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Dow Jones: US-Notenbank rudert zurück: Keine Zinsschritte mehr?

Gestern stand die Sitzung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve im Fokus der Märkte.

Nachdem das erste Quartal 2017 bisher eine brachiale konjunkturelle Enttäuschung lieferte – das US-Wachstum brach entgegen den viel zu optimistischen Prognosen der Federal Reserve dramatisch ein – stellte sich die Frage, wie der Offenmarktausschuss bezüglich seiner Geldpolitik und seiner Verbalakrobatik reagieren wird.

US-Notenbank rudert zurück: Kein Hinweis mehr auf die nächsten Zinsschritte

Wie zu erwarten war, gab es keine Zinsänderung. Die Zinsen waren ja erst beim letzten Zinsentscheid im März um 0,25 Prozentpunkte angehoben worden.

Interessanter war die Tatsache, dass es im begleitenden Statement keinen konkreten Hinweis mehr auf die nächste Zinserhöhung gibt.

Stattdessen gab es erneut den Aufguss der üblichen Phrase, dass die Leitzinsen nur graduell angehoben werden sollen und noch für einige Zeit unter dem langjährigen Durchschnittswert liegen dürften.

Man könnte des als Zurückrudern der Zentralbank auffassen, denn beim letzten Zinsentscheid im März hatte die Fed für den Jahresverlauf noch zwei weitere Leitzinsanhebungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte in Aussicht gestellt.

Dieser Hinweis wurde gestrichen!

Wachstumsdelle nur vorübergehend?

Die US-Notenbank räumt jetzt sogar ein, dass sich das Wachstum der US-Wirtschaft in den vergangenen Monaten abgeschwächt hat. Dies sei aber wahrscheinlich nur vorübergehend.

In der Tat wird der Wachstumseinbruch im ersten Quartal 2017 (BIP-Wachstum annualisiert nur noch +0,7% – schwächster Wert seit drei Jahren!) von manchen Beobachtern auch auf den kalten Winterzurückgeführt.

Wir gehören nicht zu dieser Fraktion, denn diese Entwicklung begann bereits vor drei Quartalen. Da war noch Sommer.

Dennoch hat die Wachstumsdelle eine gute Chance, bald das Zeitliche zu segnen. Es hängt nur davon ab, wie weit sich US-Präsident Trump mit seinen Plänen (Steuerreform, Abschaffung Obamacare, Investitionen) schlussendlich durchsetzen kann.

Alle Vorhaben sind extrem wachstumsfreundlich. Mit der erneuten Anhebung der Schuldenobergrenze in den USA um 1 Billon Dollar am vergangenen Wochenende ist der erste Schritt gemacht.

Börsen-Bär

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Obamacare geht es voraussichtlich bereits heute erneut an den Kragen. Die anderen Vorhaben folgen.

US-Leitbörse scharrt bereits wieder mit den Hufen

Dass der Markt während dieser Entwicklung direkt nahe seinen Allzeithochs verschnauft, ist dabei als wohlwollende Zustimmung zu verstehen. Es dürfte in Kürze ein Ausbruch nach oben anstehen.

Offenbar wurde auch die gestrige US-Notenbanksitzung mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen (S&P 500 -0,1%). Weitere Störfeuer von der Zentralbank ist erst einmal nicht zu erwarten.

Ganz im Gegenteil: An der US-Leitbörse ist bereits in Kürze ein Ausbruch nach oben auf frische Allzeithochs zu erwarten.

Dieser könnte den Startschuss für eine mehrwöchige Frühjahrsrally liefern, nachdem die Börsen von Februar bis April ausreichend Kraft dafür gesammelt haben.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

 

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Über den Autor
170407 Invest Voigt 72 04
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen. Seit Februar 2009 obliegt ihm die Chefredaktion für den überaus erfolgreichen Börsenbrief DAX Profits.

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