Ein Aspekt zur Bewertung der Bonität eines Emittenten

in Traders Daily zum Thema Derivate
vom


*** Trader´s Daily-Leser Folker W. schrieb mir:

"Wenn ich mich richtig erinnere, haben Sie in einem früheren Trader's Daily-Beitrag geschrieben, dass die Bonität eines Zertifikate-Emittenten durch die 5jährigen Credit Default Swaps (CDS) ermittelt werden kann... und generell Emittenten mit einem 5Jahres CDS von unter 200 Basispunkten für Zertifikate-Investments zu bevorzugen sind. Gelten diese 200 Basispunkte noch immer? Handelt es sich bei den 200 Basispunkten um einen fixen Wert oder war (im Vergleich zu heute) damals ein anderes Umfeld, sodass ein geänderter Basispunkt-Ansatz Verwendung finden sollte?"



Meine Antwort:

Der Wert für die "CDS" ist für mich nach wie vor EIN Baustein bei der Bewertung der Bonität eines Emittenten. Zunächst nochmals der Hinweis, wo Sie einen Überblick über diese Kennzahlen finden:

Link CDS

Die genannten 200 Basispunkte sind kein wissenschaftlich berechneter, fixer Wert - sondern einfach eine Vaupelsche "Pi mal Daumen"-Regel. Das ist einfach ein Richtwert, den ich für mich aufgestellt habe. Und den ich in jedem Umfeld berücksichtige.

CDS über 200? Dann bin ich skeptisch, was die Papiere eines solchen Emittenten betrifft.

CDS unter 200? Dann bei diesem Punkt relative Entwarnung. Heißt aber noch lange nicht, dass ich dann bedenkenlos jedes Papier dieses Emittenten kaufen würde. Es spielen ja noch zig andere Faktoren eine Rolle, wie z.B. auch ganz praktische wie Oder-Ausführungsgeschwindigkeit, Sauberkeit der Kursstellungen etc.

Der Blick auf die Liste zeigt übrigens, dass derzeit einige Emittenten einen CDS von über 200 vorweisen. Die West LB liegt mit gut 300 deutlich darüber - gefällt mir also nicht. Mit Hilfe der Liste können Sie sich einen eigenen Überblick verschaffen.

*** Noch was ganz anderes.

Für diejenigen in der Trader´s Daily-Gemeinde, welche wie ich anspruchsvolle Strategiespiele lieben.

Erinnert sich noch jemand an das Computerspiel "Panzer General"? Damit habe ich in den 1990ern einen beträchtlichen Teil meiner Lebenszeit veredelt (weibliche Lebensabschnittsgefährtinnen mögen den Begriff "verschwendet" nutzen).

Da ließen sich Kampagnen auf Seiten der Alliierten oder Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg spielen. Keine Echtzeit, sondern Rundenbasiert, mit achteckigen Feldern.

Und so ist es nun auch wieder - beim neuen Spiel "Panzer Corps" (von "The Lordz Games Studio"). Noch immer keine Echtzeit, kein 3D....dafür Hexfelder, Hunderte verschiedene Einheitentypen, akribische Beschreibung jeder einzelnen...Erfahrungspunkte, Vergabe von Orden, Spezialeinheiten.

Dieses neue Spiel ist im Grunde eine moderne Version des alten "Panzer Generals". Inklusive Bewertungen der eigenen Leistung durch einen vorgesetzten General.

Für Ihren Autoren ganz klar eine "Empfehlung des Tages"! Nach Feierabend werde ich ein Szenario starten.

Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt / M.A.

Chefredakteur Trader´s Daily


von
Michael Vaupel
Michael Vaupel

Michael Vaupel ist einer der führenden Rohstoff- und Derivate-Experten. Bereits während seiner Studienzeit hat er als Finanzjournalist und Analyst gearbeitet.

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