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Rheinmetall: Gute Zahlen – neue Chance?

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Rheinmetall ist heute an den Börsen mit den Zahlen zum 1. Quartal offenbar nicht besonders gut aufgenommen worden. Das ist durchaus erstaunlich – die Aktie verlor in den ersten Stunden ca. -3,1 %. Die Zahlen wie auch die Aussichten sind aus meiner Sicht recht gut – überzeugen Sie sich selbst.

Die Zahlen – die Rüstung

Die Medien sind voll von Berichten darüber, dass der Westen, also die EU wie auch Deutschland speziell weiter an der Aufrüstung arbeiten sollte. Dies hinterlässt bei der Aktie der Rheinmetall Spuren – vor allem aber im Konzern selbst rollt der berühmte Rubel. Das ist nicht nur reines Marketing: „Rheinmetall wird von einer Vielzahl von Nationen jetzt und in Zukunft gebraucht, um die stark steigende Nachfrage nach militärischer Ausrüstung zu befriedigen”, so der CEO Armin Papperger.

Die Einnahmen sind seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 um über das Vierfache gestiegen – und diese Bewegung wird anhalten. Der Westen hat teils Munition und Panzer in die Ukraine geliefert – diese Lieferungen halten an und sorgen u.a. in den Beständen der liefernden Länder für gähnende Leere. Allein durch die Nachrüstung sind Aufträge sicher. Zudem aber sollen die relativen Rüstungsausgaben für die Nato erhöht werden, so auch die Bundesregierung immer wieder in entsprechenden Erklärungen.

Das spiegelt sich schon jetzt im Ergebnis wider. Die Düsseldorfer melden ein Betriebsergebnis von 134 Millionen Euro im ersten Quartal. Das sind 60 % mehr als im 1. Quartal des vergangenen Jahres, das auch schon vom Krieg geprägt war. Der sogenannte Analystenkonsens allerdings war von einem Ergebnis in Höhe von 143,4 Millionen Euro ausgegangen – vielleicht waren die Erwartungen etwas überzogen.

Auftragsbestand stark

Entscheidend für die Zukunft am Aktienmarkt ist indes vor allem der Blick auf die Zukunft. Die Umsatzprognose für das laufende Jahr wurde mit gut 10 Mrd. Euro „bestätigt“, wie es heißt. Nun klingt eine Bestätigung vielleicht etwas ernüchternd, allerdings ist der Umsatz, der damit avisiert hat, durchaus anspruchsvoll. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 7,2 Mrd. Euro.

Grundlage ist ein wachsender Auftragsbestand. Schon jetzt ist das Volumen der noch nicht wirtschaftlich abgeschlossenen Aufträge um 43 % gewachsen. Aktuell erreichte der Auftragsbestand ein Volumen von 40,2 Mrd. Euro – das ist ein neuer Rekord. Die Zahlen bestätigen, dass Rheinmetall die Erwartungen letztlich erfüllen wird.

Der Kurs nun reduzierte sich wie oben beschrieben. Der Trend bleibt dennoch klar aufwärts gerichtet. Der Sektor hat sein Schmuddel-Image verloren, nachdem der Westen inzwischen einen hohen Bedarf an Verteidigung für sich beschlossen hat.

Rheinmetall: Gute Zahlen, starker Trend – WKN: 703000 – ISIN: DE0007030009

Quelle: https://fundamental.aktienscreener.com