt. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so bleiben. - - - Risikolos ist Papiergeld ganz sicher nicht. Und ich sehe die Risiken auch. Allerdings erachte ich dieses Risiko nicht als so nah, als das ein Eintreten derzeit als wahrscheinlich gilt. Ganz im Gegenteil. Ein Scheitern des Euros halte ich derzeit für extrem Unwahrscheinlich. Und gerade wenn der Euro diese Krise übersteht, so wird diese Bewährungsprobe zu einer sehr starken Währung führen. Ein erneuter "Angriff" auf den Euro gilt dann als chancenlos. - - - Und Ihre letzte Antwort kann ich absolut mit JA beantworten. Der Wave Daily ist mit mir als Autor (und auch schon zuvor) ein charttechnisch ausgerichteter Newsletter und damit natürlich auf das kurzfristige Auf- und Ab der Märkte ausgelegt. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:23 Uhr):
- Kommentar von Hubert Maier (29.12. 2010 17:55 Uhr):
Zu Ihrer Zusammenfassung: Aktuelle Situation bereits eingepreist! Mag sein. Nur die zukünftigen QE 3 bis unendlich noch nicht. Ebenso die Aufkäufe von Staatsanleihen der EZB von den PIIGs. Die ganze Liquidität geht wohin wohl. Richtig , Rohstoffe und Aktien. -Kurse sehr weit gelaufen. Richtig, sie werden noch viel weiter laufen. s.o. -Rallye nur liquiditätsgetrieben Bisher sind Aktien auch unter dem Ertragsblickwinkel nicht zu teuer. Die Liquidität wird künftig die Kurse weiter treiben. Die nächste Aktienblase und Rohstoffblase ist nur eine Frage der Zeit -Potentielle Käufer sind schon investiert Total daneben. Während Anfang 1980 ca. 18% der Anleger in Gold und Silber investiert waren sind es jetzt gerademal 1,5% Da ist noch viel Luft. -Sentiment extrem positiv Die Unterinvestierung der Anleger zeigt, daß keinerlei Überhitzung besteht. Von Gold und Silber reden nur ein paar Goldbugs, beim großen Rest ist Schweigen.Die Mainstreampresse sorgt mit entsprechenden Kommentaren ( Gold bringt keine Zinsen u.ä.) für die nötige Zurückhaltung) -charttechnisch sind Kurse überkauft Bei welchem Silberkurs ist denn eine Fahnenstange hoch? Bei 30$ oder bei 200$ ? Alles relativ. Über Marktmanipulationen bei Gold und Silber wurde hier noch gar nicht gesprochen. Wenn die veröffentlichten Shortpositionen nur halb der Wahrheit entsprechen ist die Silberfahnenstange erst am Anfang. - Zinstief erreicht Mag sein. Nur ab welchem Zinsniveau gehen die Anleger ins Geld. Mir sind 20% in Rohstoffen lieber als 4% auf dem Festgeldkonto. -Assetklasen laufen trotz Krise Natürlich, alles was unter "Hard Assets" fällt läuft, auch Aktien. -Gold steigt nur in Krisenzeiten, doch diese sind bald vorüber, Man hat eine Schuldenkrise mit weiteren Schulden bekämpft und Sie glauben sie ist bald vorüber.. Das Gegenteil ist der Fall. Was wir jetzt sehen ist eine Scheinblüte als Reaktion auf die wahnwitzigen zusätzlichen Verschuldungsorgien um die Krise zu stoppen. Mehr als stoppen ist allerdings nicht gelungen. Das dicke Ende steht uns noch bevor.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:34 Uhr):
Guten Tag Herr Maier! - - - Einige Argumente kann ich nachvollziehen, einige überhaupt nicht. Und auch ich habe ja hier im Wave Daily sowohl eine sehr positive und eine entsprechend extrem negative Sichtweise angenommen. Sie haben hier auf die negative Sichtweise mit Ihrem Kommentar reagiert. Sie sehen also, dass ich beide Seiten und beide Argumentationen kenne. - - - Ob eine QE 3 kommt wissen wir nicht. Daher wurde diese noch nicht eingepreist. Ansonsten wäre das Überraschungspotential ebenfalls eher auf der Unterseite zu suchen. - - - Woher nehmen Sie die Info, dass nur 1,5% investiert sind? - - - Offenbar nehmen Sie eine andere Berichterstattung in den Medien wahr als ich. Aber allein die Tatsache, DASS berichtet wird, zeigt doch, das Gold das herrschende Thema ist. Für mich ein hinreichendes Indiz für eine Übertreibung. - - - 20% in Rohstoffen sind einmalig, 4% in Anleihen regelmäßig. Da vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. - - - Schulden hat es schon immer gegeben und wird es immer geben. Warum sollte ausgerechnet JETZT der große Knall kommen und nicht erst in 10 oder 20 oder 50 Jahren? - - - Das die Kurse noch viel weiter laufen, bezweifle ich nicht. Die Frage ist nur, von welchem Niveau aus. Ob die von mir erwartete Korrektur kommt, werden wir in diesem Jahr erfahren. Bis dahin können wir unendlich weiter diskutieren. Ich plädiere dafür, nun einfach mal die Kurse sprechen zu lassen. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:34 Uhr):
- Kommentar von Thomas Königs (29.12. 2010 19:56 Uhr):
Gold steigt "nur"in Krisenzeiten stimmt ja nun sowas von garnicht (siehe 2003-2008). Von Anfang der 70er Jahr des vorigen Jahrhunderts bis heute stieg der Goldpreis in $ von 35 auf 1400! und wir hatten bestimmt nicht nur Krisenzeiten. Allgemeinsätze wie: "Assetklassen (insbesondere Aktien) laufen trotz Krise" sollten Sie unterlassen. Z.B. liegt der Kurs der Allianz (kein DotCom Wert, sondern einer der größten Versicherer weltweit) ca. 75% unter dem Höchstkurs (ca. 450 Euro) der letzten Jahre. Ja, Ja, auf die Einzelwerte kommt es an. Nennen Sie mir einen Aktien-Wert den es Anfang der 70er Jahre schon gegeben hat und der Gold ausperformt hat. Vielleicht gibt es den sogar, aber Sie werden bestimmt lange suchen. Ansonsten kann ich mich dem Kommentar von Hubert Maier sehr gut anschließen. Korrekturen werden kommen und sind für Investoren Nachkaufgelegenheiten für physisches Gold.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:46 Uhr):
Guten Tah Herr König! - - - Bitte beachten Sie, wie ich auch im Wave Daily nun schon mehrfach geschrieben habe, dass ich bewusst überzogene Positionen bezogen habe, sowohl auf der bullischen als auch auf der negativen Seite, um die Argumente beider Seiten zu präsentieren. - - - Diese statistischen Spiele kenne ich nur zu gut. Nehme ein Beginndatum, welches Dir am besten passt und vergleiche es mit der Position des Gegners. So kommen Aktien in den letzten 10 Jahren auf keine positive Performance, während Rohstoffe hier glänzen konnten. Nimmt man einen anderen Zeitraum, so kommt man auf ein komplett gegenteiliges Ergebnis. - - - Nehme ich z. B. eine Microsoft oder eine Apple, so kann Gold einpacken. Wie gesagt, je nach Betrachtungszeitraum. Und ich war 1970 noch nicht mal geboren. Insofern halte ich gerade solch lange Zeiträume für extrem unrealistisch. Betrachte ich den von mir persönlich möhlichen Anlagezeitraum, als von ca. 1995 (da war ich 16 und habe mein erstes Geld verdient), dann fallenmir genügend Aktien ein, die deutlich besser performt haben als Gold. - - - Es ist also immer eine Frage der Argumentation und der für die Annahme zugrunde gelegten Daten. Daher habe ich ja auch die Positionen beider Seiten bezogen (Beitragsreihe). - - - Sehen Sie,der Wave Daily ist halt kurzfristig ausgelegt und charttechnisch orientiert. Natürlich beziehe ich die fundamentalen Rahmendaten mit in meine Überlegungen mit ein, nur deshalb war auch die DAX-Prognose so erfolgreich. Wir werden sehen, wie erfolgreich meine Gold-Prognose (nahende Korrektur) sein wird. Und ich möchte an diser Stelle noch einmal betonen, dass ich vor der aktuellen Konsolidierung frühzeitig gewarnt habe. Seitdem (Oktober) tendieren die Kurse nur seitwärts. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:46 Uhr):
- Kommentar von Wolfgang (30.12. 2010 10:05 Uhr):
-"Gold steigt nur in Krisenzeiten, doch diese sind bald vorüber" Schön wär es, wer sagt das? Was ist mit Portugal, Spanien, Italien,... und besonders Japan und USA??? Wer seine Augen nicht ganz verschließt... -"Zinstief ist erreicht, steigende Zinsen werden Anleger umdenken lassen" Bis die Zinsen bei den Banken mal erhöht werden, das kann noch lange dauern!!! Egal: Wieder ein neues €-Gold-ATH erreicht - Sekt :-) Und Silber bei fast 31 USD!!!
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:51 Uhr):
Hallo Wolfgang! - - - Ja, die Krise ist BALD vorüber (nicht jetzt schon). Erinnern Sie sich doch mal, wie schnell die Finanzkrise verdaut war. Lehman Brothers stürzte, das Ende des Bankensystems wurde ausgerufen, heute schon sind die Banken wieder überm Berg. Lediglich eine Marktbereinigung hat stattgefunden. - - - Wenn diese Bewährungsprobe für den Euro vorbei und überstanden ist, wird der Euro als stabilste Währung der Welt gelten. Ein erneuter "Angriff" wird dann sehr unwahrscheinlich. - - - Die Verschudlung der Staaten wird jetzt ein Thema sein und zu Haushaltskonsolidierungen führen. Ist dies aus den Köpfen raus, wird das Schuldenmachen munter weiter gehen. Ja, der große Knall wird irgendwann kommen. Aber vielleicht bin ich dann schon in Rente oder tot. Soll ich da jetzt schon drauf spekulieren??? Ich denke Nein. Ich werde kein Gold im Keller horten. - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Wolfgang (06.01. 2011 15:03 Uhr):
Und wenn es doch früher passiert? Wie sie schrieben, "vielleicht" später. Und wenn man mit einer Versicherung (Gold und Silber) noch 100% Gewinn macht, was will man mehr? :-) Sonst kosten Versicherungen (Auto, Haus, Haftpflicht,...) immer Geld, machen Ihre auch Gewinne? ;-)
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 21:15 Uhr):
Wenn es früher passiert, dann werden sich entsprechende Anzeichen verdichten. Noch ist das 750-Mrd.-Rettungspaket erst angezapft aber noch lange nicht voll ausgeschöpft. Wir sind noch weit entfernt von einem Zusammenbruch. - - - Wie gesagt, ich habe nichts gegen Gold als Bestandteil eines Portfolios, auch zum Zwecke der Versicherung. Dennoch kann ich aufgrund meines kurzfristigen Anlagehorizontes und der kontinuierlichen Marktbeobachtung sehr wohl in der Lage sein, noch früh genug massiv in Gold zu investieren. Im Prinzip wäre dies jederzeit mit ein paar Mausklicks möglich. Wenn ich die Wahrscheinlichkeit sehe, dass morgen das Finanzsystem zusammenbricht, dann kann ich heute darauf reagieren und werde damit deutlich früher dran sein als die Mehrheit der Menschen. Dieser Gedanke ist für mich beruhigend genug. - - - Bis dahin profitiere ich mit Short-Positionen auch gerne einmal von einer Korrektur in Gold und Silber. Vermutlich werde ich damit sogar besser fahren, als einfach nur auf steigende Kurse zu setzen. Das ist die Mentalität eines Traders.- - - Viele Grüße - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (06.01. 2011 10:51 Uhr):