Drastischer Rückgang der Steuereinnahmen
Mr N. N. in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 23. Februar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Deutschland ist alt, satt und behäbig geworden", urteilt der Leiter der Brüsseler Denkfabrik Centre for European Policy Studies (CEPS), Daniel Gros, in seinem Buch Nachkrisenzeit". Und am gestrigen Montag legte der Brüsseler think tank" noch einen drauf. Bis 2040 soll die deutsche gar hinter der polnischen Wirtschaft zurückgefallen sein.
Reformscheues Deutschland
Schon jetzt wachse Polens Wirtschaft durchschnittlich zwei Prozent schneller als die der Bundesrepublik. In 20 Jahren werde folglich Polen besser als Deutschland dastehen. Hauptursache für den deutschen Abstieg seien die notorisch Reformscheu und fehlende Investitionen in die Bildung. Selbst in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise sei die Bundesrepublik noch nicht gezwungen worden, auf radikale Art und Weise umzudenken.
Ja, liebe Leserin, lieber Leser, es bleibt die Hoffnung, dass der Leidensdruck der Weltwirtschaftskrise auch die Deutschen zu einer radikalen Kehrtwende mit innovations- und mittelstandsfreundlichen Rahmenbedingungen zwingt. Die Zeit für eine wirkliche Stärkung des Erfinder- und Gründergeistes ist überreif. Und die Zeit für unnötige bürokratische Hemmnisse und Hürden ist endgültig abgelaufen.
Massiver Einbruch der Steuereinnahmen
Leider, leider befinden wir uns aber alles andere als in einer neuen Gründerzeit. Das zeigt auch der Blick auf die Entwicklung der Steuereinnahmen im Januar diesen Jahres. Insgesamt fielen die Steuereinnahmen der Bundesrepublik um fast acht Prozent auf 36 Milliarden Euro. Beim Bund brachen die Einnahmen um annähernd 12 Prozent weg. Besonders auffällig war, dass das Lohnsteueraufkommen um 8,5 Prozent rückläufig war. Allein die Finanzierungslücke beim Bundeshaushalt betrug im Januar 23,8 Milliarden Euro.
Neues aus Griechenland
Dennoch ist die Lage der Bundesrepublik verglichen mit dem Eurozonen-Schuldenkönig Griechenland noch relativ harmlos. Seit dem gestrigen Montag stehen die hellenischen Staatsfinanzen unter EU-Überwachung. Dennoch ließen die griechischen Finanzbeamten die Frist zur Übermittlung (an Eurostat) aller Maßnahmen, mit denen die Staatsfinanzen künstlich schön gerechnet worden waren, verstreichen. Grund hierfür war ein Streik der Finanzbeamten. Am Mittwoch droht eine weitere Streikwelle, an diesem Tag wird das Mittelmeerland von der Flug-Außenwelt abgeschnitten sein.
Kurzer Blick zum Goldmarkt
Last but not least sei erwähnt, dass am Montag der Goldpreis in Euro seine Rekordfahrt nicht fortsetzen konnte. Am späten Abend kostete eine Feinunze 817 Euro nach 820 Euro am Freitag. Eine Unze Krügerrand konnte für 851 Euro erstanden werden.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von J Clauß (23.02. 2010 10:24 Uhr):
VON WEGEN!!! ... ist es im Gegensatz zu Griechenland in Deutschland noch harmlos.. Die deutsche Politik hat überhaupt keinen Plan, WOZU sie überhaupt existiert!!! Die sind so dämlich, das sie nicht mehr merken, das sie ihre besten Fähigkeiten vom Ausland ständig stehlen lassen!! Im Erfinden sind sie gut, aber im "ihre Erfindungen zu bewahren" und zu Geld zu machen, dazu sind die echt zu blöde.. Sie haben NOCH NICHT gemerkt, das Einsteins Theorie nur eine Gesetzmäßigkeit der Beobachtung beschreibt .. Dieses hat mit der "wahren" Wirklichkeit überhaupt nichts, aber auch GAR NICHTS zu tun!! Die deutsche Politik und deren Wirtschaft sind inzwischen SO eingebildet, das sie nicht mehr merken, in welcher Traumwelt sie inzwischen tanzen.. Also ICH gebe diesem Land keine Hoffnung mehr!! Das ist nur noch verschwendete Zeit!! Besser, die Jungen verschwinden noch rechtzeitig und lassen die ALTEN hier voll aussterben, sonst kann nie was neues auf deutschem Boden wachsen.. Jeder Bauer weiß, wann er sein Feld mal gründlich pflügen muss, die Regierenden und deren Hintermänner haben aber davon keine Ahnung mehr, weil sie viel zu lange sich nicht mehr ihre Finger selber dreckig machen mussten.. Um die ist es meiner Ansicht nach nicht schade, denn SIE haben wirkungsvoll verhindert, das neue Pflänzchen wachsen können. In diesem Sinne meine ehrliche Meinung...J.Clauß
Antworten - Kommentar von J Clauß (23.02. 2010 10:34 Uhr):
VON WEGEN!!! ... ist es im Gegensatz zu Griechenland in Deutschland noch harmlos.. Die deutsche Politik hat überhaupt keinen Plan, WOZU sie überhaupt existiert!!! Die sind so dämlich, das sie nicht mehr merken, das sie ihre besten Fähigkeiten vom Ausland ständig stehlen lassen!! Im Erfinden sind sie gut, aber im "ihre Erfindungen zu bewahren" und zu Geld zu machen, dazu sind die echt zu blöde.. Sie haben NOCH NICHT gemerkt, das Einsteins Theorie nur eine Gesetzmäßigkeit der Beobachtung beschreibt .. Dieses hat mit der "wahren" Wirklichkeit überhaupt nichts, aber auch GAR NICHTS zu tun!! Die deutsche Politik und deren Wirtschaft sind inzwischen SO eingebildet, das sie nicht mehr merken, in welcher Traumwelt sie inzwischen tanzen.. Also ICH gebe diesem Land keine Hoffnung mehr!! Das ist nur noch verschwendete Zeit!! Besser, die Jungen verschwinden noch rechtzeitig und lassen die ALTEN hier voll aussterben, sonst kann nie was neues auf deutschem Boden wachsen.. Jeder Bauer weiß, wann er sein Feld mal gründlich pflügen muss, die Regierenden und deren Hintermänner haben aber davon keine Ahnung mehr, weil sie viel zu lange sich nicht mehr ihre Finger selber dreckig machen mussten.. Um die ist es meiner Ansicht nach nicht schade, denn SIE haben wirkungsvoll verhindert, das neue Pflänzchen wachsen können. In diesem Sinne meine ehrliche Meinung...J.Clauß
Antworten - Kommentar von Lamsfuss (23.02. 2010 15:36 Uhr):
Zum 2. mal lese ich, dass Sie die Krügerrands äußerst günstig vermelden und nur mit einem Aufpreis von ca. 30 € zum Rücknahmepreis. Wo gibt es diese Quelle, denn alle mir zur Verfügung stehenden weisen weit höhere Differenzen aus. Hat Ihr Verkaufspreis einen realen Hintergrund? MfG A.R. Lamsfuss
Antworten - Kommentar von Peter Harting (23.02. 2010 20:13 Uhr):
Was soll man dazu sagen! Die Deutschen wurden 1914 in einen Weltkrieg verwickelt, den sie nicht wollten. Doch die, die ihn wollten, haben es geschafft, die Schuld von sich zu wälzen. Egal, was übrig blieb wissen wir: Schrott! Mit dem System, das als "leistungsgerecht" als Einkommensteuer eingeführt wurde, kommt Deutschland nie mehr auf einen grünen Zweig. Aber das ist genau im Sinne der Dunkelmänner, die leider, Verschwörungstheorie hin oder her, immer noch den Finger am Drücker haben. Man kann wissen wo sie sitzen, aber öffentlich zeigen sie sich nie. Jedenfalls eins scheinen sie zu wissen: Polen wird ihnen - vorerst, und sie wissen warum - gestohlen bleiben können. So einfach ist das. Gruß an die Leserinnen!
Antworten - Kommentar von Michael Frenzel (23.02. 2010 22:15 Uhr):
Wie schon Aristoteles sagte: alles ist in einem permanenten Fluss. Wer jemals im ehemaligen Ostblock unterwegs war, weiss, dass diese Volkswirtschaften von einem ganz anderen Niveau kommen, weshalb die Wachstumsraten logischer weise noch einige Jahre höher sein werden als beispielsweise in der gesamten BRD. Den Aufwand für die Integration Ost-Deutschlands möchte ich dabei gar nicht extra anführen. Aber auf Grund von ein paar wenigen Daten eine Trend Extrapolation über 30 Jahre zu wagen, und damit auch noch irgend welche Ängste zu schüren, halte ich für höchst unseriös. Ich würde den Herren der Denkfabrik empfehlen, die Länder, über die sie sprechen, selbst mal zu bereisen, bevor sie darüber schreiben.
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ENL5462
- Kommentar von Helmut Reinsberger (24.02. 2010 10:49 Uhr):
Sehr geehrter Herr N.N.. mit den relativen Zahlen ist das so eine Sache. Wenn in Polen das BIP um 2% steigt,dann ist das doch eine Frage der Ausgangsbasis.Eine Steigerung von 10 punkten bei einer Basis von 100 sind 10 %, bei 10 von 1000 ist es nur 1%.Wer glaubt das Polen Deutschland überholt, kennt die polnische Wirtschaft nicht wirk- lich. Die europäischen Länder haben doch alle die gleiche Krankheit, eben die der hohen Staatsverschuldung. Übrig bleibt am Ende, wer die bessere Strate-gie hat, mit ihr umzugehen. Und ob eine im Sternzeichen "Krebs" geborene Physi-kerin für dieses Problem die richtige Stra- gie entwickeln kann, wage ich zu bezwei-feln. In den ersten 4 Jahren ihrer Kanzler-schaft hat die SPD den Kopf hingehal-ten. Jetzt setzt sie auf den Kopf der FDP. Der ist zwar groß, aber hohl und unfähig eine brauchbare Strategie zu entwickeln. Also muß sie selbst ran oder einer aus dieser Kindergeburtstagsrunde, von manchen Leuten irrtümlich auch als "Regierung" bezeichnet. Der Karneval ist vorbei aber die " Jecken" sind geblieben. Manche sagen auch "Deppen "dazu, denn für die ist das ganze Jahr Karneval Entschuldigen Sie bitte diese Ausschweifung .Aber wenn ich an diese Regierung denke, komme ich immer ins "Schwärmen", begleitet von Lachanfällen. Kleiner hinweis zum Schluss, ich bin bekennen-der Ossi. Opfer der Okkupation der DDR durch die BRD, pardon, durch Helmut Kohl. Mit freundlichen Grüßen. Helmut Reinsberger, Berlin ( Ost )
Antworten - Kommentar von Hajo Selzer (25.02. 2010 19:05 Uhr):
Das Problem in dem Deutschland und die globalisierte Wirtschaftswelt steckt, liegt darin begründet, dass an Universitäten der BWL-Unsinn „Gewinnmaximierung durch Rationalisierung und Automatisierung“ gelehrt wird. Diese nachweislich falsche Lehre führt geradezu und unaufhaltbar in Wirtschaftszusammenbrüche und Staatsbankrotte. Immer mehr Menschen werden als Arbeitskräfte wegrationalisiert, fallen dem Staat zur Last und es fehlt an Kaufkraft für den Konsum. Beispiel: In 1981 brauchte man für die Montage eines VW Golf rund 70 Arbeitsstunden, in 2009 nur 30,5 Stunden und für den neuen Megane unter 20 Arbeitsstunden. Wenn dieser Unsinn nicht aufhört, sind demnächst alle Arbeitnehmer / Konsumenten ohne Einkommen. Dass Gewinnmaximierung wirklich neue, sprich zusätzliche, Arbeitsplätze schafft, ist ein Ammenmärchen. Seit 1970 steigt der Sockel der Arbeitslosen, ebenso die Staatsverschuldung kontinuierlich sehr bedenklich an. Heute sind schon rund 7,6 Mio. Menschen von staatlicher Hilfe abhängig; mit steigender Tendenz. Eigentlich wäre ein Umlenken, bzw. Systemwechsel sehr einfach, zudem dringend notwendig.... So zum Beispiel wird mit nur einer Steuer, der Umsatzsteuer, in einer Bandbreite von – bis die Wirtschaft gesteuert so wie es sinnvoll ist. Der Kernpunkt (sämtliche Lohnnebenkosten werden vom Staat bezahlt) ist die Schaffung eines Anreizes für den Unternehmer (anders als bisher) mehr Mitarbeiter einzustellen, da er damit seine Steuer senkt und somit mehr Gewinne generiert. Das ist doch das was wir wollen, oder? Das Sahnehäubchen dieses Bandbreitenmodells für den Unternehmer: Sämtliche Gewinne sind steuerfrei! Einfach genial. Bei 5,1 Billionen zu versteuernde Umsätze (2007) in Deutschland, diese als Beispiel mit nur 20% Umsatzsteuer berechnet, (bitte bedenken, dass die Lohnnebenkosten schon 42 Prozent zu Buche schlagen) hätte der Staat statt 539 Mrd. Euro fast das Doppelte an Steuereinnahmen generiert und zudem Arbeitsplätze geschaffen. Ich frage mich, warum kommen die „intelligenten“ Wirtschaftswissenschaftler nicht auf so eine geniale und einfach umsetzbare und gerechte Idee? Was die Globalisierung betrifft, so werden Importe mit dem Höchstsatz der Umsatzsteuer belegt. Um aber keine Handelsbarrieren aufzubauen, können ausländische Unternehmen die in Deutschland verkaufen wollen, hier in Deutschland ein eigenes Unternehmen aufbauen, Mitarbeiter einstellen und somit seine Umsatzsteuer reduzieren, genau wie Deutsche Unternehmen das tun können. Somit haben die ausländischen Unternehmen die gleichen Chancen wie die Deutschen. Einfach genial. Allerdings denke ich, dass diese radikalen Kehrtwende mit innovations-, mittelstands- und arbeitnehmerfreundlichen Rahmenbedingungen erste durchzusetzen ist, wenn – wie Sie zutreffend kommentierten - die Bundesrepublik gezwungen wird, auf radikale Art und Weise umzudenken.
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