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BMW-Aktie: Autobauer wieder auf Kurs?

BMW-Aktie: Autobauer wieder auf Kurs?
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Auch für BMW scheinen die größten Herausforderungen wie Lockdowns in China und vor allem der globale Chipmangel erstmal der Vergangenheit anzugehören. Zumindest scheint das der Blick auf die jüngsten Verkaufszahlen zu verraten.

Im dritten Quartal hat BMW fast so viele Fahrzeuge verkauft wie im Vorjahreszeitraum. Von Juli bis September waren es konkret 587.795 Autos, 517.689 davon von der Stammmarke BMW. Das sind etwa 0,9 Prozent bzw. 1,4 Prozent (nur Stammmarke) weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im wichtigen chinesischen Markt wurden 5,7 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft, auch in den USA stieg der Absatz. Lediglich in Europa lag der Absatz mit 11,1 Prozent deutlich unter dem Vorniveau. Die Zahl der verkauften Elektrofahrzeuge stieg auf rund 52.000 – etwa doppelt so viele wie im dritten Quartal 2021.

BMW-Aktie leicht im Plus

Die Börse reagierte positiv auf die Absatzzahlen von BMW. Die BMW-Aktie legte um rund einen Prozentpunkt zu. Zwar wurden insgesamt noch immer weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum, der Trend zeigt jedoch eindeutig nach oben.

Besonders die positiven Nachrichten aus China sowie das vorläufige Ende des Chipmangels unterstützten heute den BMW-Aktienkurs. Was man nicht vergessen darf: Auch bei BMW ist das Aufholpotenzial groß, denn seit Jahresbeginn hat der Titel gut 20 Prozent verloren.

Gelingt BMW noch der Anschluss in Sachen Elektromobilität?

Kurzfristig kann die BMW-Aktie auf bessere Absätze hoffen – zumindest, wenn sich der Chipmangel nicht wieder zuspitzt und insbesondere China von weiteren großen Corona-Lockdowns verschont bleibt. Darüber hinaus bereitet BMW – wie auch der Konkurrenz – die Weltkonjunktur sorgen. In Deutschland erwartet man bereits eine Rezession.

Langfristig hängt der Erfolg von BMW jedoch von ganz anderen Faktoren ab: Können die Bayern den Anschluss der Weltspitze an die Elektromobilität herstellen? Nachdem man zunächst Vorreiter war mit dem BMW i3, ist der Konzern erst vergleichsweise spät auf dem E-Zug aufgesprungen – sogar noch später als etwa Mercedes-Benz oder Volkswagen.

Sollte BMW die Schlagzahl in Sachen Elektromobilität weiter erhöhen (Anteil der reinen Elektroautos am Verkauf soll vor 2030 mehr als 50 Prozent betragen) und zukünftig auch eine breite E-Fahrzeugpalette anbieten können, stehen die Chancen auch für die BMW-Aktie nicht schlecht. Doch bis dahin werden noch einige Hürden zu überspringen sein.