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Dax 30: DAX Analyse: Nochmaliger Angriff auf die Jahreshochs?

An der US-Leitbörse geht seit Mitte Dezember nichts mehr. Was macht der DAX aus diesen Vorgaben? Er schlägt sich insgesamt etwas besser.

Außer dem kühnen Sprung nach oben gleich zum Jahresstart schlafen die Anger jedoch auch hier langsam ein. Es mangelt schlichtweg an Anschlusskäufen in den vergangenen vier Wochen. Was ist kurzfristig noch möglich?

Im Chart unten sehen Sie einen grünen Aufwärtstrendkanal, der seit Februar 2016 (also seit fast einem Jahr) Gültigkeit hat. An dessen Oberkante schrammt der DAX seit Tagen entlang.

Diese Oberkante deckelt die Kurse derzeit. Kann sie dennoch überwunden werden, sind weitere Kursgewinne möglich. Die nächsten Widerstände warten dann erst zwischen 11.900 und 12.400 Punkten. Aber:

DAX Tageschart: Konsolidierung seit Jahresbeginn

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Trendbeschleunigung, Korrektur oder finale Übertreibung?

Ein Ausbruch aus einem Aufwärtstrendkanal nach oben nach einer bereits starken Rally kann eine weitere Trendbeschleunigung starten. Es kann sich aber auch um die finale Übertreibung vor einer großen Korrektur handeln. Von daher würde ich Positionen beim DAX spätestens jetzt immer eng absichern.

Die 11.400er Marke bietet sich als Stoppmarke für kurzfristige Positionen an. Darunter wären Korrekturen auf 11.100 oder 10.800 Punkte möglich und zu erwarten. Wo würde es kritisch für die DAX-Rally?

Bei einem Rutsch unter die 10.800er Marke wäre die gesamte verspätete Jahresendrally wieder negiert, der Ausbruch nach oben nur eine Bullenfalle gewesen. In diesem Bereich dürften zahlreiche Stopps für mittelfristig angelegte Positionen liegen. Hier könnte es daher kurzfristig zu einem größeren Kurseinbruch kommen.

Allerdings dürfte dann immer noch die 200-Tage-Linie (bei derzeit 10.400 Punkten) als solide Unterstützung eventuelle Bärenattacken auffangen. In diesem Bereich sehe ich daher das maximale Korrekturpotenzial beim DAX.

Um die Rally nach einem solchen Sturz wiederaufzunehmen, müssten die Bullen dann das Kunststück vollbringen, das Momentum komplett neu aufzubauen.

Nochmaliger Angriff auf die Jahreshochs?

Insgesamt gibt es bisher keine Anzeichen einer Korrektur. Die Kursmuster der letzten Tage weisen auf eine Konsolidierung auf hohem Niveau hin. Daher dürfte es nochmals einen Angriff auf neue Jahreshochs geben.

Erst wenn dieser scheitern sollte, wäre der Weg für eine (unter Umständen auch scharfe) Korrektur frei. Dann kommen die angesprochenen Unterstützungen ins Spiel.

Die zuletzt divergente Entwicklung der Indikatoren ist ein deutliches Warnsignal, dass eine solche Korrektur in Kürze beginnen könnte. Sichern Sie DAX-Positionen jetzt daher eng ab und werden Sie auch angesichts der immer mehr ins Kraut schießenden Kursziele vieler Kollegen nicht leichtsinnig.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten dieser Ausgabe investiert.

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Über den Autor Henrik Voigt

Henrik Voigt hat an der renommierten TU Dresden Wirtschaftsingenieurwesen studiert und als einer der Jahrgangsbesten sein Studium abgeschlossen.

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