Grenke-Aktie: Plus 14 Prozent seit Q3-Zahlen

Grenke-Aktie: Plus 14 Prozent seit Q3-Zahlen
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Mit den jüngsten Quartalszahlen hat die Grenke-Aktie den mehrmonatigen Abwärtstrend offenbar überwunden. Zwischen Mai und Oktober war das Papier des Finanzdienstleisters von mehr als 30 Euro auf unter 20 Euro eingebrochen – zuletzt hatte die gekappte Prognose für 2024 die Grenke-Aktie belastet.

Doch nun zeigt der Trend für den Titel wieder nach oben. Mit einem Kursplus von 14 Prozent seit der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 9. November scheint der Turnaround geschafft (Stand: 20. November, ca. 12 Uhr). Grenke hat dabei zum einen starke Q3-Zahlen präsentiert, zum anderen auch die Prognose für das laufende Jahr konkretisiert.

Grenke mit Wachstum im 3. Quartal

In den Monaten Juli bis Ende September hat Grenke die operativen Erträge um knapp 20 Prozent auf etwas weniger als 120 Millionen Euro steigern können. Gleichzeitig blieb ein Konzerngewinn von knapp 24 Millionen Euro – 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn je Aktie ist leicht von 0,50 Euro auf 0,53 Euro gestiegen. Im Vergleich zum 1. Halbjahr zeigte sich in Q3 eine höhere Wachstumsdynamik.

Im Rahmen der Quartalszahlen hat Grenke auch die Prognosen für das laufende Jahr bestätigt. Das Leasing-Neugeschäft soll in der unteren Hälfte der Prognose-Spanne von 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro landen, der Gewinn im oberen Bereich der Spanne von 80 bis 90 Millionen Euro. Für 2024 hat Grenke die im Sommer gekürzte Prognose (Neugeschäft zwischen 3,0 und 3,2 Milliarden Euro, Gewinn zwischen 95 und 115 Millionen Euro) ebenfalls bestätigt.

Grenke-Aktie mit Potenzial – auch aufgrund der schwachen Kursentwicklung

Grenke kann in 2023 profitabel wachsen und auch für das kommende Jahr 2024 ist ein weiteres Gewinnwachstum prognostiziert – das spiegelt sich im Kursverlauf der Grenke-Aktie in den vergangenen Monaten jedoch nicht wider. Vor allem der Blick auf den Langfrist-Chart zeigt die schwache Performance des Papiers in den letzten Jahren.

Grenke-Aktie, 10 Jahre – Quelle: https://aktienscreener.com/

Ursächlich dafür ist zum Teil auch heute noch der Vorwurf der falschen Bilanzierung durch einen Leerverkäufer in 2020, der im Kern jedoch von der Bafin entkräftet wurde. Für Anleger bedeutet das: Auf dem aktuellen Niveau bieten sich bei der Grenke-Aktie weiterhin Chancen. Das Aufholpotenzial ist vor allem angesichts der guten Geschäftsentwicklung auch in konjunkturell schwierigen Zeiten in jedem Fall vorhanden.