Fresenius: Eine Aktie für unruhige Börsenzeiten

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Auch in dieser Woche steht natürlich die Berichtssaison weiterhin klar im Fokus. Fleißig war man heute schon im Hause Fresenius.

Der Gesundheitskonzern hat am Morgen sein Zahlenwerk zum abgelaufenen zweiten Quartal präsentiert und seine Aktionäre mit einem zweistelligen Umsatz- und Ergebnisplus erfreut. Zudem hat das DAX-Schwergewicht seine Anfang Mai angehobene Jahresprognose bekräftigt.

Dank guter Geschäfte bei der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) und der zugekauften spanischen Klinikkette Quironsalud stiegen die Erlöse von April bis Juni währungsbereinigt um 17% bzw. unbereinigt um 18% auf 8,5 Mrd. Euro.

Damit lag man punktgenau im Rahmen der Analystenschätzungen. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich vor Sondereinflüssen um 14% auf 1,18 Mrd. Euro. Experten hatten hier 1,2 Mrd. Euro erwartet. Währungsbereinigt ergab sich ein Plus von 13%.

Unterm Strich verdienten die Bad Homburger mit 459 Mio. Euro rund 21% mehr als im Vorjahr.

Die Fresenius-Aktie reagierte am Morgen positiv auf die Quartalsbilanz. Nachdem es für die Aktie nach Erreichen ihres Allzeithochs im Juni 2017 bei rund 80 Euro anschließend bis auf zwischenzeitlich 71,43 Euro wieder abwärts ging, notierte das Papier am Vormittag bei 73,40 Euro.

Chart: Fresenius-Aktie

Chart_Fresenius (002) (Quelle: comdirect.de)

Fresenius hält an Wachstumszielen fest

„Die Entwicklung von Quironsalud macht uns Freude, die Integration läuft planmäßig“, erklärte Konzernchef Stephan Sturm.

Der erst seit Juli 2016 an der Spitze des Konzerns stehende Manager war in seiner kurzen Laufbahn als Vorstandschef bereits für einige Überraschungen gut: Mit der spanischen Krankenhauskette Quironsalud und dem US-Generikahersteller Akorn brachte er nach nur wenigen Monaten auf seinem Posten die bisher größten Zukäufe in der Unternehmensgeschichte unter Dach und Fach.

Neuester Streich: Im April dieses Jahres verordnete Sturm dem Medizingiganten den Einstieg in das Geschäft mit biotechnologisch hergestellten Nachahmerprodukten, indem man sich kurzerhand das bisherige Biosimilars-Geschäft von Merck einverleibt.

Für das Gesamtjahr 2017 geht Fresenius unverändert von einem Anstieg des Nettogewinns um währungsbereinigt 19 bis 21% aus. Bei den Konzernerlösen erwartet das Management währungsbereinigt einen Zuwachs von 15 bis 17%.