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Dax 30: DAX Analyse: Die Bullen schlafen immer noch

Die Wall Street macht aktuell vor, wie eine Kurserholung idealerweise ablaufen kann: Nämlich steil und dynamisch.

Beim Dow kam es gestern zur von mir angekündigten Überwindung des letzten wichtigen Widerstandes bei 25.500 Punkten nach oben (Schlusskurs 25.700 Punkte). Beim Nasdaq 100 sehen wir aktuell die drittstärkste Erholung der Börsengeschichte.

Wall Street liefert Steilvorlage für die Bullen

Auch die anderen US-Indizes haben bereits mehr als zwei Drittel ihrer vorangegangenen Kursverluste wieder aufgeholt. Und damit jenes Fibonacchi-Widerstandsniveau überwunden, welches Kurserholungen üblicherweise stoppt. Ein direkter Durchmarsch auf neue Allzeithochs wird in den USA damit immer wahrscheinlicher. Und unser DAX?

Pennt lustlos auf der Couch rum! Der faule Sack bekommt den Hintern nicht hoch. Zu lange gefeiert? Dabei hat der Wecker (MACD-Kaufsignal) längst geklingelt.

Hat er wohl überhört, der feine Herr DAX. Macht immer nur das Nötigste. Schwimmt nur ein bisschen mit der Wall Street mit, um den schönen Schein zu wahren. Wenn keiner hinsieht, macht er ganz schnell wieder blau. Nein, so wird das nichts. Wo ist der Ehrgeiz geblieben?

…die Steilvorlage wird standhaft vom DAX ignoriert

Wenn das so weitergeht, sieht sich der DAX bald die Radieschen (200-Tage-Linie) von unten an, während die Wall Street bereits neue Allzeithochs feiert. Spinnen wir die Sache weiter: Dann setzt die Wall Street zurück – und der DAX kippt völlig aus den Latschen.

Unterhalb einer fallenden 200-Tage-Linie ist nominal Bärenmarkt. Da kann alles passieren. Selbstverständlich auch ein Kursrutsch in den mittleren 11.000er Bereich, den ich bekanntlich schon lange auf der Rechnung habe.

DAX Analyse: Die Bullen schlafen immer noch

Aktienaufschwung

DAX: Kurzer Schreck nach US-Inflationsdaten, dann RallyDie neuen US-Inflationsdaten reichten gestern nur für eine Schrecksekunde beim DAX aus. Es folgte umgehend eine Trendwende. Was war los? › mehr lesen

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Immerhin: Der deutsche Aktienmarkt hat Besseres zu bieten als den DAX

Es bleibt dabei: Wall Street hui, DAX pfui. Ob das nur eine Laune ist oder ob es an den Aussichten auf weitere 4 Jahre Merkel mit Sozi-Sauce liegt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Am Euro kann es diesmal nicht liegen. Der verschnauft seit mehreren Wochen seitwärts. Fakt ist: Der DAX gewinnt so keinen Blumentopf.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

 

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Über den Autor
170407 Invest Voigt 72 04
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen. Seit Februar 2009 obliegt ihm die Chefredaktion für den überaus erfolgreichen Börsenbrief DAX Profits.

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