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Investmentlegenden – Börsengurus, Spekulanten und Top-Finanziers

Was macht einen Finanzexperten zur Investmentlegende? Ganz klar: Der Erfolg und die Strategie, die ihm dazu verholfen hat. Hinzu kommt die Wirkung, die die Persönlichkeit auf die Öffentlichkeit ausübt. Und die reicht – wenn man André Kostolany oder Warren Buffet betrachtet – oft recht weit.

Investmentlegenden sind ein Teil des Mythos, der die Wall Street auch in der heutigen Zeit spannend macht. Ihre Anlagestrategien, die sie zu ihrem sehr beachtlichen Reichtum geführt haben, werden von vielen Anlegern nachvollzogen.

Investmentlegenden: von Benjamin Graham bis André Kostolany

Das 20. Jahrhundert gilt als das Zeitalter der Investmentlegenden. Kein Wunder, denn in dieser Zeit entwickelten sich die großen, modernen Aktienmärkte und brachten Persönlichkeiten hervor, die ihre eigenen teils vielbeachteten Anlagestrategien formulierten und aktiv einsetzten.

Die erste und vielleicht auch bedeutendste Investmentlegende ist der Begründer der Fundamentalanalyse, Benjamin Graham. Graham, der 1894 geboren wurde, wandte als erster das Prinzip des „inneren Werts“ einer Aktie an. Dabei setzte er ganz gezielt auf die Kennzahlen einer Aktie wie KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis), Verschuldungsgrad, KBV (Kurs-Buchwert-Verhältnis) und Dividendenrendite.

Eine der größten Börsenspekulanten der damaligen Zeit war Jesse Livermore. Bereits in jungen Jahren startete er seine Karriere als Trader. Seine Berühmtheit erlangte er durch seine Publikationen und dadurch, dass er während der Börsencrashs 1907 und 1928 ein immenses Vermögen aufbaute aber auch wieder verlor. Eine seiner bevorzugten Strategien war das Short-Selling (Leerverkäufe).

Sir John Templeton, Mitgründer der Fondsgesellschaft Franklin Templeton, der 2008 im Alter von 95 Jahren verstarb, galt nicht nur als erfahrener Anleger sondern auch als Stammvater der Idee des Investmentfonds. Templeton wurde als einer der wenigen Vertreter der Finanzbranche vom britischen Königshaus zum Ritter geschlagen. Sein Credo war der „maximale Pessimismus“.

André Kostolany (1906-1999) wollte nie als Börsenguru bezeichnet werden. Als feinsinniger Psychologe der Massen, der sein Spekulanten-Dasein einer breiten Öffentlichkeit vermittelte, wurde er zum Sympathieträger. Generationen von Anlegern identifizierten sich mit ihm besonders deswegen, weil er nie um eine Anekdote zum Thema Börse verlegen war.

Beispiele für noch lebende Investmentlegenden

Die Idole des Aktienmarktes erhalten ihr Image als Investmentlegende aber oft schon zu Lebzeiten. Einer ihrer noch lebenden Vertreter und gleichzeitig einer ihrer bedeutendsten ist Warren Buffet. Der 1930 geborene Warren Buffet erwirtschaftet innerhalb von 40 Jahren ein Startkapital von rund 100.000 US-$ in ein Vermögen von mehr als 20 Milliarden US-$ in erster Linie mit der von ihm bevorzugten Value-Strategie (dem Setzen auf am eigenen Wert orientierte Aktien).

Der 1942 geborene Jim Rogers ist ein US-amerikanischer Hedge-Fondsmanager und Schriftsteller. Zusammen mit einer anderen Investmentlegende, George Soros, gründet er 1970 den berühmten Quantum Funds. Bekannt wurde er durch seine Kritik an der US-Notenbank, der er die Schuld an der US-Finanzkrise 2008 anlastete.

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