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Emerging Markets: Eine langfristige Investmentchance für Sie

Ein Anleger mit frischem Geld, das er investieren möchte, sollte immer mal wieder eine Pause machen und sich die wichtige Frage stellen: „Welche Assetklasse kann ich momentan kaufen, die ohne Zweifel billig ist?“

Denn alle Assetklassen bewegen sich in Zyklen.

Unglücklicherweise kümmern sich viele Anleger nicht um Investments, die gerade außer Mode sind. Viel mehr gehen sie davon aus, dass alles, was gerade preislich im Keller ist, dort auch bleibt. Und manchmal ist das tatsächlich so. Aber niemals für immer.

So wie jeder Hund irgendwann seinen Tag hat, hat auch jede Assetklasse ihren Bullenmarkt. Wenn Sie also eine derartige Assetklasse finden, die zweifelsfrei günstig ist, dann müssen Sie nur noch kaufen… und sich etwas gedulden.

Kommen wir daher direkt zum Punkt: Was gibt es heute günstiges zu kaufen? Es sind die Emerging Markets.

Es ist sicherlich hart zu glauben, aber Sie können heute die meisten Emerging Markets Aktien zu günstigeren Bewertungen kaufen als 2008-2009 in der Finanzkrise. Wenn Sie sich also ärgern, dass Sie damals zu wenig oder überhaupt keine Aktien aus diesem Segment gekauft haben, hier ist Ihre Chance auf Wiedergutmachung.

Selbst nach dem kürzlich erfolgten Abverkauf handeln die US-Aktien immer noch zum 17fachen ihrer laufenden Gewinne. Der durchschnittliche Emerging Markets Aktienmarkt handelt jedoch im Schnitt beim Faktor von 10.

Mit anderen Worten, US-Aktien sind 70% teuerer als Emerging Markets Aktien. Dennoch zeigen die Zahlen aus dem Bereich der Emerging Markets Investmentfonds, dass die amerikanischen Anleger gerade diese Aktien en masse abladen und gerade nicht kaufen. Sie machen den klassischen Fehler, das zu verkaufen, was billig zu haben ist, und das haben zu wollen, was momentan überteuert ist.

Warum verkaufen sie? Ein Grund dafür ist, dass die Emerging Markets in letzter Zeit schlecht gelaufen sind. Der iShares MSCI Emerging Markets ETF (NYSE: EEM) weist rote Zahlen auf, über die Perioden von einem, zwei und von fünf Jahren. Auch im Jahresvergleich mit letztem Jahr ist das Minus mit 13% durchaus bemerkbar. Doch jetzt, wo derartige Papiere atemberaubend günstig sind, haben die Anleger genug (klingt das vertraut?).

Warum Emerging Market Aktien gefallen sind…

Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, dass diese Märkte Rohstoff orientiert sind. Da die Preise für Rohstoffe gefallen sind, trübte sich natürlich auch die wirtschaftliche Perspektive für diese Länder ein.

Die Verlangsamung in China ist ein weiterer Faktor. Als die große Werkbank der Welt ist das Land natürlich ein großer Käufer der Exporte aus den Emerging Markets. Wenn China also nießen muss, können diese Länder die Grippe bekommen.

Verstehen Sie jedoch, dass diese Faktoren bereits voll in die Emerging Markets eingepreist sind. Niemand wird morgen die Emerging Markets verkaufen, da sich das Wachstum in China weiter verlangsamt.

Und darüber hinaus gibt es auch Gründe für Optimismus. Weite Teile der größeren Wirtschaften der Emerging Markets – besonders Brasilien und Indien – verlassen sich jetzt zunehmend auf Kunden vor Ort anstatt alleine auf Exporte, um Wachstum zu erzeugen.

Andere Emerging Markets profitieren sogar von den stark gefallenen Rohstofpreisen. Die Hersteller in Südkorea und Taiwan beispielsweise importieren eine Menge an Rohstoffen.

Auch sind die Emerging Markets heutzutage in vielerlei Hinsicht sicherer geworden. Die Banken dort sind weitaus besser kapitalisiert als sie es noch in den 1990ern waren. Die meisten Emerging Market Wirtschaftschaften haben inzwischen freie (und nicht feste) Wechselkurse. Und mehr ihrer Schulden ist in der örtlichen Währung. Damit schützen sich die Länder besser vor einem starken US-Dollar.

Die Emerging Markets bieten dabei einem Anleger drei große Vorteile:

  • Demografische Aspekte: Die Emerging Markets umfassen drei Viertel der Landmasse der Welt und nahezu 85% aller Menschen. China und Indien alleine stellen dabei nahezu ein Drittel der Weltbevölkerung.
  • Stärkere Wachstumsraten: Wenn Sie ein Geschäftsmann wären, wo würden Sie lieber operieren? In einer Wirtschaft, die 2% pro Jahr wächst oder in einer, die drei Mal so schnell expandiert?
  • Diversifikation: Emerging Markets bewegen sich nicht im Gleichschritt mit den entwickelten Märkten. Wenn diese in eine Richtung gehen, gehen die Emerging Markets oftmals in die andere. Das bedeutet, dass Ihr Portfolio mit weniger Volatilität bessere Ergebnisse erzielen kann, was ja der Zweck von Diversifikation ist.

Wir hier in den USA empfehlen unseren amerikanischen Kunden, 10% ihres Portfolios in Emerging Markets Aktien zu halten. Dennoch besitzen die meisten wenig bis gar nichts aus dieser Kategorie.

Angesichts der momentan günstigen Bewertungen wäre jetzt eine gute Chance, das in Ordnung zu bringen.

Weiterhin gutes Investieren wünscht Ihnen

Alexander Green

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Über den Autor Investor Verlag

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