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SFC Energy-Aktie nach Großaufträgen deutlich fester

Inhaltsverzeichnis

Die Aktie des Münchener Herstellers von Wasserstoff- und Methanol-Brennstoffzellen SFC Energy hat in den letzten Wochen deutlich zugelegt. Seit Mitte Oktober sind die SFC Energy-Papiere um rund 50% in die Höhe geklettert. Das lag vor allem an zwei Punkten. Zum einen konnten die Münchener mit starken Quartalszahlen punkten, zum anderen konnten gleich zwei Großaufträgen in trockene Tücher gebracht werden.

SFC Energy – nachhaltiger Brennstoffzellenproduzent aus Deutschland

Die SFC Energy AG ist ein führender Anbieter von Wasserstoff- und Methanol-Brennstoffzellen für stationäre und mobile Hybrid-Stromversorgungslösungen. Mit den Geschäftsfeldern Clean Energy und Clean Power Management ist das Unternehmen ein nachhaltig profitabler Brennstoffzellenproduzent. Seine Produkte vertreibt das Unternehmen weltweit. Bislang hat SFC mehr als 60.000 Brennstoffzellen verkauft. Mit Hauptsitz in Brunnthal bei München, Deutschland, betreibt das Unternehmen Produktionsstandorte in den Niederlanden, Rumänien und Kanada.

Bislang kooperierte SFC Energy mit der Hymer Gruppe, Trigano, Webasto, der Deutschen Bundeswehr, der U.S. Army und der U.S. Air Force. Mit der Einführung des EFOY ProCube und SFC Power Manager in den Märkten Industrie und Verteidigung hat SFC bereits erste Gesamtsystemlösungen erfolgreich auf den Markt gebracht

Kräftiges Umsatzplus im dritten Quartal

Zuletzt liefen die Geschäfte auf Hochtouren: Im dritten Quartal kletterte der Umsatz kräftig um 67% auf 25,61 Millionen Euro in die Höhe. Beide Geschäftsbereiche legten deutlich zu. Im Clean Energy-Segment erhöhte sich der Umsatz um 58,1% auf 17,27 Millionen Euro, während die Erlöse im Bereich Clean Power Management sogar um 88,9% auf 8,34 Millionen Euro anstiegen. Insgesamt stammten 47% der Umsätze aus Nordamerika, 35% aus Europa (ohne Deutschland), 11% aus Asien und 6% aus Deutschland.

Gewinnmargen weiter verbessert – Prognose angehoben

Auch bei der Profitabilität machten die Münchener weitere Fortschritte. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich um 134,4% auf 3,02 Millionen Euro. Entsprechend erhöhte sich die EBIT-Marge von 8,4% auf 11,8%.

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich die Konzernführung zuversichtlich und hat die Gesamtjahresprognose nach oben geschraubt. Beim Umsatz peilt das Management nun 81 und 83 Millionen Euro an, nach 75 bis 83 Millionen Euro zuvor. Das bereinigte EBIT soll sich zwischen 2,6 und 3,6 Millionen Euro und damit spürbar über der alten Prognose von 1,6 und 2,9 Millionen Euro liegen. Mittelfristziele peilt der Konzern einen Umsatz von 350 bis 400 Millionen Euro an. Parallel dazu soll die bereinigte Ebitda-Marge von 9,7% im Jahr 2021 auf 15 bis 20% zulegen.

Großauftrag im Wert von 15 Millionen Dollar

Zudem konnte SFC Energy vor kurzem den größten Brennstoffzellenauftrag der Unternehmensgeschichte mit einem Volumen von 15 Millionen Dollar in trockene Tücher bringen. Der namentlich nicht erwähnte Kunde aus den USA hat rund 2.300 EFOY-Brennstoffzellen bei SFC Energy geordert. Die Brennstoffzellen aus dem Hause SFC Energy kommen dann im Bereich der mobilen Überwachungstechnik zum Einsatz. Der Start der Auslieferung soll zwischen März 2023 und November 2024 erfolgen.

SFC Energy mit Auftrag für die Halbleiterindustrie

Nach dem Großauftrag folgte diese Woche der nächste Paukenschlag. Dieses Mal geht es um „Power-Supply-Systeme für die Chipindustrie. Bei den Systemen handelt es sich um Generator-Netzteile, die bei der Herstellung von Siliziumwafern und Glassubstraten in der Halbleiterindustrie zum Einsatz kommen. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 5,3 Millionen Euro.

Analysten sehen weiteres Aufwärtspotenzial

Unterdessen sind auch die Analysten in Summe deutlich positiv für die Aktie gestimmt. Laut der Homepage des Unternehmens bewegen sich die Kursziele der aktuellsten Studien aus dem November zwischen 26 und 34 Euro. Alle vier Analysten sehen also vom aktuellen Kursniveau aus (23,90 Euro) noch weiteres Potenzial für steigende Kurse.