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Grundlagen für Anleger: Die Zink-Gewinnung und -Verwendung

Zink ist ein bedeutendes Metall und auch bei Anlegern immer beliebter. Doch auch wenn man nur in den Rohstoff investieren möchte, sind Grundlagen-Kenntnisse wichtig. Wie funktioniert die Gewinnung von Zink und wofür wird das Metall verwendet?

Die Zinkgewinnung

Man unterscheidet zwei bedeutende Zink-Erze: Erstens die Zinkblende, eine Schwefel-Zink-Verbindung mit einem Zinkanteil von 65 %

Sphaleritstufe (die sogenannte Zinkblende):

Zinkblende

Quelle: Rob Lavinsky, iRocks.com – CC-BY-SA-3.0

Zweitens: Der Zinkspat, auch Galmei genannt mit einem Zinkanteil von 50 %.

Smithsonit (der sogenannte Zinkspat):

Smithsonit

Quelle: USGS

Daneben gibt es noch weitere, allerdings seltenere Zink-Mineralien.

Zur Gewinnung: Zunächst werden die Zinkerze zu Zinkoxid aufgearbeitet. Hierbei wird die die Zinkblende geröstet, die Galmei im Schachtofen gebrannt. Nun wird das Zinkoxid gesintert, das heißt es wird in einem Schmelzofen mit Kohle vermischt und bei einer Temperatur von 1400 Grad Celsius reduziert.

Dabei verdampft das Zink. Das entstehende Kondensat ist nun zu 98 % igem Hütten- oder Rohzink geworden und kann in Formen gegossen werden.

Das sind die großen Fördernationen

Der größte Zinkförderer weltweit ist China, gefolgt von Peru, Australien, Kanada, den USA und Mexiko.

In China, Australien und Kanada finden sich vor allem große Zinkblenden-Lagerstätten. Zinkspat-Lagerstätten finden sich ebenfalls in Australien und den USA, sowie in Namibia. Aber auch in Deutschland, vor allem in dolomitischen und kalkigen Gesteinen.

Die Verwendung

Jährlich werden weltweit mehr als 12 Millionen Tonnen Zink gewonnen. Ungefähr die Hälfte der weltweiten Gesamtmenge an Zink wird in der Stahlproduktion als Korrosionsschutz eingesetzt.

Etwa 17 % der weltweiten Zinkproduktion wird als Legierung, beispielsweise im Zinkdruckguss genutzt. Der Zinkdruckguss erlaubt die schnelle Fertigung sehr großer Stückzahlen der unterschiedlichsten Produkte, da die Gussteile kostengünstig sind, eine hohe mechanische Belastbarkeit aufweisen, sich für unterschiedliche Oberflächenbehandlungen eignen, und eine hohe Maßhaltigkeit haben. Solche Gussteile werden in der KFZ Industrie, im Maschinenbau, Elektrotechnik, Feingerätetechnik als Gebrauchsgegenstände und sogar als Spielzeuge eingesetzt.

Weitere circa 17 % werden in der Messing- und Bronze-Produktion verwendet.

Zink wird aber auch als Korrosionsschutz für Eisen, sowie als Titanzinkblech als Werkstoff für Dächer, Fassaden und die Dachentwässerung genutzt. Ebenfalls findet Zink in nicht wiederaufladbaren Batterien, als eines der wichtigsten Materialien für Anoden (negative Elektroden) ein großes Verwendungsgebiet.

In der Medizin findet Zink als analysenreines Zinkpulver Anwendung als Urtitersubstanz (also zur Bestimmung des Gehalts einer Normallösung).

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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