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Zur Verkettung von Indizes

In diesem Beitrag geht es um die Fortsetzung der Reihe zu den Preisindizes. Nachdem wir uns bereits mit einigen der Qualitätsbereinigungsverfahren bei der Ermittlung der Veränderung in der Verbraucherpreisstatistik beschäftigt haben, möchte ich hier auf die Kettenpreis-Indizes zu sprechen kommen, sowie konkret im 2. Teil auf die Unterschiede zwischen dem als Kettenpreis-Index ermittelten HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) und dem nationalen VPI (Verbraucherpreisindex) in Deutschland.

Kettenpreisindizes

Kettenpreisindizes werden auch Chain Prices genannt. Zunächst einmal baut ein Kettenpreisindex auf der Indexermittlung durch einen unserer Grundindizes auf. Also auf dem Index nach Laspeyres oder Paasche. Es wird also entweder ermittelt, was die im Vorjahr gekauften Waren im aktuellen Jahr kosten (nach Laspeyres) oder was die im aktuellen Jahr gekauften Waren im Vorjahr gekostet haben (nach Paasche).

Der Knackpunkt ist allerdings, dass zur Berücksichtigung aktueller Konsumgewohnheiten der zugrunde liegende Warenkorb in jedem Berichtszeitraum ebenfalls aktualisiert wird. Es wird also in jedem Jahr ein anderer Warenkorb zugrunde gelegt, oder besser gesagt eine andere Gewichtung. Dadurch entsteht natürlich der Nachteil, dass die Ergebnisse so von Jahr zu Jahr nicht direkt vergleichbar sind. Aus diesem Grund wendet man hier eine Verkettung an, um eine langfristige Betrachtung im Vergleich zu ermöglichen.

 

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Über den Autor
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Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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