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Warum chinesische Aktien brandgefährlich sind

Inhaltsverzeichnis

Ich gebe es ja zu: Einige chinesische Aktien sehen verlockend aus.
Viele Unternehmen wachsen schnell und sind viel günstiger bewertet sind als vergleichbare amerikanische Aktien.
Trotzdem halte ich von chinesischen Aktien in der aktuellen geopolitischen Lage nichts.
Denn die niedrige Bewertung dieser Aktien hat einen guten Grund.

Zum einen sind die chinesischen Konzerne der Willkür ihrer politischen Führung ausgeliefert.
Das hat man im letzten Jahr gesehen, als die Regierung in Peking die Daumenschrauben für die großen Konzerne deutlich angezogen und immer wieder neue regulatorische Maßnahmen verkündet hat.

Der Taiwan-Konflikt ist die größte Gefahr für chinesische Aktien

Doch das ist nicht die größte Gefahr für die Investition in chinesische Aktien – die geht vom Taiwan-Konflikt aus.
Im vorletzte Woche veröffentlichten Weißbuch hat China klargemacht, dass es Taiwan unwiderruflich als Teil Chinas ansieht und eine Wiedervereinigung notfalls auch mit militärischen Mitteln durchsetzen wird.

Ein solcher Krieg dürfte zu deutlich spürbaren Maßnahmen des Westens führen.
Die USA haben kürzlich erst bestätigt, Taiwan im Konfliktfall militärisch zu unterstützen.
Das würde einen Krieg zwischen den Supermächten China und USA bedeuten.
Selbst, wenn es zu diesem Worst Case nicht kommen sollte – zumindest dürfte es drastische Sanktionen geben.

ADRs oder GDRs können schlimmstenfalls wertlos werden

Hier kommt ein weiteres Hindernis ins Spiel: Wer in chinesische Aktien investiert, tut dies meistens nicht durch den direkten Kauf der Aktie, sondern über Konstrukte wie ADRs oder GDRs.
Das sind Zertifikate, die stellvertretend für die Aktie gehandelt werden und das Eigentum an Aktien verbriefen.

Sanktionen gegen China könnten es jedoch unmöglich machen, dieses Recht auszuüben.
Inhaber russischer ADRs können ein Lied davon singen: ADRs auf russische Aktien sind nach dem Beginn des Ukraine-Konflikts zuerst abgestürzt, dann waren sie nicht mehr handelbar.
Ein Umtausch in echte Aktien gestaltet sich als schwierig bis unmöglich. Im schlimmsten Fall könnten sie wertlos werden.

Auch „echte“ chinesische Aktien können im Konfliktfall unter Druck kommen

Inhabern chinesischer ADRs oder GDRs könnte es ähnlich gehen, wenn China Taiwan angreift.
Meine Empfehlung für Sie ist deshalb: Kaufen Sie auf keinen Fall ADRs oder GDRs auf chinesische Aktien.
Doch selbst die „echten“ chinesischen Aktien dürften stark unter Druck kommen, wenn China einen militärischen Konflikt rund um Taiwan anzettelt.