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Friedman – die Inflation als monetäres Phänomen

Was die Wiener Schule und den Monetarismus in meinen Augen insoweit verbindet und natürlich wiederum vom Keynesianismus abgrenzt, ist der Kerngedanke der Geldmengenausweitung.

Was die beiden Theorien allerdings ganz klar grundlegend unterscheidet ist die – ich sage einmal – Interpretation der Folgen. Während die Österreicher explizit vor der Ausweitung der Geldmenge als Ursache der Inflation, woraus wiederum die Teuerung entsteht, warnen, ist für die Monetaristen die Steuerung der Geldmenge essentiell.

Friedman – die Inflation als monetäres Phänomen

Friedman geht beispielsweise davon aus, dass es zwischen der Geldmenge und der Inflation grundlegend sowieso eine feste langfristige Beziehung gibt. Damit ist für ihn die Inflation nur noch ein rein monetäres Phänomen, das so keinen Einfluss auf die Realwirtschaft hat. Dennoch muss die Zentralbank dieses Phänomen durch eine strikte Kontrolle der Geldmenge wiederum unter Kontrolle halten.

Grundsätzlich aber wächst die Geldmenge sowieso konstant (bei konstanter Geldnachfrage) analog zum Wachstum der Realwirtschaft.

Inflation entsteht somit also nur wenn die Geldmenge schneller wächst als die Wertschöpfung in der Realwirtschaft.

Friedman – A monetary history of the United States

In seinem 1963 erschienenen Hauptwerk befasst sich Friedman, zusammen mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Anna Schwartz mit der Auswirkung von Veränderungen der Geldmenge auf Konjunkturzyklen.

Die Gossenschen GesetzeSehen wir uns zunächst einmal die Gossenschen Gesetze an: Erstes Gossensches Gesetz Auch "Das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen" oder "Das Sättigungsgesetz" "Die Größe eines und desselben Genusses nimmt, wenn wir… › mehr lesen

Als Grund für die Weltwirtschaftskrise erkennt er somit, seinen Grundüberlegungen zufolge, die Reduktion der Geldmenge durch die FED und steht damit im Widerspruch zur keynesianischen Erklärung.

Quantitätstheorie

Kerngedanke des Monetarismus ist die Quantitätstheorie, bei der erst einmal wertneutral eine kausale Abhängigkeit des Preisniveaus von der Geldmenge angenommen wird.

Dies lässt sich anhand der Quantitätsgleichung folgendermaßen ausdrücken:

M x V = P x Y

(M = Geldmenge; V = Umlaufgeschwindigkeit; P = Preisniveau; Y = Volkseinkommen)

So long liebe Leser…soviel fürs Erste einmal zum Monetarismus…im folgenden werden wir uns dann noch damit beschäftigen wann, wie und wo der Monetarismus in der Praxis angewandt wurde und wiederum welche Fehler hierbei gemacht wurden, damit wir schließlich zu einer Analyse der Gegenwart gelangen können…..ich verabschiede mich damit für heute und wünsche Ihnen noch einen schönen Sommerabend…liebe Grüße und bis morgen…

Ihre Miriam Kraus

 


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Über den Autor
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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Alte Kommentare
  • Anton Müller schrieb am 20.07.2010, 02:20 Uhr

    Liebe Frau Kraus , sehr schön , von Ihnen diese Gegenüberstellung zu erhalten . P=M*V/Y (dimensionslos) definiert also das Preisniveau . WIe ist nun der Zusammenhang von Y mit dem BIP ? Wenn man schon weiss,dass nicht nur das erarbeitete Einkommen verbraucht wird , wo bleiben da der Einfluss der Leistungsbilanz und der Sparquote ? Wo bleiben da die zeitabhängigen Glieder ? Mit freundlichen Grüssen ! a.m.