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Zink-Jahresausblick 2017

Nur wenig hat sich im vergangenen Jahr 2016 stärker entwickelt als der Zinkpreis, der um über 74% zulegte. Wird der Zinkpreis sich auch in 2017 ebenso stark entwickeln?

Lesen Sie meine aktuelle Prognose für die Zinkpreisentwicklung in 2017.

Zinkpreis – grandiose Entwicklung in 2016

1RSD20.02.Quelle: infomine.com

Um über 74% legte der Zinkpreis in 2016 zu.

Zink: ein Marktdefizit nach dem anderen

Der Grund für die starke Zinkpreisentwicklung in 2016 ist das anhaltende Marktdefizit.

Die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) weist für 2016 ein Defizit in Höhe von 286.000 Tonnen Zink aus. Grund dafür sind vor allem die preisbedingten Kürzungen in der Produktion.

Einen besonders deutlichen Rückgang der Minenproduktion verzeichnete dabei Australien, nach der Schließung der Century Mine Ende 2015. Dort sank das Primärangebot um 43,1%.

Auch die Schließung einiger Glencore-Minen, sowie der Lisheen-Mine in Irland und einiger Minen in Indien und Peru trugen zu einer insgesamt schwachen Produktion in 2016 bei. Vor allem im Hinblick auf die steigende Nachfrage.

Zinklagerbestände sinken von Jahr zu Jahr

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist der beständige Rückgang der weltweiten Zinklagerbestände.

Diese sind in 2016 um weitere 82.000 Tonnen gesunken und sind damit seit 2011 um über 37% zurückgekommen. Die Bestände an der LME sind allein seit dem Hoch in 2013 um über 66% massiv gesunken.

LME-Zinklagerbestandsentwicklung seit 2012

2RSD20.02Quelle: kitcometals.com

Zink-Ausblick 2017

Die ILZSG erwartet auch für 2017, dass das Angebot hinter der Nachfrage zurückbleiben wird. Für 2017 wird ein Defizit von 248.000 Tonnen erwartet.

Damit wäre 2017 das vierte Angebotsdefizit in den letzten fünf Jahren.

Zwar soll sich die Produktion in diesem Jahr laut ILZSG von den preisbedingten Kürzungen in 2016 erholen (+2,9%). Doch die Nachfrage soll ebenfalls deutlich um 2,1% zulegen.

Ein weiteres Defizitjahr rechtfertigt auch in 2017 höhere Zinkpreise.

Sollten zusätzlich die von Trump angekündigten Infrastrukturprojekte, sowie weitere chinesische Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden, dürfte die Zinknachfrage noch stärker wachsen.

Diese trifft dann aber auf jetzt schon massiv niedrige weltweite Lagerbestände, was erneut zu Verknappungen am Markt führen dürfte.

Entsprechend würde dies dann auch die Zinkpreise in 2017 noch zusätzlich antreiben.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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