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Inflation: Die neue Bedrohung für Ihr Vermögen?

Die Zeiten, in denen die Europäische Zentralbank trotz heißlaufender Druckerpressen und jeder Menge Schrottanleihen in den eigenen Bilanzen von einem stabilen Geldwert fabulieren konnte, sind vorbei. Die Inflation zieht nämlich inzwischen deutlich an.

Obwohl sich die eigentliche Trendwende bereits im vergangenen Sommer ereignet hat, hat der Markt diese Entwicklung bisher nur unzureichend zur Kenntnis genommen. Was Raum für Überraschungen bietet.

Inflation in Deutschland bereits bei 1,7%

Ende 2016 wurde die Erstschätzung der Inflationsrate in Deutschland veröffentlicht. Sie lag für den Monat Dezember bei lange nicht mehr gesehenen 1,7%. Und damit bereits ziemlich nahe am Inflationsziel der EZB von 2%. In vielen anderen Euroländern liegt sie noch etwas niedriger. Aber das wird sich bald ändern.

Die EZB will eine Inflation „nahe, aber unter 2 %“ erreichen. Doch gerade erst hat sie die Verlängerung ihrer Anleihenkäufe beschlossen, was inflationsbegünstigend wirkt.

Sie setzt der eh schon steigenden Inflation also nicht nur nichts entgegen, sondern sie befeuert diese noch. Es wird also nur eine Frage er Zeit sein, bis sich die Rate in der gesamten Eurozone deutlich über die Marke von 2 Prozent bewegen wird.

Inflation wird weiter steigen, die EZB schaut nur zu

Allein die zuletzt gestiegenen Rohstoffpreise dürften dafür sorgen, dass die Inflationsrate sich zwischen 1 und 1,5% bewegen wird. Hinzu kommen aber noch die zuletzt deutlich höheren Lohnabschlüsse der Gewerkschaften.

In Deutschland dürfte wir bereits im 1. Quartal 2017 eine Inflation bei ca. 2,5 % und damit deutlich über dem EZB-Ziel sehen. Was wird die EZB dann unternehmen?

Ich fürchte, nichts außer schönreden. Sie wird den Preisanstieg als „vorübergehend“ einstufen, ihre lockere Geldpolitik fortsetzen und hoffen, dass die Inflation eines Tages ganz von allein verschwinden wird. Um nur ja keinen Zinsanstieg wie in den USA zu riskieren, der die hochverschuldeten Krisenstaaten und -banken der Eurozone ins Chaos stürzen könnte.

Hohe Vermögensverluste für Sparer zu erwarten

Den Schaden haben die Sparer. Waren die Nullzinsen in Zeiten einer Inflation ebenfalls um die Nulllinie (was Realzinsen um den Nullpunkt bedeutet) gerade noch erträglich, so dürfte es ab diesem Jahr schmerzhafte Vermögensverluste hageln.

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Eine Inflationsrate von 2,5 % und Bankzinsen bei 0,25 % bedeuten einen jährlichen Vermögensverlust von 2,25%. Das klingt nicht so viel. Doch nach fünf Jahren sind das bereits zweistellige Prozentverluste.

Gibt es nicht doch eine Chance, dass die Inflation einfach so wieder verschwindet? Nein. Die Inflation in Deutschland läuft im Großen und Ganze parallel zur US-Inflation. Die US-Inflation hat eine langfristige Trendwende nach oben vollzogen (ebenso wie die Zinsen dort).

Die steigenden Einkaufsmanagerindizes lasen nicht erwarten, dass die Inflation auf absehbare Zeit (mind. 6 Monate) wieder nachlässt. Einzig eine Relativierung des Inflationsanstiegs im Laufe des Jahres ist möglich, wenn sich der jetzt noch kräftige Basiseffekt abschwächen wird.

Doch zuvor wird die US-Inflationsrate voraussichtlich noch in den langfristigen Widerstandbereich um 3% ansteigen. Die deutsche ebenfalls. Die Börsen, Edelmetall- und Rohstoffmärkte werden diese Entwicklung vorwegnehmen.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor
170407 Invest Voigt 72 04
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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