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BASF Aktie : BASF: Milliarden-Verlust durch Nord Stream 2. Gewinn bricht ein

Eigentlich sehen die Zahlen für BASF nicht schlecht. Operativ ist es sogar besser gelaufen als erwartet. Der weltgrößte Chemiekonzern hat heute Quartalszahlen gemeldet. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen (Ebit) stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel auf etwa 2,8 Milliarden Euro. Der Umsatz verbesserte sich ersten Quartals ebenfalls um fast ein Fünftel auf rund 23 Milliarden Euro. Sowohl Gewinn als au

Quartalszahlen übertreffen die Analysten-Schätzungen

Nach eigenen Angaben hat BASF die Erwartungen von Analysten übertroffen – das stimmt, zumindest auf den ersten Blick. Wenn man aber das Ergebnis nach Steuern betrachtet und um die Sondereffekte bereinigt, hat BASF die Analysten-Schätzungen verfehlt. Und das hat mit Wintershall Dea zu tun.

Beteiligung an Nord Stream 2 wird zum Milliardengrab

BASF verfügt über Mehrheitsbeteiligung von 67% an Wintershall Dea. Zuletzt stand der Anteil an Wintershall Dea noch mit 9,6 Milliarden Euro in den Büchern von BASF. Wintershall hat einen Kredit in Höhe von 1,1 Milliarden Euro an das mittlerweile gestoppte Gas-Pipelinenetz Nord Stream 2 gegeben.

Putins Oligarchen mit an Bord bei Wintershall Dea

Ob sich er Abschreibungsverlust nur auf den Kredit oder die gesamte Beteiligung erstreckt, wird sich noch zeigen. Zum einen gehört der russischen Oligarch Michail Fridman zu den Anteilspartnern von Wintershall Dea. Zum anderen ist das Unternehmen selbst stark in der russischen Gasproduktion engagiert

Fazit: BASF-Aktie ist charttechnisch angeschlagen. Nachdem russischen Angriff der Ukraine ist BASF von 70 auf 50 Euro eingeknickt. Das Analysten-Bild ist durchwachsen. 12 von 24 Analysten empfehlen die Aktie zum Kaufen bzw. Aufstocken, darunter zum Beispiel Credit Suisse und JPMorgan. Neun Analysten raten zum Halten und drei wollen lieber verkaufen.

BASF Aktie

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Über den Autor
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Volkmar Michler

Volkmar Michler ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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