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Die Deflation wird nicht für die Ewigkeit sein…

OUZILLY, Frankreich –

Stellen Sie sich einen armen Ökonomen ohne einen Sinn für Humor vor.

Wie muss er leiden!

Die vergangene Woche war von den Zentralbanken dominiert. Zwei große – die Bank of Japan (BoJ) und die Fed – gaben wichtige geldpolitische Ankündigungen bekannt.

Die Spekulanten platzierten ihre Wetten und setzten sich auf den Rand ihrer Stühle.

Mehr Hokuspokus

Und zumindest kündigte die BoJ noch mehr Hokuspokus an.

Sie versprach eine Kontrolle der Zinsstrukturkurve.

Die Zentralbank sagt, dass sie eine 0% Rendite für 10-jährige japanische Staatsanleihen anstreben würde.

Sie fügte hinzu, dass sie weiter japanische Aktien (in Form von Exchange Traded Funds) kaufen würde und für Banken ein negativer Einlagesatz von Minus 0,1 Prozent gelten würde.

Japans Aktienmarkt brach im Jahr 1989 zusammen. Von diesem Absturz konnten sich die glücklosen Japaner nie wirklich erholen. Seither müssen sie mit nur sehr schwachem Wachstum, Rezessionen und Deflation leben.

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert drehen sich die Zahnräder von Japan Inc. nun langsamer. Und es liegt sicherlich nicht daran, dass die Japaner nicht alles versuchen. Die Regierung verausgabte Hunderte von Billionen Yen in „Infrastruktur-Projekten“, um damit die japanische Wirtschaft und Konjunktur zu stützen.

Zeitweise betonierten die Japaner mehr Straßen, Brücken, Dämme und andere öffentliche Bauten als die gesamte USA.

Kritiker trugen vor, dass viel, zu viel Zement verwendet wurde. Flüsse auf dem Land wurden einbetoniert und hässliche Brücken ins Nichts gebaut. Es sei den Kritikern zufolge das größte Landschaftsverschandelungsprogramm der Geschichte gewesen.

Die japanischen Feds versuchten auch in der Geldpolitik alles.

ZIRP (Null-Zinspolitik) begann in Tokyo… Sie erfanden QE (quantitative Lockerung); es sollte mehr „Liquidität“ in das System und sowohl Aktien- wie auch Anleihenkurse sollten steigen.

Und doch funktionierte am Ende nichts.

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Von Tokyo nach Harare

Aber anstatt zuzugeben, dass die ganzen Manipulationen nicht gut getan haben, die weiße Fahne zu hissen und den Markt sein zu lassen, machen die Verantwortlichen in Japan einfach weiter. Es werden weitere geldpolitische Ankündigungen gemacht, noch mehr sture Interventionen vorgenommen und mehr und mehr wahrer Reichtum der Nation wird dadurch vergeudet.

Wie Soldaten der kaiserlichen japanischen Armee, die 1945 in aussichtsloser Lage ein Atoll verließen, kämpfen sie einen verlorenen Krieg weiter. Die japanische Regierung hat bereits jetzt die höchste Schuldenlast in der Welt. 230 Prozent des BIP.

Nun, da die älteren Japaner in den Ruhestand gehen und ihre japanischen Staatsanleihen verkaufen – anstatt sie zu kaufen – finanziert die Zentralbank das gesamte Staatsdefizit.

Und die BoJ kauft so viele Aktien und Anleihen, dass alle Gauner der Welt angelockt werden, neue Investment zu kreieren, um sie den naiven Zentralbankgenies Nippons anzudienen.

Die aktuelle Ankündigung zeigt uns, dass die Zentralbank noch mehr Staatsschulden aufkaufen will. Und zwar zusätzlich zu dem Haufen, der bereits in den Büchern steht. Und das ist eine gewaltige Menge – etwa ein Drittel aller ausstehenden japanischen Staatsschulden.

Dies ist exakt das, was Zimbabwe und Argentinien auch taten. Es ist DER klassische Weg, um eine Wirtschaft durch „Monetisierung“ der Schulden zu ruinieren.

Es läuft darauf hinaus, Regierungsausgaben letztlich mit frisch gedrucktem Geld zu bezahlen.

Schließlich führt das zusätzliche Geld zu Verbraucherpreisinflation. Unweigerlich.

 

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Über den Autor
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Bill Bonner

1978 gründete Bill Bonner das Unternehmen, welches heute als Agora Inc. bekannt ist. Was als kleiner Verlag begann, hat sich zu einem der größten und erfolgreichsten Verbraucher-Informationsverlage der Welt entwickelt.

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