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Gold in 2018: starke physische Nachfrage

Der Goldpreis hat sich im vergangenen Jahr 2017 gut entwickelt. Kann Gold seine starke Performance auch in 2018 weiter fortsetzen? Ja, dafür gibt es 4 gute Gründe.

Gold in 2018: ein weiteres Jahr im Aufwärtstrend

Das sind die Gründe:

  1. Die physische Nachfrage bleibt stark

Schon im vergangenen Jahr 2017 haben beispielsweise die Deutschen viel Gold gekauft. Wie die Deutsche Börse berichtet, sind die Goldbestände, welche die Börse für die Anteile des Xetra-Gold-ETCs mit physischem Gold hinterlegt auf Jahressicht um fast 50% auf 175 Tonnen gestiegen.

Vor allem institutionelle Investoren haben laut Aussagen der Deutschen Börse stark nachgefragt. Doch mittlerweile steigt auch das Interesse seitens der Privatanleger und Vermögensverwalter.

RSD25.01.18

Deutschlands Nachfrage nach Barren und Münzen steigt wieder

Hier ist noch Luft nach oben: die Nachfrage nach Münzen und Barren ist in 2017 in Deutschland wieder gestiegen. Doch von Extremwerten sind auch die Deutschen noch fern. Das spricht für eine gesunde und stabile Aufwärtsentwicklung der Goldnachfrage. Quelle: World Gold Council

Für 2018 ist auch aufgrund der negativen Realzinsen weiterhin mit einer starken Goldnachfrage aus Deutschland zu rechnen.

Indien und China legen weiter zu

Ebenfalls stark entwickelt hat sich im vergangenen Jahr die Goldnachfrage in Indien. Dort sind laut Angaben von Thomson Reuters GFMS 2017 die Goldimporte im Vergleich zum Vorjahr um 67% auf 855 Tonnen gestiegen. Die Schmuckhändler hatten deutlich nachgefragt. Außerdem gab es eine gute Monsunsaison in Indien, Dies trug zu einer hohen Goldnachfrage der ländlichen Bevölkerung bei. Dies trotz aller Regulierungen seitens der indischen Regierung den Goldmarkt betreffend. Das lässt somit auf eine ebenso starke Nachfrage in 2018 schließen.

Auch die Nachfrage in China dürfte weiter steigen. Hier ist vor allem die steigende Nachfrage nach Münzen und Barren zu nennen. Viele Chinesen sind besorgt und haben Angst vor einem Kaufkraftverlust durch Währungsabwertung und Inflation. Zudem geht Peking stark gegen die Überhitzungstendenzen am Immobilienmarkt vor, was zu einer Umschichtung der Investitionen und einer höheren Nachfrage nach Gold als sichere Anlage bei den Privaten sorgt. Höchstwahrscheinlich geht auch der extreme Höhenflug der Kryptowährung Bitcoin in diesem Jahr vornehmlich auf chinesische Private zurück. Dies spricht dafür, dass auch von dieser Seite Umschichtungen in diesem Jahr vorgenommen werden könnten, sobald der Bitcoin-Hype weiter abebbt.

In den USA dürfte es immanent darauf ankommen wie sich die Realzinsen entwickeln. Diese liegen derzeit nur knapp über Null. Es ist auch in 2018 kein deutlicher Anstieg der Realzinsen zu erwarten bei steigender Inflation. Dies dürfte die Nachfrage nach Gold in den USA zumindest nach unten abstützen.

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Überraschungskandidat Russland

In Russland könnte es in diesem Jahr zu einem sprunghaften Anstieg der Goldnachfrage kommen, wenn Russland die Mehrwertsteuer auf Gold abschafft. Derzeit wird dies im russischen Parlament verhandelt. Russland hat mit 18% die höchste Mehrwertsteuer auf Gold weltweit.

Alles in allem rechne ich daher in 2018 mit einer steigenden physischen Goldnachfrage, was den Preis entsprechend unterstützen sollte.

  1. Politische Unsicherheiten bleiben

Ob Donald Trump in den USA, die Neubesetzung der Fed, der Nordkorea-Konflikt, die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten, der Konflikt zwischen dem Westen und Russland oder die Krise in Venezuela, die Welt bleibt im Krisenmodus und das unterstützt traditionell die Nachfrage nach Gold als Sicherem Hafen.

Einer der wichtigsten Unsicherheitsfaktoren in diesem Jahr dürfte aber der anstehende Brexit sein – ein Faktor der vor allem in Europa für eine weiterhin hohe Goldnachfrage sorgen dürfte.

 

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Über den Autor
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Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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