Die Regierung wiederholt die Fehler der Kommunisten

in Kapitalschutz Akte zum Thema Weitere Börsenthemen
vom


Laut der Washington Post wird eine Sachverständigengremium das Thema US-Staatsverschuldung angehen.


Wer will darauf wetten?

Wer schreibt solche Schlagzeilen? Was denken die sich? Denken die überhaupt?

Das Thema US-Staatsschulden angehen" wäre so, als würde man gegen die Flut der modernen Finanzgeschichte angehen, die Schulden immer größer werden lässt, und kleine Probleme in große verwandelt.

Lassen Sie uns zurückschauen. Was war der große Trend der letzten 50 Jahre oder so?



Die Regierung hat eine immer größere Rolle gespielt in der Volkswirtschaft. Das war in den USA und in den meisten westlichen Demokratien der Fall. Nur in den früheren kommunistischen Ländern hat sich der Einfluss der Regierung verringert.

Die Kommunisten haben ihre Lektion gelernt. Es hat sich gezeigt, dass staatliche Ausgaben die Leute nicht reich machen. Aber jetzt...was ist das? Die USA und andere Länder erhöhen ihre Staatsausgaben als Anteil am Bruttoinlandsprodukt.

Die Kommunisten haben gezeigt, dass zentrale Planung nicht funktioniert. Aber die USA und andere planen ihre Volkswirtschaften nun stärker als zuvor...angefangen bei den Zinsen; dann wird Kapital in Industriezweige gelenkt, die Steuern werden da erhöht...das wird subventioniert...es wird alles, was sich bewegt, reguliert..

Die Kommunisten haben auch gezeigt, dass staatliche Unternehmen eine schlechte Idee waren. Aber die USA und andere besitzen nun Banken, Versicherungen, fast das ganze Hypotheken-Geschäft, und einen der größten Autobauer der Welt.

Vielleicht am wichtigsten ist, dass die alten" Demokratien - besonders die USA - immer mehr Schulden aufnehmen. Banker machen dumme Dinge - und die Regierungen übernehmen die Schulden. Häuslebauer tun zumindest in den USA dumme Dinge - die Regierung gibt ihnen weitere Kredite. Politiker tun dumme Dinge - und die Regierungen häufen immer höhere Schulden an.

Und das tötet sie. Sie können nicht durch Steuern genug Geld einnehmen, um ihre Ausgabenpläne bezahlen zu können, also leihen sie sich noch mehr.


von
Bill Bonner
Bill Bonner

Bill Bonner ist einer der anerkanntesten Finanzexperten der USA und Bestseller-Autor. Bei uns schreibt er regelmäßig im Börsen-Newsletter Kapitalschutz Akte.


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Kommentar von Sven Schmidt

man hätte schon viel eher regulieren müssen! aber nicht durch neue schulden sondern durch vernünftiges wirtschaften und gerechteres verteilen und nicht durch unfernünftigen lobbyismus wie ihn heute noch jeder politiker betreibt!!!

Antworten
Kommentar von walter bruno

Mit Verlaub, da stimmt doch etwas nicht im Denkansatz ! Wenn etwas vor Jahren bei den Kommunisten nicht geklappt hat, so muss es nicht zwingend auch jetzt nicht funktionieren. Geschichte sollte man analysieren und daraus lernen. Jedes vernünftige Unternehmen muss heute seine Strukturen, seine Produktion, seinen Absatz usw. planen, wenn es nicht untergehen will. Bei vielen Unternehmen klappt das auch, wenn da nicht der Risikofaktor "Markt" wäre. Die Struktur eines Unternehmens wird in den meisten Erfolgsstories sehr restriktiv geleitet, kaum demokratisch. Was spielt sich aber in Staatsstrukturen ab ? Sie werden in den westlichen Demokratien eben demokratisch geleitet und es herrscht ausgeprägtes Ressortdenken. Was interessiert im Verkehrsministerium den Mitarbeiter, wie es im Wissenschaftsministerium oder Finanzministerium abläuft ? Er zieht die Politikvorgaben seines Ministers durch und muss sich von demokratischen und finanziellen Vorgaben leiten lassen. Bei den Kommunisten war das nicht viel anders, ausser, dass demokratische Vorgaben beschnitten waren. Bleiben wir mal dabei, warum es bei denen nicht klappen konnte: 1. fern jeder Produktions- und Marktpraxis wurden Vorgaben in die volkseigenen Betriebe gedrückt und 2. die Betriebe selbst mussten, ob es dem Markt entsprach oder nicht, die Vorgaben erfüllen, sie umsetzen, ob sinnvoll oder nicht.Dabei spielten sich innerhalb der Betriebe wahrlich schaurige Dinge ab. Es redete jeder im Betrieb mit, bis oft die Dinge so zerredet waren und vieles nicht mehr ging. Beweise dafür, wo es mit Produktion, Absatz und Gewinn geklappt hat waren die Betriebe, wo sich die Betriebsleitung mit brachialer Durchsetzungskraft den Weg bahnte ( kann man heute auch in China erleben) und bei den Mitarbeitern Überzeugungen sich entwickelten. 3. waren die Marktuntersuchungen zu jener Zeit weitab von den heutigen Möglichkeiten, dem heutigen Wissen und den Computerverfahren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit und Treffsicherheit arbeiten ( Grundbedarf lässt sich heute sehr genau berechnen, jede Supermarktkette kann genaue Prognosen aufstellen-taggenau). Aber schauen wir nach, warum es heute nicht funktioniert: Interessenpolitik, Lobbypolitik, Klientelpolitik...sind doch wohl wesentliche Hauptursachen dafür. Das zügellose Kapital hat in seiner Geschichte gewütet und Kahlschlag hinterlassen und nach Förderprogrammen und Subventionen gerufen. Beispiele finden sich endlos, vom Zechensterben bis hin zur Deindustrialisierung ganzer Gebiete ( schauen Sie doch mal in Ihrer Gegend). Die Brachen wurden dem Staat überlassen, der sich dann sowohl menschlich als auch ökologisch usw. kümmern durfte.Die Folgekosten trägt immer der Staat, der aber nun den Spagat nicht mehr beherrscht. Klientelpolitik zur Schaffung bester Investitions- und Verwertungsbedingungen für das Kapital einerseits und soziale Lasten der verlassenen Brachen andererseits ( um den sozialen Frieden zu sichern) ...und das alles mit leeren Taschen und geborgtem Geld. Das kann weder bei den Kommunisten klappen, noch bei den Kapitalisten. Es ist längst Zeit über den Tellerrand zu blicken und bitte genauer zu ermitteln, warum es damals und heute nicht klappt. M. E. muss Wirtschafts- und Sozialpolitik als Einheit funktionieren. Basisdemokratisch in den Vorgaben und restriktiv in der Durchsetzung ( dabei sollten die Einheit von Markt, sozialen Bedürfnissen und ökologischen Rahmen das Primat haben) . Und das Ganze in vorgegebenen Zyklen, in denen demokratisch gewählte Experten (sind unsere Politiker Experten ?) entscheiden und zeitlich begrenzten Einfluss auf die Politik nehmen, um keinen Filz und korrupten Muff zu ermöglichen. Man sollte darüber nachdenken, ob die heutigen Formen der Demokratie nicht zu eng geworden sind und selber einer Erweiterung und Anpassung bedürfen. Vor allem muss das Prinzip der Privatisierung von Gewinnen und Vergesellschaftung von Verlusten durchbrochen werden, welches den Tod jeder Gesellschaftsform früher oder später zwangsläufig bringt. Wie kommen wir aber dort hin ?

Antworten
Antwort von Peter Harting:

Sie wissen's doch schon: Zeuge sein - auf Griechisch: Märtyrer.