MenüMenü

Wie Sie das Verlustrisiko bei Aktien mit Limits verringern

Aktienverkauf Limit
Um die Risiken beim Aktienverkauf und Aktienkauf zu minimieren, bietet es sich an, ein Limit in beide Richtungen zu setzen. © Adobe Stock - psdesign1

Beim Aktienkauf oder Aktienverkauf können Anleger angeben, bis zu welchem Preis Sie kaufen oder verkaufen möchten. Solche Grenzmarken heißen Limits.

Ein Beispiel: Sie möchten Siemens-Aktien kaufen, die gerade etwa 90 Euro kosten. Wollen Sie jedoch maximal 92 Euro pro Aktie bezahlen, geben Sie ein Limit von 92 Euro an. Würde die Siemens Aktie innerhalb weniger Minuten auf 93 Euro steigen, wird Ihre Order nicht ausgeführt.

Umgekehrt funktioniert das für Aktienverkäufe. Hier geben Sie den geringsten Betrag an, zu dem Sie noch bereit sind die Aktien zu verkaufen.

Wenn Limits einen Tag lang, bis zu einem von Ihnen gewählten Datum oder bis zum Monatsende gelten, nennen sie sich Ultimo (der Letzte des Monats). Kauf- oder Verkaufsorders ohne Limit heißen Market-Orders.

Bei den Limitierungen gibt es Spezialformen. Das Limit immediate or cancel etwa führt Ihre Anweisung entweder sofort oder gar nicht aus. Setzen Sie das Limit fill or kill muss der Auftrag vollständig oder überhaupt nicht ausgeführt werden. Auf diese Weise verhindern Sie Teilausführungen.

Limits: Stop-Loss- oder Stop-Buy-Order für mehr Sicherheit bei Aktien

Eine weitere wichtige Limitierung bezeichnet die Stop-Loss-Order. So geben Sie zum Beispiel an, dass Sie nicht mehr als 10 Prozent vom ursprünglichen Kaufkurs verlieren möchten. Wenn der Aktienkurs steigt, passen Sie die Stop-Loss-Limitierung an, um entstandene Gewinne nicht zu verlieren.

Bei einer Stop-Loss-Order wird der Auftrag gültig, sobald die Aktie die angegebene Grenze unterschreitet. Dann wird die Order wie ein unlimitierter Verkaufsauftrag behandelt. Bei einem normalen Verkaufslimit ist es möglich, dass der Kurs der Aktie zu schnell unter Ihr Limit sinkt.

Grafik: Aktien im Aufwärtstrend!

So entsteht der Anfangspreis von WertpapierenDen Emissionspreis berechnen Firmen und Banken für Aktien und Anleihen über bestimmte Verfahren – es zählt die Nachfrage der Anleger. › mehr lesen

Dann wird der Verkaufsauftrag nicht mehr ausgeführt, weil Ihr gewünschter Mindestkurs nicht mehr zu bekommen ist. Eine Stop-Loss-Order stellt somit eine Versicherung gegen zu hohe Verluste dar, die unerwartet durch einen rapiden Kursfall eintreten.

Das Gegenteil zur Stop-Loss-Order ist die Stop-Buy-Order. Sie kauft die Aktie hierbei nicht erst dann, wenn der Kurs bis auf eine vorher festgelegte Marke steigt. Der Begriff Stop-Buy ist daher irreführend. Den Abläufen entsprechend trifft der Begriff Start-Buy eher zu.

Nach Erreichen der Marke wird die Order zum unlimitierten Kaufauftrag. Sinnvoll sind Stop-Buy-Aufträge bei Märkten, nach deren Überschreiten unter chartanalytischen Gesichtspunkten ein Kaufsignal generiert wird.

Wählen Sie bei Ihren Limitierungen am besten keine runden Beträge aus. Die meisten Anleger setzen die Grenzen bei 60, 70 oder 80 Euro. Die Vielzahl der Orders zum selben Limit lösen regelrechte Kursstürze aus. Bevorzugen Sie daher lieber Limits mit krummen Zahlen, etwa 62, 73 oder 81 Euro. Das erhöht Ihre Aussicht auf einen Aktienverkauf zu Ihrem Limit.

 

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor
Investor Logo
Investor Verlag

Das Team von Investor-Verlag.de informiert Sie fundiert über die aktuellen Entwicklungen auf den weltweiten Finanzmärkten - egal ob über Aktien, Devisen oder Rohstoffe.

Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig den kostenlosen E-Mail-Newsletter von Investor Verlag. Herausgeber: FID Verlag GmbH. Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

Hinweis zum Datenschutz