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Weizenpreis: eine hohe Volatilität liegt hinter uns

Das Jahr 2017 schloss der Weizenpreis knapp im Plus ab. Zwischenzeitlich waren aber Gewinne von über 37,5% drin. Wetterkapriolen und entsprechend veränderte Erntebedingungen in den USA sind verantwortlich für die hohe Volatilität im Weizenpreis in 2017.

Weizenpreisentwicklung in 2017

Quelle: stockcharts.com

Ein plus von 4,66% steht beim Weizenpreis in 2017 zu Buche. Lediglich zwischen Anfang Juni und Anfang Juli schoss der Weizenpreis aufgrund der Dürre in den nördlichen Anbaugebieten des Mittleren Westens der USA und der Sorge um die Entwicklung des dortigen Sommerweizens um 30% nach oben auf das höchste Level seit 2 Jahren bei 5,70 US-Dollar.

Danach sackte der Preis Ende Juli wieder unter die Marke von 5 US-Dollar je Scheffel.

US-Weizen-Produktion fällt, weltweit steigt die Produktion aber

Aufgrund der Dürre erwartet das US-Landwirtschaftsministerium USDA einen Produktionsrückgang von 15,5% im laufenden Erntejahr 2017/18 (welches im Mai endet) gegenüber dem Vorjahr.

Allerdings erwartet das USDA für die weltweite Produktion ein Rekordniveau von 758,2  Millionen Tonnen. Dieser Umstand wurde ab Mitte des vergangenen Jahres immer deutlicher: so stiegen die Prognosen für die weltweite Produktion, bzw. den erwarteten Angebotsüberschuss in 2017/18 im Laufe der Zeit weiter an. Das ist auch der Grund weshalb sich der Weizenpreis im vergangenen Jahr 2017 nicht auf dem hohen Niveau welches er zur Mitte des Jahres erreicht hatte, halten konnte.

Nur in wenigen Ländern kam es 2017/18 bei der Produktion zu einem deutlichen Rückgang gegenüber Vorjahr, etwa in Kanada und in den USA, wo die Weizenfläche auf den niedrigsten Stand seit Aufzeichnungsbeginn vor 100 Jahren fiel. Auch für Australien wird aufgrund einer massiven Trockenheit mit einem regelrechten Einbruch gerechnet.

In vielen anderen Ländern sind dagegen die Erntemengen gestiegen. Etwa in der Ukraine und Moldawien. Besonders gilt das aber für Russland, dessen Ernte immer wieder nach oben korrigiert worden ist und mit 78,9 Millionen Tonnen einen neuen Rekord markiert.

Der größte Weizenproduzent China spielt aufgrund dessen dass der chinesische Markt  weitestgehend selbstversorgend ist, für den internationalen Weizenmarkt weiterhin nur eine kleine Rolle. Doch auch  die Ernte im zweitgrößte Produzenten Indien kann kräftig zulegen.

Auch die Weizenproduktion in der EU steigt wieder, vor allem in Frankreich wo sie sich nach dem katastrophalen Vorjahr auf Normalmaß erholt hat und das bei guter Qualität.

Fazit – Weizen in 2017: Versorgungslage gut

Trotz der rückläufigen Produktion in den USA und einer überdies steigenden weltweiten Nachfrage zeigt sich der Weizenmarkt in 2017/18 weltweit gut versorgt. Dies spiegelt sich durchaus akkurat in der Preisentwicklung des vergangenen Jahres wieder, die übergeordnet nur ein leichtes Plus auf Jahresbasis zu verzeichnen hat. Die Frage ist nun, wie geht es weiter? Dieser Frage werde ich morgen nachgehen….

 


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Über den Autor
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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