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BMW Aktie: Starkes Quartal, schwache Aktie

Inhaltsverzeichnis

Dieser Jahresauftakt kann sich sehen lassen: BMW hat im ersten Quartal seine wichtigsten Geschäftszahlen kräftig steigern können.

Konkret schoss der Gewinn im Zeitraum von Januar bis Ende März um satte 31 Prozent in die Höhe auf knapp 2,2 Milliarden Euro. Das Vorsteuerergebnis lag mit 3 Milliarden Euro rund 27 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Der Umsatz legte um 12 Prozent zu auf gut 23 Milliarden Euro.

Damit sieht sich der Premiumhersteller auf einem guten Wege, die ambitionierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. BMW strebt für 2017eine operative Rendite zwischen 8 und 10 Prozent an.

Absatz von E-Fahrzeugen verdoppelt

Ein weiteres Ziel: Im laufenden Jahr sollen 100.000 Elektrofahrzeuge verkauft werden, 20.000 wechselten bereits im ersten Quartal den Besitzer. Damit verdoppelte sich der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Markt gilt als zukunftsweisend für die gesamte Branche, am E-Antrieb wird in den kommenden Jahren kein Weg vorbeiführen. Neben dem i3 hat BMW eine ganze Reihe Hybridfahrzeuge in der Flotte, weitere Modelle sollen noch im Laufe des Jahres folgen.

Auch in Sachen autonomes Fahren haben die Bayern die Nase vorn – und bekennen sich klar zum Standort Deutschland. So soll das Modell iNext im niederbayerischen Dingolfing gefertigt werden.

Keine Angst vor Dieseldebatte

Den öffentlich heiß diskutierten Skandalen rund um Dieselfahrzeuge, Abgaswerte und Emissionsgrenzen sieht man bei BMW hingegen gelassen entgegen. Der Diesel sei keinesfalls ein Auslaufmodell, ließ BMW-Chef Harald Krüger erst kürzlich verlauten. Stattdessen seien die Nachfrage und die Verkaufszahlen zuletzt wieder gestiegen. Insbesondere als Firmenwagen erfreuen sich Dieselfahrzeuge demnach weiterhin großer Beliebtheit.

Einen entscheidenden Beitrag zur guten Quartalsbilanz konnte unterdessen auch die Beteiligung am Kartendienst Here leisten, die nach dem Einstieg weiterer Unternehmen höher bewertet wurde. An dem Gemeinschaftsprojekt sind mehrere Unternehmen, darunter vor allem die großen deutschen Autobauer BMW, Audi und Daimler, beteiligt. Neben asiatischen Investoren war zuletzt auch der Chiphersteller Intel eingestiegen.

BMW Aktie: Sorge um Trumps Pläne

Für die BMW Aktie hingegen verlief der Start ins neue Jahr nicht ganz so reibungslos. Ein stetiges Auf und Ab im Kursverlauf zeichnet beispielsweise die Diesel-Diskussion nach, aber auch die verschiedenen Einlassungen des US-Präsidenten. Donald Trump hatte mehrfach ausländischen Unternehmen mit Strafzöllen gedroht und dabei auch explizit die deutschen Autobauer adressiert, BMW wurde in einem seiner berüchtigten Tweets namentlich genannt.

Kommt es zu entsprechenden Regulierungen im US-Handel, dürften die Einschnitte sich tatsächlich auch in den Büchern von BMW und Co. niederschlagen. Bislang ist das aber noch dunkle Zukunftsmusik.

Die BMW Aktie befindet sich auf Jahressicht immerhin 15 Prozent im Plus, wenngleich die Kurve in den letzten Wochen wieder eher abwärts zeigte. Analysten gaben sich zuletzt jedoch mehrheitlich optimistisch, sie prophezeien der BMW Aktie ein Aufwärtspotenzial auf bis zu 120 Euro (Deutsche Bank). Zuletzt war das Papier für gut 86 Euro zu haben.