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Gold ist eine stabile Wertanlage

Der Duden umschreibt eine Wertanlage als etwas, das als wertbeständig gilt. Dessen Erwerb stellt eine Möglichkeit dar, Geld anzulegen. Folglich soll ein Werterhalt durch den Tausch von Geld in eine Sache erreicht werden. Bemerkenswert an dieser Aussage ist die unbewusste Implikation, dass Geld nicht unbedingt dem Werterhalt dient. Gold entpuppt sich immer und auch im historischen Vergleich als stabile Wertanlage.

 

Geld ist keine stabile Wertanlage

Seit 1973 leben wir weltweit in einem Fiat-Money-System basierend auf Papiergeldwährungen. Fast immer beruhte in der Geschichte der Menschheit ein Währungs- und Finanzsystem auf der Deckung durch eine reale Sache. In der Regel war dies Gold und Silber. Seit dem Scheitern des Bretton-Woods-Systems fester Wechselkurse existiert diese Deckung in realer Form nicht mehr.

Heute lehnt sich im Fiat-Money-System flexibler Wechselkurse der „Wert“ einer Währung an den „Wert“ der entsprechenden Volkswirtschaft an. Das Problem: Die große Freiheit im Umgang mit Geld-, Haushalts-, und Finanzpolitik, welche die Regierungen weltweit genießen. Sie führt dazu, dass die Kaufkraft aller Papiergeld-Währungen in den letzten 40 Jahren gesunken ist.

 

Kaufkraft von Gold

Die Kaufkraft beschreibt einen Maßstab für den Wert eines Zahlungsmittels. Sie gibt an, welche Gütermenge für einen bestimmten Betrag des Zahlungsmittels gekauft werden kann. Auffallend ist, dass die Kaufkraft aller Währungen seit Beginn des Fiat-Money-Systems rückläufig ist. So ist die Kaufkraft des US-Dollar seit Beginn der 1970er Jahre um mehr als 80% gesunken. Die Kaufkraft des britischen Pfunds sank im gleichen Zeitraum um mehr als 85%, ähnlich wie die des australischen Dollars. Die Kaufkraft des Schweizer Franken und des japanischen Yen nahm in dieser Zeit um 40% ab.

Grund für diese Entwicklung: Die stetige Ausweitung der Geldmenge in allen Staaten. Die US-Dollar-Geldmenge wuchs seit Beginn der 1970er Jahre um mehr als 1.500%. Die Menge an britischen Pfund wuchs im selben Zeitraum um mehr als 900%, die Menge an australischen Dollar um mehr als 2.000%. Ferner stieg die Menge an japanischen Yen um mehr als 1.300% und die Menge an Schweizer Franken stieg um mehr als 200%.

Die Kaufkraft von Gold ist im genannten Zeitraum um 300% gestiegen. Das Goldangebot erhöhte sich seit den 1970er Jahren um 78%.

 

Die Währung Gold steht für einen stabilen Wert

Die Wertentwicklung der verschiedenen Währungen misst sich am Verhältnis der Währungen zueinander. So verlor der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken, seit 1970 innerhalb von 40 Jahren mehr als 76% an Wert. Nicht umsonst gilt der Schweizer Franken aufgrund der geringeren Geldmengenausweitung und dem damit einhergehenden geringeren Kaufkraftverlust allgemein als stabilste Papiergeldwährung.

Gegenüber der Währung Gold verlor der US-Dollar im gleichen Zeitraum mehr als 97% an Wert.

Der US-Dollar ist nicht die einzige Währung, die seit Einführung des Fiat-Money-Systems gegenüber der Währung Gold an Wert verloren hat. So büßte das britische Pfund mehr als 98% an Wert gegenüber Gold ein. Der Euro (bzw. bis 1999 die D-Mark) verlor rund 93% an Wert gegenüber Gold. Der japanische Yen gab rund 88% seines Wertes ab und der Schweizer Franken verlor innerhalb von 40 Jahren rund 87% seines Wertes gegenüber Gold.

 

Gold ist langfristig die stabilste Wertanlage

Natürlich schwankt die Kaufkraft von Gold. Das Gold unterliegt dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Gold weist gegenüber ungedeckten Papiergeldwährungen einen wichtigen Vorteil auf: Der Wert des Goldes ist unabhängig von geld-, haushalts-, und finanzpolitischen Entscheidungen unterschiedlichster Regierungen.

Im Gegensatz zu Regierungen, deren Aufgabe es ist für den Werterhalt von Papiergeldwährungen zu sorgen, macht Gold keine Schulden. Gold interessiert sich nicht für Währungsreformen und beweist im historischen Kontext, dass es einen Wert und damit eine Kaufkraft aufweist. Diese schwankt niemals so stark, wie die der Papiergeldwährungen.

 

JahrWert von 1 USD in Feingold (in g)Wert von 1 USD in Roggenbrot (in kg) Wert von 1 g Feingold in Roggenbrot (in kg) 
19001,5 18,75 12,5
19141,51510
19231,5 8,85 5,9
1938 0,8912,72 14,3
1950 0,899,88 11,1
1970 0,852,81 3,3
1990 0,080,47 5,9
2008 0,040,33 8,3
2010 0,020,25 11,36

 

Sowohl die Kaufkraft des US-Dollar und des Goldes schwankt über die Jahrzehnte. In der Zeit der klassischen Goldstandards hält sich die Kaufkraft die Waage. In Krisenzeiten nimmt die Kaufkraft des Goldes zu, da Krisenphasen häufig die Staatskassen zusätzlich belasten.

Das Bretton-Woods-System, dessen Fehler darin bestand, den klassischen Goldstandard um einen auf Vertrauen basierenden US-Dollar-Standard zu erweitern, führt zu einer leicht rückläufigen Kaufkraft beider Währungen. Beide halten sich die Waage.

Seit Beginn des Fiat-Money-Systems sinkt die Kaufkraft des US-Dollar stetig, während die Kaufkraft des Goldes auf historische Werte steigt. Die Kaufkraft einer Papiergeldwährung ohne Deckung kann bis auf das Minimum sinken, während man für 1 Gramm Feingold zu jeder Zeit einige Kilogramm Roggenbrot bekommen wird.

Gold ist eine Währung deren Kaufkraft im Gegensatz zu Papiergeldwährungen steigt. Gold ist eine stabile Wertanlage.

 

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Über den Autor Miriam Kraus

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