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Der Handel mit Spreads

„Spread“ heißt übersetzt Kursdifferenz und wird definiert als Kauf von Kontrakten und gleichzeitigem Verkauf von Kontrakten mit unterschiedlichen Laufzeiten. Beim Spread geht es somit um die Differenz zwischen dem Kurs der Long-Position und dem Kurs der Short-Position.

Ein Spread lässt sich bei einem Kauf als auch bei einem Verkauf eines Spreads aus folgender Gleichung ermitteln. Dabei kann der Spread positiv, negativ oder gleich null sein.

Spread = früher Fälligkeitsmonat – später Fälligkeitsmonat

Wenn ein Spread an der Terminbörse eingegangen wird, verlagert sich das Risiko der Kursänderung auf die Differenz zwischen den Kursen des Spreads.

Die folgende Grafik zeigt einen September/Dezember-Spread beim S&P500 E-Mini-Future.

Die Kursdifferenzen zwischen beiden Seiten eines Spreads werden als Basis oder Größe eines Spreads bezeichnet. Änderungen dieser Basis (Basisrisiko) entstehen im zeitlichen Verlauf durch Veränderungen ihrer Einflussfaktoren. Dazu zählen:

  1. Unterschiede in den „Costs-of-carry“, mit ihren einzelnen Komponenten wie Depot- und Finanzierungskosten
  2. Wertbasis, die überwiegend auf nicht berechenbaren „psychischen“ Faktoren beruht. Als Wertbasis wird die Differenz zwischen dem theoretisch korrekten Futureskurs und dem in der Wirklichkeit beobachteten Kurs des Futures bezeichnet.
  3. „Convenience yield“ (nur bei Konsumgütern), was als „Vorteilszins“ aus dem physischen Besitz einer Sache wie Rohstoffe, Waren etc. beschrieben werden kann

Spreads: Überschaubares Risiko bei niedrigem Kapitaleinsatz

Ein wesentlicher Grund für das Basisrisiko von Spreads liegt in der Schwierigkeit, eine mögliche Entwicklung der Wertbasis und die Vorteilszinsen verlässlich vorherzusagen. Der besondere Vorteil von Spreads besteht darin, dass das Risiko von Verlusten bei insgesamt verhältnismäßig niedrigem Kapitaleinsatz überschaubar und besser kalkulierbar wird. Spreads zu handeln, zählt zu den anspruchsvolleren Techniken, denen auch fundierte Trading-Strategien zugrunde liegen.

Derartige Verfeinerungen sind beim Trading aus der Idee entstanden, Futures miteinander zu kombinieren. Anders als der Inhaber einer herkömmlichen Future-Position, ist der Spread-Trader an relativen Veränderungen, der Ausweitung oder Verringerung von Kursdifferenzen, zu seinen Gunsten interessiert.

Spread-Trader spekulieren darauf, dass der Kurs der gekauften Terminkontrakte steigt, während parallel dazu der Kurs der verkauften Terminkontrakte fällt, oder aber, dass die Long-Position in stärkerer Proportion steigt bzw. in weniger starker Proportion fällt als die Short-Position.

Ein erfolgsversprechender Ansatz besteht im Aufspüren von aussichtsreichen Trends in wirtschaftlich oder markttechnisch miteinander zusammenhängenden Märkten und darüber hinaus auch in einem raschen Erkennen von „Ungleichgewichten“ zwischen verschiedenen Futures.

Das Handeln von Spreads erfordert einen geringen Zeitaufwand. Sie müssen den Spread nicht den ganzen Tag beobachten. Dieser Vorteil macht das Spread-Trading zum perfekten Handelsinstrument für professionelle Trader und Einsteiger.

Die sinnvollste Methode, um Spreads zu handeln, ist der Gebrauch von End-of-day-Kursdaten (Tageschlusskurse). Daher eignet sich das Spread-Trading hervorragend für diejenigen, die profitabel handeln wollen, aber nicht den ganzen Tag vor ihrem Computer verbringen möchten.

3 verschiedene Arten von Spreads

Intramarket-Spreads: Intramarket-Spreads werden nur als Kalender-Spreads geschaffen. Sie sind dabei long und short in Futures des gleichen Marktes, aber in verschiedenen Fälligkeitsmonaten. Ein Beispiel für einen Intramarket-Spread wäre, wenn Sie long im September und gleichzeitig short im Dezember des Nasdaq100 E-Mini-Futures sind.

Der September/Dezember-Spread des Nasdaq100 E-Mini-Futures wird in der Grafik dargestellt. Bei diesem Spread geht der Trader davon aus, dass der entferntere Fälligkeitsmonat bei steigenden Kursen langsamer ansteigt als der näher liegende Fälligkeitsmonat. Auf diese Weise wird der näher liegende Fälligkeitsmonat größere Gewinne erzielen, als der entferntere Fälligkeitsmonat Verluste produzieren kann.

Intermarket-Spreads: Intermarket-Spreads können umgesetzt werden, indem Sie eine Long-Position in einem Terminmarkt und eine Short-Position desselben Fälligkeitsmonats in einem anderen Terminmarkt halten.

Beispiel: Sie gehen long in September-Dax-Futures und short in September-EuroStoxx50-Futures. Bei diesem Spread geht der Trader davon aus, dass es zwischen diesen zusammenhängenden Märkten eine Beziehung gibt. Die Grafik zeigt einen Dax-Future- und einen EuroStoxx50-Future-Spread.

Die Beziehung zueinander ist deutlich zu sehen, die Schwankungen sind fast identisch. Intermarket-Spreads können zu Kalender-Spreads werden, indem Sie Long- und Short-Positionen in verschiedenen Futuresmärkten und in verschiedenen Fälligkeitsmonaten einsetzen.

Inter-Börsen-Spreads: Eine weniger bekannte Methode zum Aufbau eines Spreads stellt der Kauf und Verkauf von Kontrakten in ähnlichen Märkten, aber an verschiedenen Terminbörsen dar. Inter-Börsen-Spreads können Kalender-Spreads sein, die auf unterschiedlichen Fälligkeitsmonaten basieren, oder auch solche sein, bei denen der gleiche Fälligkeitsmonat verwendet wird.

In der folgenden Grafik sehen Sie einen Gold-Future mit demselben Fälligkeitsmonat, der an verschiedenen Terminbörsen (an der New York Commodities Exchange und am CBOT) gehandelt wird. Dieser Spread stellt eine klassische Form des Arbitragehandels dar. Sind die Kurse zwei identischer Kontrakte im Ungleichgewicht, kann diese Kursdifferenz für einen fast risikolosen Gewinn genutzt werden.

Diese Gewinnchancen bieten sich normalerweise nur für kurze Zeit, denn Arbitrageure suchen nach solchen Gelegenheiten und handeln entsprechend schnell.

„bull“- und „bear“-Spread

Bei den drei Spread-Arten lassen sich, sofern diese auf ungleichen Terminmonaten basieren, zwei verschiedene Typen von Spreads voneinander unterscheiden: „bull“-Spread und „bear“-Spread.

Der Kauf eines Spread wird als „bull“-Spread bezeichnet und ist kennzeichnend für den gleichzeitigen Kauf eines Terminkontraktes mit früherer Fälligkeit und dem Verkauf eines Terminkontraktes mit späterer Fälligkeit. Der Spread-Trader spekuliert damit auf im näher liegenden Fälligkeitsmonat stärker steigende bzw. weniger stark fallende Kurse als im späteren Fälligkeitsmonat.

Der Trader profitiert davon, wenn sich der Spread zwischen den beiden Fälligkeitsmonaten verringert. Damit erhält der Trader zwar die Chance auf Kursgewinne im Long-Bestandteil seines Spreads, gleichzeitig ist kaum mit einem unerwünschten Kursanstieg im späteren Fälligkeitsmonat, der den Short-Bestandteil des Spread bildet, zu rechnen.

Spread-Trader nutzen mit besonderer Vorliebe eine Marktsituation, in der die Futureskurse bereits sämtliche Finanzierungskosten („Costs-of-carry“) in ihrer vollen Höhe widerspiegeln. Abgesehen von einem deutlichen Anstieg dieser Costs-of-carry, ist das Verlustrisiko eines Spread-Traders hier minimal, weil ein deutlicher Anstieg zur Folge hätte, dass zahlreiche Arbitrageure sehr schnell Futures im späteren Fälligkeitsmonat verkaufen würden, was wieder zu einem Kursrückgang des Futureskurses führen würde. Daher wird diese Art von Spread auch als „limited risk spread“ bezeichnet.

Um sich einen allgemeinen Eindruck von den möglichen Kursentwicklungen in den zu handelnden Märkten zu verschaffen, bietet sich als Ausgangspunkt immer eine vergleichende Analyse historischer Kursverläufe anhand geeigneter Charts an. Davon kann insbesondere abhängen, ob ein Markt unter Timing-Gesichtspunkten für das Spread-Trading derzeit überhaupt geeignet ist und welche Art von Spread der sinnvollste ist.

Die Vorgehensweise bei der Beurteilung der zur Auswahl stehenden Spreads erfolgt nach der folgenden Berechnung:

Spread = früher Fälligkeitsmonat – später Fälligkeitsmonat

Im Anschluss daran werden die untersuchten Spreads zur Vergleichbarkeit auf einen Monat normiert (Teilung des absoluten Spread durch die Anzahl der Monate zwischen Long- und Short-Position).

Der Dezember08/Juni09 CBOT-Dow Jones-“bull“-Spread wäre beispielsweise durch 6 zu teilen, da zwischen Juni und Dezember des Jahres insgesamt sechs Monate liegen. Um danach Aussagen über die Vorteilhaftigkeit in Hinblick auf eine konkrete Anlageentscheidung treffen zu können, werden die berechneten relativen Spreads der Größe nach geordnet. Am Ende bekommt jener „bull“-Spread den Vorzug, welcher den niedrigsten Wert für den Preis-Spread pro Monat aufweist.

Hier sehen Sie die Kurse der Fälligkeitsmonate für den Dow Jones-Future

Die möglichen Spreads werden hier untersucht, dabei wird der Spread aus dem früheren Fälligkeitsmonat minus dem späteren Fälligkeitsmonat errechnet. Die Berechnung des vorteilhaftesten „bull“-Spread erfolgt danach wie folgt:

Sep./Dez.: (11.227 – 11.220) 7/3 = 2,30

Sep./März: (11.227 – 11.232) – 5/6 = – 0,83

Sep./Juni: (11.227 – 11.237) – 10/9 = – 1,11

Dez./März: (11.220 – 11.232) – 12/3 = – 4,00

Dez./Juni: (11.220 – 11.237) – 17/6 = – 2,83

Das Ergebnis wird danach durch die jeweilige Anzahl der Monate geteilt. Der vorteilhafteste „bull“-Spread ergibt sich dann aus dem niedrigsten Wert. Unter normalen Marktbedingungen würden Sie sich nach dieser Rechnung für einen Kauf des September/ März-Spread entscheiden, D. h., Sie gehen long in September-Futures und gleichzeitig short in März-Futures.

Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel, wie sich ein bull-Spread bei fallenden Kursen am Terminmarkt entwickeln kann.

Sie rechnen mit einem deutlichen Kursrückgang auf dem amerikanischen Aktienmarkt. Sie möchten wissen, wie sich dieses Szenario auf Ihren bestehenden bull-Spread im Dow Jones-Future auswirkt, denn bei einem Kursrückgang sinken die Kurse beider Futures.

Der Dow Jones ist ein Preisindex, aber die Erträge in Form von z.B. Dividenden sind in diesem Beispiel geringer als die Finanzierungskosten für das Halten eines hypothetischen Aktienportfolios, so dass der Kurs des Futures über dem Kurs des Index liegt.

Da der Wert des hypothetischen Aktienportfolios bei einem Kursrückgang in diesem Fall sinkt, vermindert dies die Costs-of-carry, und damit ändert sich auch die Differenz der Costs-of-carry zwischen den Futureskursen. Ihr verkaufter und „teurerer“ Dezember-Kontrakt würde in absoluten Zahlen mehr an Wert verlieren als der gekaufte und „billigere“ September-Kontrakt.

Sie sind in Erwartung fallender Kurse am 8. Juli folgende Positionen eingegangen:

Long 10 Dow Jones-Futures September 11.342

gleichzeitig

Short 10 Dow Jones-Futures Dezember 11.396

Spread = – 54 Punkte

Am 15. Juli ist der von Ihnen erwartete Kursrückgang eingetreten. Der Dow Jones-Future ist deutlich gefallen, und Sie entschließen sich daraufhin, Ihre Spread-Position zu schließen.

Sie verkaufen Ihre 10 September-Futures-Kontrakte bei 11.086 Punkten und kaufen Ihre 10 Dezember-Futures-Kontrakte bei 11.134 Punkten zurück. Der Spread zu diesem Zeitpunkt liegt bei – 48 Punkten.

Short 10 Dow Jones-Futures September 11.086

gleichzeitig

Long 10 Dow Jones-Futures Dezember 11.134

Spread = – 48 Punkte

Sie erzielen folgendes Ergebnis

Handel mit Spreads: September Ergebnis

Das Gesamtergebnis sieht folgendermaßen aus

Handel mit Spreads: September Ergebnis

Bei der Eröffnung eines Spread ist es nicht unbedingt erforderlich, die Einzelpositionen zeitgleich aufzubauen. Sofern kein sofortiges Handeln notwendig ist, ist es sinnvoll, die aktuellen Futureskurse einer eingehenden Analyse zu unterziehen. Wenn einem das Verhältnis der Futureskurse zueinander aussichtsreich erscheint, werden Spreads aufgebaut.

„bear“-Spread: Verkauf eines Spreads

Der Verkauf eines Spread wird als „bear“-Spread bezeichnet und ist dadurch charakterisiert, dass ein zeitlich näher liegender Terminkontrakt verkauft und gleichzeitig ein zeitlich entfernterer Terminkontrakt gekauft wird. Der Spread-Trader spekuliert damit auf im näher liegenden Fälligkeitsmonat stärker fallende bzw. weniger stark steigende Kurse als im entfernteren Fälligkeitsmonat.

Der Trader profitiert bei dieser Strategie, wenn sich der Spread zwischen diesen beiden Fälligkeitsmonaten ausweitet. Dabei trägt der Inhaber eines „bear“-Spread im Allgemeinen ein deutlich höheres Risiko als der Halter eines „bull“-Spread. Der Grund dafür ist das prinzipiell unbeschränkte Verlustrisiko bei leerverkauften Futures-Kontrakten.

Die Gewinnchance für den Halter eines „bear“-Spread wird begrenzt durch das Erreichen einer Marktsituation, in der die Futureskurse sämtliche Finanzierungskosten in ihrer vollen Höhe widerspiegeln. Demgegenüber besteht keine Begrenzung im Hinblick auf steigende Kurse beim Basiswert.

Wenn der Basiswert ein Performance-Index ist, erhöht sich bei einem Kursanstieg der Abstand zwischen dem Basiswert und dem Kurs der Futures bei beiden Kontrakten proportional gleich, in absoluten Zahlen vergrößert sich der Spread.

Der Gewinn aus der Long-Position wäre höher als der Verlust aus der Short-Position, weil der Anstieg beim entfernteren Fälligkeitsmonat in absoluten Zahlen höher ausfällt. Damit ergeben sich durch den Verkauf eines Spread entsprechende Gewinnchancen. Bei fallenden Kursen wäre genau das Gegenteil zu erwarten.

Beurteilung und Vergleichbarkeit

Generell ist es immer ratsam, einen „bear“-Spread mit äußerster Sorgfalt und viel Fingerspitzengefühl einzusetzen. Die Vorgehensweise bei der Beurteilung der zur Auswahl stehenden Spreads erfolgt nach der folgenden Berechnung:

Spread = früher Fälligkeitsmonat – später Fälligkeitsmonat

Im Anschluss werden die untersuchten Spreads zur Vergleichbarkeit auf einen Monat normiert, D. h., der absolute Spread wird durch die Anzahl der Monate zwischen Short- und Long-Position geteilt.

Danach werden die berechneten relativen Spreads der Größe nach geordnet, und jener „bear“-Spread erhält den Vorzug vor allen anderen Spreads, welcher den höchsten Wert für den Preis-Spread pro Monat aufweist.

Kurse der Fälligkeitsmonate für den Dax-Future an der Terminbörse Eurex

Handel mit Spreads: September Ergebnis

Die möglichen Spreads werden untersucht. Dabei wird der Spread aus dem früheren

Fälligkeitsmonat minus dem späteren Fälligkeitsmonat errechnet.

Beispiel: Die Berechnung des vorteilhaftesten „bear“-Spread erfolgt nach dieser Rechnung, dabei wird der gekaufte Fälligkeitsmonat zuerst angezeigt.

Dez./Sep.: (6.203,50 – 6.268,50) – 65/3 = – 21,66

März./Sep.: (6.203,50 – 6.341,00) – 137/6 = – 22,91

März./Dez.: (6.268,50 – 6.341,00) – 72,5/3 = – 24,16

Das Ergebnis wird durch die jeweilige Anzahl der Monate geteilt. Der vorteilhafteste „bear“-Spread ergibt sich aus dem höchsten Wert. Sie würden sich nach dieser Rechnung für einen Verkauf des März/Dezember-Spread entscheiden, d. h., Sie gehen long in März-Futures und gleichzeitig short in Dezember-Futures.

Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel, wie sich ein Bear-Spread bei steigenden Kursen am Terminmarkt entwickeln kann. Sie analysieren im Juli den Dax-Future und stellen nach Ihren Berechnungen eine Überbewertung des September-Futures gegenüber dem Dezember-Future fest. Daraufhin gehen Sie folgende Positionen ein, weil Sie erwarten, dass sich die Überbewertung zwischen den beiden Futures bei einem Kursanstieg erhöhen wird.

Da der Dax ein Performance-Index ist, wird der Abstand vom Index zum Kurs des Futures von den Finanzierungskosten bestimmt. Erträge wie Dividenden werden in den Index bereits eingerechnet und nicht von den Finanzierungskosten abgezogen, damit notiert der Kurs des Futures über dem Kurs des Index.

Short 5 DAX-Futures September 6.342,00

gleichzeitig

Long 5 DAX-Futures Dezember 6.406,50

Spread = – 64,50 Punkte

Bis zum 21. Juli steigt der Dax über 2 Prozent, und Sie entschließen sich, Ihre Spread-Position zu schließen. Sie kaufen 5 September-Kontrakte zu einem Kurs von 6.483 Punkten zurück und verkaufen gleichzeitig Ihre 5 Dezember-Kontrakte zu einem Kurs von 6.550,50 Punkten.

Long 5 DAX-Futures September 6.483,00

gleichzeitig

Short 5 DAX-Futures Dezember 6.550,50

Spread = – 67,50 Punkte

Der Spread hat sich in dieser Zeit vergrößert auf – 67,5 Punkte, Sie sehen den Kursverlauf in der Grafik.

Handel mit Spreads: Dax-Future

Sie erzielen folgendes Ergebnis

Handel mit Spreads: September Ergebnis Verkauf

Handel mit Spreads: Dezember Ergebnis Verkauf

Gesamtergebnis

Handel mit Spreads: Dezember Ergebnis Verkauf

Auch wenn Ihre Markterwartungen nicht exakt eintreffen, wird der Verlust aus einem Kontrakt immer durch den Gewinn aus dem anderen Kontrakt reduziert. Daher werden von den Terminbörsen für das Eingehen von Spread-Positionen geringere Sicherheitsleistungen, die Futures-Spread-Margin, gefordert.

Bei dieser Vorgehensweise ist ein hohes Maß an Professionalität unerlässlich, und angesichts des damit verbundenen größeren Risikos ist diese Strategie nur erfahrenen Spread-Tradern zu empfehlen.

Fazit: Handel mit Spreads

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Handel mit Spreads eine konservative Trading-Strategie ist, da der Inhaber einer Spread-Position das Kursänderungsrisiko gegen das Risiko einer Änderung in dem Kursverhältnis zwischen zusammenhängenden Futures tauscht. Dieses Risiko ist erfahrungsgemäß geringer, denn Kursentwicklungen in verwandten Futures-Märkten, die zusammenwirken, werden ähnlich verlaufen.

Messbar ist dieser Sachverhalt in einer geringeren Volatilität bei Wertänderungen der Position. Daher liegt die Margin für die bekannten Arten von Spreads deutlich unterhalb der herkömmlichen „Maintenance Margin“, die von der Terminbörse für spekulative Positionen verlangt wird. Allerdings ist das mit Spreads verbundene Verlustrisiko, bedingt durch den Hebeleffekt aus dem geringen Margin-Erfordernis, mit den Risiken bei einzelnen Futures-Positionen.

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Über den Autor Kay Menzer

Kay Menzer ist bereits seit 1996 aktiver Aktieninvestor. In den Eurex und US-Futurehandel stieg er im Jahr 2003 ein.

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