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Devisenhandel – diese 3 Orderarten sollte jeder Trader kennen

Zum Handwerkszeug und Grundlagenwissen eines jeden Traders sollte die Kenntnis über die unterschiedlichen Orderarten gehören. Vor allem für absolute Trading-Neulinge erscheint es häufig verwirrend, warum es für die gleiche Handlung (das Kaufen oder Verkaufen von Devisen) mehrere Möglichkeiten gibt.

Auch wenn die Kenntnis der unterschiedlichen Orderarten noch lange kein Garant für Erfolg beim Traden ist, sollte man sich vor dem tatsächlichen Handeln mit ihnen vertraut machen, da sie dem Trader weit gehende Möglichkeiten zum Eingehen und Schließen seiner Positionen bieten.

Um den Umgang mit der Handelsplattform zu erlernen und die Funktionsweise der verschiedenen Ordertypen zu verstehen, sollte man die Möglichkeit eines Demo-Kontos nutzen, das die meisten Broker für ihre Handelsplattform anbieten.

Die unterschiedlichen Orderarbeiten erlauben es dem Trader, komplexere Strategien zu handeln, ohne permanent den Markt beobachten zu müssen. So können Orders im Markt ausgeführt werden, ohne dass der Trader den Auftrag manuell zum jeweiligen Zeitpunkt eingeben muss. Stattdessen wird eine zuvor aufgegebene Order automatisch ausgeführt, sobald die spezifizierten Bedingungen im Markt erfüllt sind – ohne dass der Trader noch einmal Einfluss nehmen muss.

Im Folgenden werden die am weitesten verbreiteten Orderarten kurz vorgestellt. Einige Broker bieten neben den hier vorgestellten Orders noch weitere Arten an, die komplexere Strategien erlauben.

1. Market-Order im Devisenhandel

Als Market-Order bezeichnete Aufträge sind Orders, die unverzüglich an den Markt weitergeleitet und zum aktuellen Preis ausgeführt werden. Kaufaufträge werden bei einer Market-Order stets zum Ask-Kurs – dem Preis, den andere Marktteilnehmer für die Devise fordern – ausgeführt.

Analog werden Verkaufsaufträge stets zum Bid-Kurs ausgeführt. Handelt man über einen Fx- Broker, trifft die zuvor gemachte Aussage auf jede Orderart zu – der Spread fällt somit bei jeder abgeschlossenen Transaktion (das heißt Kauf und Verkauf) an.

Market-Orders garantieren eine sofortige Ausführung der Order und somit ein unverzügliches Öffnen oder Schließen einer Position. Soll ein Auftrag schnell ausgeführt werden, empfiehlt sich somit diese Orderart.

2. Limit-Order im Devisenhandel

Limit-Orders sind limitierte Aufträge, das heißt, sie werden erst dann ausgeführt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Limitierte Kaufaufträge werden genutzt, wenn man maximal einen bestimmten Preis bezahlen (das heißt unter dem aktuellen Marktniveau kaufen) möchte. Analog werden limitierte Verkaufsaufträge eingesetzt, wenn man mindestens einen bestimmten Verkaufspreis erzielen will.

Limit-Buy-Orders werden somit erst dann zum Marktpreis ausgeführt, wenn der Kurs unterhalb der Limit-Order liegt. Die Ausführung von Limit-Sell-Aufträgen (das heißt der Verkauf der Devise) erfolgt, sobald der Kurs über dem angegebenen Preis liegt. Dementsprechend bieten sich Limit-Orders an, um eine offene Position zu einem vorteilhafteren Kurs als dem aktuellen Marktpreis glattzustellen oder um eine Position zu einem vorteilhafteren Preis einzugehen.

Limitierte Aufträge werden niemals zu einem ungünstigeren Kurs als dem angegebenen Limit ausgeführt. Dies bedeutet auf der anderen Seite aber auch, dass ein Auftrag eventuell gar nicht ausgeführt wird. So wird ein limitierter Kaufauftrag beispielsweise nicht ausgeführt, wenn der Preis bis zum Ende der Gültigkeit der Order nicht unter den angegebenen Preis fällt.

3. Stop-Order

Stop-Orders werden ebenfalls nicht unverzüglich ausgeführt. Wie bei limitierten Aufträgen wird auch eine Stop-Order erst dann ausgeführt, wenn der Preis die vorgegebenen Bedingungen erfüllt.

Ein Stop-Buy-Auftrag wird ausgeführt, sobald der Preis über der angegebenen Kursmarke liegt. Zur Erinnerung: Ein Limit-Buy-Auftrag wird ausgeführt, wenn der Preis unter der angegebenen Kursmarke liegt. Die Stop-Marke einer Stop-Buy-Order muss dementsprechend über dem aktuellen Marktpreis liegen. Überschreitet der Preis diese Marke, wird der Auftrag ausgeführt. Analog dazu arbeiten auch Stop-Sell-Aufträge: Fällt der Markt unter die angegebene Marke, wird der Verkaufsauftrag ausgeführt.

Stop-Aufträge werden häufig auch als Stop-Loss-Aufträge bezeichnet, da sie sich dazu eignen, Verluste zu beschränken. Besitzt man eine Long-Position in einer Devise und möchte sich vor Kursverlusten schützen, bietet sich hierfür ein Stop-Sell-Auftrag an.

Dieser wird ausgeführt und die Position somit glattgestellt, sobald der Preis unter das vorgegebene Niveau fällt. Für Short-Positionen kann man einen Stop-Buy-Auftrag aufgeben, der ausgeführt wird, sobald der Preis über die angegebene Marke steigt.

Alternativ werden Stop-Aufträge häufig auch genutzt, um eine Position in Trendrichtung einzugehen beziehungsweise um einen Ausbruch zu handeln. Der Stop-Auftrag wird ausgeführt, sobald die angegebene Marke über- (Stop-Buy) beziehungsweise unterschritten (Stop-Sell) wird.

Zum Handwerkszeug und Grundlagenwissen eines jeden Traders sollte die Kenntnis über die unterschiedlichen Orderarten gehören. Vor allem für absolute Trading-Neulinge erscheint es häufig verwirrend, warum es für die gleiche Handlung (das Kaufen oder Verkaufen von Devisen) mehrere Möglichkeiten gibt.

 


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