Devisenmarktes Geschichte
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der Übersichtsseite Devisen & Devisenhandel
Vom Goldstandard hin zu flexiblen Wechselkursen im Devisenhandel
ENL5462
Ein Leben ohne Geld ist heute unvorstellbar, da es eine Vielzahl an Funktionen erfüllt: Es ist anerkanntes Tauschmittel, eine Recheneinheit, mit der Güter und Leistungen vergleichbar werden, und ein Wertaufbewahrungsmittel.
Die ersten Münzen im siebten Jahrhundert v. Chr.
Bevor »Geld« seine heutige Form erreichte, hatte es eine mehrere tausend Jahre lange Entwicklungsgeschichte durchgemacht. Das erste Zahlungsmittel stammt aus der Zeit um etwa 4500 v. Chr. Zu dieser Zeit wurde Silber als Zahlungsmittel verwendet. Erste Preislisten wurden vermutlich circa 1500 v. Chr. verwendet. Münzen kamen das erste Mal im siebten Jahrhundert v. Chr. auf. Im Gegensatz zu den heutigen Scheidemünzen entsprach bei den damaligen Währungsmünzen der Edelmetallgehalt allerdings ihrem Nennwert. Papiergeld wurde vermutlich im neunten Jahrhundert in China erfunden, in Europa dagegen wird es erst seit etwa 300 Jahren verwendet.
Seitdem es Geld gibt, besteht auch der Bedarf, Geld unterschiedlicher Herkunft (also Währungen) gegeneinander zu tauschen. Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über die jüngere Geschichte und die wesentlichen Ereignisse des Währungsmarktes.
Feste Wechselkurse entstanden aus System des Goldstandards
Den Devisenmarkt, wie er heute existiert, gibt es in dieser Form erst seit einigen Jahren. Bis vor nicht allzu langer Zeit wurden Devisen in fixen Relationen gehandelt, das heißt, es bestand ein festes Tauschverhältnis zwischen zwei Währungen. Flexible Wechselkurse, wie sie heute zwischen den größten und wichtigsten Währungen üblich sind, gibt es erst seit einigen Jahren.
Die jüngere Geschichte des Devisenhandels hat ihren Ursprung im Goldstandard. Dieser bestand mit einer kurzen Unterbrechung zwischen den beiden Weltkriegen von etwa 1880 bis 1939. Beim System des Goldstandards wurde eine Währung durch Goldbestände gesichert. Ein Geldschein stellte einen Anspruch auf eine bestimmte Menge Gold dar. Dieses Tauschverhältnis zwischen Geld und Gold war konstant. Da der Preis für Gold auf der ganzen Welt mehr oder weniger identisch ist, bestanden somit auch zwischen den einzelnen Währungen feste Wechselkurse.
US-Dollar wird zur Sicherheit für eine Währung
Das System des Goldstandards brach im Lauf des Zweiten Weltkriegs infolge von ungedeckten Gelderhöhungen zusammen. Die Geldnoten emittierenden Banken stellten nicht weiter sicher, dass das ausgegebene Geld durch die entsprechende Goldmenge gedeckt war. Somit wuchs die Geldmenge, wobei die Goldmenge konstant blieb.
Der Goldstandard wurde schließlich 1944 durch das Bretton-Woods-Agreement. In diesem internationalen System diente nicht länger Gold als Sicherheit für eine Währung, sondern der US-Dollar. Die teilnehmenden Währungen konnten jederzeit in einer festen Relation (+/– ein Prozent) zum US-Dollar getauscht werden. Somit waren auch die Wechselkurse zwischen einzelnen Währungen fix. US-Dollar-Bestände wiederum konnten jederzeit zu einer fixen Rate in Gold getauscht werden (35 Dollar je Unze). Der goldhinterlegte US-Dollar diente somit international als Leit- und Ankerwährung.
Das Bretton-Woods-System hatte über 25 Jahre Bestand. Bereits im Laufe der 60er-Jahre erhöhte sich aber das Zahlungsbilanzdefizit der USA deutlich, und divergierende Wachstumsraten zwischen den teilnehmenden Staaten sorgten für Spannungen. 1961 kam es schließlich zu einer ersten Anpassung des Wechselkurses zwischen der deutschen Mark und dem US-Dollar, Ende der 60er zu einer Reihe von weiteren Anpassungen. Anfang der 70er-Jahre brach das System schließlich zusammen.
- Seite 1
- Seite 2
Turnaround-Werte: Unternehmen mit starkem Herz
Liebe Leser,
Der Börsenprofi Marcus Neugebauer konzentriert sich auf die Unternehmen, die wieder durchstarten wollen. Er sucht die Konzerne mit einem starken Herz und einem starken Überlebenswillen. Das sind Unternehmen, die bald wieder voll im Markt mitmischen.
Schauen Sie sich das Ganze einmal an. 30 Tage gratis Klicken Sie hier
Artikel weiterempfehlen