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Limit Order: Buy Limit und Sell Limit Order

Inhalt

Limit Orders sind limitierte Aufträge. Das heißt, sie werden erst dann ausgeführt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Hierfür muss der Anleger zusätzlich einen Limitpreis angeben, bis zu dem die Order ausgeführt werden soll. Wird ein Auftrag ohne Limit an die EUREX gegeben, eine so genannte Market-Order, so wird diese Order auf jeden Fall ausgeführt, egal zu welchem Preis.

Limit Orders sind Anweisungen zum Kauf oder Verkauf, sobald der Marktpreis für Sie ein günstigeres Level erreicht hat.

Limitierte Kaufaufträge werden genutzt, wenn man maximal einen bestimmten Preis bezahlen möchte (unter dem Marktniveau). Analog werden limitierte Verkaufsaufträge eingesetzt, wenn man mindestens einen bestimmten Verkaufspreis erzielen will.

Eine Limit-Order ist dadurch charakterisiert, dass Sie bei Ordererteilung ausdrücklich einen Höchst- bzw. Mindestkurs benennen, bis zu dem Sie zu kaufen („Buy Limit-Order“) bzw. zu verkaufen („Sell Limit-Order“) bereit sind. Sie stellen dadurch sicher, dass der vorher mit Ihrer Order festgelegte Kurs nicht zu Ihrem Nachteil im Markt unter- bzw. überschritten werden kann.

Limit Order Verkauf
Limit Orders bestehen aus Bedingungen, die sich auf Konditionen von Aufträgen beziehen. © Adobe Stock - Sangoiri

Buy Limit Order: Erklärung und Beispiel

Buy Limit Orders werden erst dann zum Marktpreis ausgeführt, wenn der Kurs unterhalb der Limit Order liegt. Sie kaufen zum für Sie vorteilhafteren Preis.

Erteilen Sie eine Limit Order, einen S&P500-Future zu einem Kurs von 1.388,00 Punkten zu kaufen (Buy Limit Order), drücken Sie aus, zu nicht mehr als 1.388,00 Punkten eine Long-Position in S&P500-Futures zu beziehen bzw. zum genannten oder zu einem tieferen Kurs eine vorhandene Short-Position in diesem Kontrakt glattzustellen.

Ihre Limit Order bleibt unausgeführt im Orderbuch der Terminbörse, solange sich der Kurs im Markt über der Marke von 1.388,00 Punkten bewegt.

Sell Limit Order: Erklärung und Beispiel

Die Ausführung von Sell Limit Oders erfolgt, sobald der Kurs über dem angegebenen Preis liegt. Sie verkaufen zum für Sie vorteilhafteren Preis.

Erteilen Sie eine Limit Order, einen Dow Jones-Future zu einem Kurs von 12.780 Punkten zu verkaufen (Sell Limit Order), geben Sie zu erkennen, dass Sie nicht gewillt sind, zu weniger als 12.780 Punkten im Dow Jones-Future eine Short-Position einzugehen oder eine vorhandene Long-Position glattzustellen. Die Limit- Order bleibt unausgeführt in den Orderbüchern aufbewahrt, solange der Kurs unter 12.780 Punkten notiert.

Wählen Sie bei Ihren Limits am besten keine runden Beträge. Die meisten Anleger setzen die Grenzen bei 20 oder 30 Euro. Die Vielzahl der Orders zum selben Limit lösen regelrechte Kursstürze aus. Bevorzugen Sie Limits mit krummen Zahlen, etwa 22, 23 oder 31 Euro. Das erhöht Ihre Aussicht auf einen Aktienhandel zu Ihrem Limit.

Limit Order: Vorteile und Nachteile

Bei der Platzierung einer Limit-Order ist das Verständnis darüber, wo der Limitkurs im Verhältnis zum derzeit aktuellen Kurs zu setzen ist, von großer Bedeutung.

Es ist damit leicht zu erkennen, dass bei einer Limit-Order stets ein gewisses Ausführungsrisiko besteht. Denn eine Limitorder ist immer nur dann im Markt ausführbar, wenn der Kurs Ihren gewünschten Limitkurs erreicht und auch durchläuft.

Selbst bei Erreichen des gesetzten Limitkurses durch den laufenden Futureskurs ist das für Sie keine Garantie auf Ausführung Ihrer Order. Häufig erreicht der Futureskurs sogar mehrere Male hintereinander punktgenau den Limitkurs, ohne dass es hierbei zur erhofften Orderausführung kommt.

Limitorders besitzen dazu die niedrigste Priorität unter allen Orderarten, denn sie sind erst dann an der Reihe, nachdem alle noch ausstehenden Market-, Stopp- und sonstigen Orders zuvor ausgeführt werden konnten.

Grafik: Hände heben den Trend

Gültigkeitsbeschränkungen GFD, GTD und GTC bei OrdersErklärung für Trader: So funktionieren die Gültigkeitsbeschränkungen GFD, GTD und GTC bei einer Order. › mehr lesen

In den meisten Fällen (Ausnahme: „volatile Märkte“) dürfen Sie also erst dann mit einer Ausführung Ihrer Order rechnen, wenn der Futureskurs den Limitkurs über- (Verkaufs-Limit-Orders) bzw. unterschreiten hat (Kauf-Limit-Orders).

Die Limit-Order existiert, weil zum Zeitpunkt der Auftragserteilung der sich einstellende Kurs noch nicht bekannt ist. Insbesondere in sehr volatilen Märkten bietet Ihnen die Limit Order einen sicheren Schutz vor ungewollt hohen bzw. ungewollt niedrigen Kursen.

Eine Limit-Order kann daher als Maßnahme gegen überraschende und unerwünschte Ausführungskurse (Preisrisiko) betrachtet werden und sollte aus diesem Grund auch Teil Ihres Risikomanagements sein.

Man muss allerdings beachten, dass Limite nach einer gewissen Zeit verfallen, wenn sie nicht ausgeführt worden sind. In der Regel werden am Ende eines Monats alle im System stehenden Limite automatisch gelöscht. Bereits bei Eingabe können Limite jedoch mit einer festen Laufzeit versehen werden.

Neben den bereits erwähnten Limit-Arten gibt es auch noch einige andere Variationen, auf die im Folgenden kurz eingegangen wird.

Überblick Limit Order

  • Buy Limit Order: Sie kaufen, wenn Ihr Limit unter dem Marktpreis liegt – vorteilhafter für Sie
  • Sell Limit Order: Sie verkaufen, wenn Ihr Limit über dem Marktpreis liegt – vorteilhafter für Sie

Limit Orders sind das Gegenteil zu Market Orders.

 

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