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Gaming: Diese US-Aktie sollten Sie niemals unterschätzen!

Inhaltsverzeichnis

Geht es um die Zukunft, sollten Sie Amazon niemals unterschätzen. Und das gilt nicht für den Online-Handel, die Cloud oder die Robotik. Viele Menschen wissen nämlich gar nicht, dass der Mega-Konzern aus Seattle längst auch in der Gaming-Branche aktiv ist.

Dabei hatte Amazon bereits im Jahr 2012 ein eigenes Studio für die Entwicklung und den Vertrieb von Videospielen gegründet. Aber nicht nur das: Jeff Bezos‘ Firmenimperium umfasst inzwischen auch eine der wichtigsten Plattformen der Branche, auf der sich im Schnitt zu jeder Zeit rund 3 Millionen Nutzer aufhalten.

Amazon Games: Mega-Hit „New World“

Fangen wir aber bei „Amazon Games“ an. In den ersten Jahren nach seiner Gründung war es um den Spieleentwickler und Publisher eher ruhig. Erst 2021 startete Amazons Games-Schmiede so richtig durch – mit der Veröffentlichung des Online-Rollenspiels „New World“.

Schon kurz nach Release Ende September waren knapp 1 Million Spieler auf den „New World“-Servern unterwegs. Inzwischen hat sich die Begeisterung zwar wieder deutlich abgekühlt. Doch das MMO-Game (Massively Multiplayer Online) zeigte mehr als deutlich, dass es Amazon schaffen kann, auch bei Videospielen einen Hype zu erzeugen.

„Lost Ark“: Amazon bringt Erfolgsstory aus Südkorea in den Westen

2022 folgte dann schon der nächste Kracher: „Lost Ark“. Bei diesem Online-Rollenspiel handelt es sich jedoch nicht um eine Eigenkreation. Vielmehr wurde „Lost Ark“ bereits vor Jahren vom südkoreanischen Entwickler Smilegate erschaffen und in dem asiatischen Land 2019 auf den Markt gebracht.

Amazon erkannte offenbar das Potenzial des Spiels und übernahm in der Folge als Publisher die Lizenzen für den Vertrieb in Nordamerika und Europa. Im Februar 2022 brachte der Tech-Konzern das Fantasy-Epos dann in den beiden westlichen Regionen auf den Markt. „Lost Ark“ war damit das erste von Amazon veröffentlichte Game, das man nicht selbst entwickelt hatte.

Und auch „Lost Ark“ schlug ein wie eine Bombe. Nach Angaben von Amazon sind allein in den ersten drei Tagen nach dem Start im Westen mehr als 4,7 Millionen Nutzer der Community beigetreten. Rund um den Globus kam „Lost Ark“ im März auf mindestens 20 Millionen Spieler.

Goldesel Twitch

Sie sehen also: Vor Jahren noch belächelt, ist Amazon inzwischen zu einem ernstzunehmenden Player der Gaming-Branche avanciert. Das hat der Konzern übrigens auch der Video-Streaming-Plattform Twitch zu verdanken. 2014 hatte man den Dienst für knapp 1 Milliarde Dollar geschluckt.

Seither gilt Twitch als eine der größten Erfolgsstorys aus dem Hause Amazon. Millionen Nutzer rund um den Globus greifen regelmäßig auf die Plattform zu – und Tausende Streamer verdienen damit ihren Lebensunterhalt.

Aber was ist Twitch jetzt genau?

Nun, ganz einfach: Auf der Plattform können Nutzer anderen Spielern beim Spielen zusehen. Ähnlich wie auf YouTube hat sich auf Twitch inzwischen eine Star-Kultur entwickelt – mit Streamern, die regelmäßig auf Hunderttausende gleichzeitige Zuschauer kommen.

Diese können Ihren Favoriten zum Beispiel über Abonnements oder Spenden Geld zukommen lassen. Und Amazon verdient an den Transaktionen mit. Hinzu kommen die Werbeeinblendungen während der Streams. Die Plattform soll nach Angaben des Twitch-Mitgründers Justin Kann inzwischen 15 bis 20 Milliarden Dollar wert sein.

Wegen der schieren Reichweite ist Twitch für die Gaming-Branche längst zu einer der wichtigsten Werbeplattformen geworden. So schließen Entwickler und Publisher mit bekannten Twitch-Streamern Verträge, damit diese deren neue Spiele öffentlichkeitswirksam zocken. Besser als jede Fernsehwerbung erreicht Twitch damit genau die passende Zielgruppe und lässt bei Amazon die Kassen klingeln.

Mein Fazit für Sie

Amazons Engagement im Gaming-Bereich wird oftmals nicht wahrgenommen. Wohl auch weil der Konzern für den Geschäftsbereich traditionell keine detaillierten Umsatzzahlen veröffentlicht. Angesichts der erfolgreichen Spiele „New World“ und „Lost Ark“ sowie des Dauerbrenners Twitch dürfte man hier aber durchaus ordentlich Geld verdienen. Wenngleich die Erlöse wohl deutlich unter denen des klassischen Online-Handels und der Cloud einzuordnen sind.

Hinzu kommt, dass Amazon auch beim Cloud-Gaming ein Wörtchen mitreden will. Vor wenigen Monaten hatte man in den USA den Dienst „Luna“ gestartet. Darüber können Nutzer Spiele zocken, die nicht von ihren eigenen Computern berechnet werden, sondern eben von einem Rechner in der Cloud. Der Vorteil: Spieler mit einem etwas schwächeren PC können dadurch auch Games mit einer sehr aufwendigen Grafik daddeln.

Amazon jedenfalls versteht sich längst als breit diversifizierter Internetkonzern. Da ist es nur naheliegend, dass man sich auch beim Gaming ein Standbein aufbaut. Der Aktie gibt das meiner Meinung nach durchaus eine zusätzliche Portion Zukunftspotenzial.