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Dax 30: DAX-Entscheidung 14.000 oder 10.500 Punkte fällt in Kürze

Der DAX erreicht in Kürze eine sehr wichtige Unterstützungszone. An dieser Stelle wird sich entscheiden, ob es direkt wieder aufwärtsgehen kann oder ob eine weitere scharfe Korrektur einsetzt, die den Index unter Umständen weitere 1500 Punkte kostet.

Dagegen wäre die Korrektur der vergangenen zwei Monate nur ein Kaffeekränzchen.

Mit der wichtigen Unterstützungszone meine ich den Bereich zwischen 11.700 und 12.000 Punkten, in dem sich der DAX aktuell zu stabilisieren scheint.

Dort verläuft nämlich der seit Anfang 2016 gültige Aufwärtstrendkanal. Dieser wurde durch mehrere Tests auf der Ober- und Unterseite ausreichend oft bestätigt, um als signifikant genug zu gelten.

DAX-Entscheidung 14.000 oder 10.500 Punkte fällt in Kürze

Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder, das Ding hält ggf. auch mehreren Durchbruchsversuchen nach unten stand und der DAX steigt spätestens ab Anfang Oktober wieder. Dann liegen die nächsten Kursziele bei 13.000 und später bei 14.000 Punkten – erreichbar noch bis Jahresende.

Oder aber der Index hat den Kanal voll. Ab Wochenschlusskursen unterhalb von 11.700 Punkten würde ich einen solchen bärischen Ausbruch als Tatsache werten. Die nächste Unterstützung läge dann bei 11.400 Punkten (altes Ausbruchsniveau.

Auf diese würde ich jedoch nicht zählen. Die Zone 10.500 bis 10.800 Punkte würde ich dann viel eher als Korrekturziel favorisieren. Ein bisschen Panik muss auch sein.

Die kommenden Wochen werden noch einmal knifflig

Die Krux aktuell: Egal, was der DAX in den kommenden Wochen anstellt, man kann ihm erst einmal nicht über den Weg trauen. In saisonal schwachen Marktphasen können gehäuft charttechnische Fehlsignale entstehen.

Die noch sommerlich dünnen Umsätze dürften erst im Laufe des Monats September wieder für aussagekräftige Bewegungen sorgen. Den aus dem Urlaub zurückkehrenden Profis dürfte ein Ausverkauf gerade recht kommen. Warum diesen also unnötig aufhalten?

Kurzfristig halte ich eine Stabilisierung und Gegenbewegungen für denkbar. Insgesamt bleibe ich aber zunächst weiter skeptisch. Zumindest, bis wir Anzeichen echter Panik sehen. Dann ändere ich meine Haltung.

DAX Wochenchart: Hält der Langfrist-Trend?

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Einmalige antizyklische Chance in Kürze

Der Pessimismus dürfte dann so groß sein, dass es sich lohnen wird, über einen antizyklischen Einstieg nicht nur nachzudenken. Wenn der Markt von der Frühjahrs-Euphorie ins krasse Gegenteil dreht, serviert Ihnen dies eine einmalige Einstiegschance auf dem Silbertablett.

Natürlich erfordert dies Mut und gutes Timing. Denn die Volatilität an den Börsen explodiert gerade, nachdem diese über viele Monate hinweg geradezu eingeschlafen war. Auch ein echter „Mini-Crash“ ist – passend zum Ausrutscher-Monat August – nicht ganz auszuschließen.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor
Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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