Alcoa bietet für Joint Venture-Partner Alumina

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Alcoa ist auf Expansionskurs. Der US-Konzern streckt seine Fühler nach Australien aus und hat ein Übernahmeangebot für Alumina abgegeben. Für 2,2 Milliarden Dollar will Alcoa seinen Joint-Venture-Partner im Bergbau schlucken und damit einen der weltweit größten Produzenten von Aluminium und Bauxit schaffen.

Alcoa – starke Marktposition im Bereich Bauxit und Tonerde

Alcoa ist international einer der führenden Förderer von Bauxit und Tonerde und Hersteller von verarbeitetem Aluminium in Form verschiedenster Gieß- und Walzprodukte. Das Unternehmen ist in allen Hauptsegmenten der Aluminiumwertschöpfung wie der Gewinnung, dem Schmelzen, der Weiterverarbeitung und dem Recycling tätig.

Zudem ist der Konzern international führend im Bauxitabbau, betreibt weltweit Tonerde-Raffinerien, Aluminiumschmelzen und Walzwerke und ist im Energiesektor tätig. Das ursprüngliche, gleichnamige Unternehmen spaltete sich 2016 in die beiden börsennotierten Unternehmen Arconic und Alcoa auf. Alcoa führt das Kerngeschäft der Aluminiumförderung weiter, das 1888 mit den Anfängen der Aluminiumindustrie seinen Ursprung fand. Das Unternehmen teilt seine Geschäftstätigkeiten in die drei Bereiche Alcoa Bauxite, Alcoa Alumina sowie Alcoa Aluminum ein.

In 2023 erzielte Alcoa einen Jahresumsatz von 10,55 Milliarden Dollar.

Übernahme des australischen Partners Alumina

Nun will Alcoa das Wachstum beschleunigen und hat die Übernahme des australischen Joint Venture Partners Alumina bekanntgegeben. Alcoa bietet 0,02854 seiner eigenen Aktien für jede Alumina-Aktie an. Das entspricht einem Aufschlag von 13% auf den Schlusskurs vor der Übernahme der Alumina-Aktie und entspricht rund 1,15 australischen Dollar. Der Gesamtwert des Deals liegt bei 2,2 Milliarden Dollar.

Alcoa teilte mit, dass es eine Vereinbarung mit dem Fondsmanager Allan Gray Australia getroffen hat, die ihm das Recht einräumt, bis zu 19,9% der Alumina-Aktien zu erwerben. Damit erhöhen sich die Chancen für eine erfolgreiche Übernahme deutlich.

Nach Abschluss der Transaktion werden die Aktionäre von Alumina 31,25% und die Aktionäre von Alcoa 68,75% des neuen, kombinierten Unternehmens halten.

Stärkung der Marktposition im Fokus

Bei der Ankündigung der Transaktion erklärte Alcoa, dass die Übernahme von Alumina den Besitz von fünf der 20 größten Bauxitminen der Welt und fünf der 20 größten Aluminiumoxidraffinerien außerhalb Chinas deutlich erhöhen würde. Zum Hintergrund: Der einzige Vermögenswert von Alumina ist eine 40%ige Beteiligung an dem Joint Venture Alcoa World Alumina and Chemicals, das von Alcoa kontrolliert wird und Beteiligungen am Bauxitabbau, an der Aluminiumoxidraffination und an der Aluminiumverhüttung in Australien, Brasilien, Spanien, Saudi-Arabien und Guinea hält.

Zweitnotiz in Australien geplant

Dabei sollen die Alumina-Aktionäre Alcoa-Aktien in Form von CHESS Depositary Interests (CDIs) erhalten. Diese ermöglichen es Anlegern die Papiere an der australischen Börse zu handeln. Alcoa wird eine Zweitnotierung an der ASX beantragen und sich verpflichten, die CDI-Notierung für mindestens 10 Jahre aufrechtzuerhalten, so der Konzern in einer Pressemitteilung.