DocuSign-Aktie hinkt dem breiten Mart deutlich hinterher

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In diesem Jahr fehlen bei der Aktie des kalifornischen E-Signatur-Spezialisten DocuSign jegliche Impulse. Seit dem Jahreswechsel liegen die Papier rund 5% im Minus, während der technologielastige Nasdaq-Index beispielsweise mit knapp 32% in der Gewinnzone liegt.

Es ist also mal wieder Zeit, einen Blick auf den US-Technologiekonzern Docusign zu werfen. Wie fielen die letzten Quartalszahlen aus? Wie steht es um die Perspektiven und wie schätzen die Analysten die Zukunft des Unternehmens ein?

Marktführer bei der elektronischen Unterschrift

Bevor wir auf die jüngste Geschäftsentwicklung eingehen, möchte ich Ihnen das Geschäftsmodell des US-Konzerns erst einmal gerne im Detail vorstellen: Seit seiner Gründung im Jahr 2003 hat DocuSign es sich zum Ziel gesetzt, Geschäftsprozesse zu beschleunigen und das Leben für Unternehmen und Menschen auf der ganzen Welt einfacher zu machen. Bei der Entwicklung der elektronischen Signatur hat der Konzern Pionierarbeit geleistet.

Inzwischen unterstützt DocuSign Unternehmen bei der Verknüpfung und Automatisierung der Art und Weise, wie Verträge vorbereitet, unterzeichnet, umgesetzt und verwaltet werden. Auf dem Gebiet der elektronischen Unterschrift zählt der Konzern zu den Marktführern. Den adressierbaren Gesamtmarkt taxiert das Unternehmen selbst auf rund 50 Milliarden Dollar.                                                                                 

Automatisierung spart enorme Kosten und sorgt für rasante Verbreitung

Der Geschäftsansatz ist so simpel wie einleuchtend: Veraltete, papierbasierte Vertragsprozesse werden durch digitale Prozesse ersetzt. Die DocuSign-Plattform bietet über 350 vorkonfigurierte Integrationen mit beliebten Business-Apps. Darüber hinaus ermöglicht die API die Einbettung und Verbindung von DocuSign mit der Website des Kunden, mobilen Anwendungen und benutzerdefinierten Arbeitsabläufen.

Inzwischen zählt DocuSign Hunderte von Millionen Nutzern in mehr als 180 Ländern DocuSign, um Dokumente zu erstellen, hochzuladen und zu versenden, die von mehreren Parteien elektronisch unterzeichnet werden können. Insgesamt hat der Konzern 1,4 Millionen Kunden und über 1 Milliarde Nutzer.

Global Player weiter im Wachstumsmodus

Mittlerweile ist das Unternehmen ein echter global Player mit rund 6.600 Mitarbeitern an 15 Standorten weltweit. Im zurückliegenden ersten Quartal kletterten die Umsätze auf 661,3 Millionen Dollar. Das war ein Plus von 12,3% und lag 19,73 Millionen Dollar über den Erwartungen der Analysten (Quelle: Seeking Alpha). Dabei entfielen 97% der gesamten Erlöse auf gut planbare Software-Subskriptionen.

Docusign erreicht im Schlussquartal die Gewinnzone

Unterdessen konnte der Tech-Konzern seine operative Marge (Non-GAAP) im Schlussquartal um 10 Prozentpunkte auf 27% verbessern. Das bereinigte Nettoergebnis lag bei 150 Millionen Dollar und damit deutlich über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahresquartals (77 Millionen Dollar). Je Aktie betrug der Gewinn 72 Cents nachdem die Analysten im Vorfeld der Zahlen von 56 Cent ausgegangen waren.

Analysten weiterhin zurückhaltend

Für das laufende aktuelle Geschäftsjahr peilt der Konzernvorstand einen Umsatz zwischen 2,695 und 2,707 Milliarden Dollar an. (Vorjahr: 2,51 Milliarden Dollar).

Die Analysten sind indes weiterhin zurückhaltend. Nur 4 von 23 Analysten raten zum Kauf der Aktie. Die Mehrheit (15 Analysten) stufen den Titel als Halteposition ein, während 4 Finanzexperten sogar zum Verkauf der Aktie raten. Bei einem erwarteten Gewinn je Aktie (Quelle: marketwatch) von 2,56 Dollar je Aktie im Jahr 2024 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie bei 21. Die Bandbreite der Kursziele rangiert zwischen 48 und 84 Dollar, wobei das Durchschnittskursziel bei 66,20 Dollar liegt (Schlusskurs 16.06.2023: 53,85 Dollar).