MenüMenü

EUR/USD: Trotz Erholung droht jetzt die Parität

Das wichtigste Marktereignis des heutigen Tages dürfte die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) sein. Hier wird allgemein eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik im gegenwärtigen Umfang erwartet.

Dennoch könnte dieses Ereignis den Marktteilnehmern noch einmal vor Augen führen, dass die Geldpolitik von EZB (Euro) und FED (US-Dollar) bis auf weiteres diametral auseinanderläuft, was den Euro zunächst einmal weiter unter Druck bringen kann.

Wie lange hält die Euro-Erholung noch an?

Wir erinnern uns: Im Dezember brach EUR/USD unter die wichtige mehrjährige Unterstützung bei 1,05 durch – ein langfristiges Verkaufssignal erster Güte.

Da die Stimmung im Vorfeld aber ohnehin schon zu dollaroptimistisch war, wurde dieses Verkaufssignal nicht umgesetzt (ich wies im Vorfeld an dieser Stelle und in meinem Jahresausblick 2017 auf diese Möglichkeit hin).

Der Euro erholte sich stattdessen sogar bis auf den heutigen Stand bei knapp 1,07 und negierte das Verkaufssignal somit wieder. Jetzt wird es spannend.

Setzt die EZB den Euro wieder unter Druck?

Die heutige EZB-Sitzung könnte den Euro nun wieder unter Druck setzen, die 1,05er Marke erneut brechen lassen und doch noch die Parität bringen. An der Parität erwarte ich dann eine weitere große Richtungsentscheidung: 0,80 oder 1,20. Das wird sich dann relativ schnell klären.

EUR/USD Tageschart: Unter 1,05 droht die Parität

xeu (1)

Alternativ bleibt der „Schock“ heute aus und die Euro-Erholung setzt sich bis ca. 1,10 fort. Auch auf den DAX hat der Wechselkurs große Auswirkungen. Dieser steigt eher, wenn der Euro fällt.

Da sich der DAX aktuell trotz eher schwacher US-Leitbörse nochmals auf einen (vorerst letzten?) Angriff auf neue Jahreshochs vorbereitet, dürfte das Szenario eines nochmals schwächeren Euro bis hin zur Parität die höhere Wahrscheinlichkeit besitzen. Es bleibt spannend! Heute Nachmittag wissen wir mehr.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

© FID Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten
Über den Autor Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

Regelmäßig Analysen über Devisen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Anleger-Informationen von Henrik Voigt. Über 344.000 Leser können nicht irren.