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Darauf müssen Sie im 4. Quartal unbedingt achten        

Inhaltsverzeichnis

Normalerweise ist das vierte Quartal eines Börsenjahres ein starkes Quartal mit guten Börsengewinnen. Aber was ist in 2022 schon „normal“? In den kommenden drei Monaten stehen gleich zahlreiche wichtige Ereignisse an, welche die Kapitalmärkte massiv beeinflussen werden.

Diese Ereignisse müssen Sie auf dem Schirm haben – egal ob Sie Trader oder Investor sind. In den USA steht nun die neue Quartalsberichtssaison bevor. Wichtiger als die Ergebnisse werden die Ausblicke der Manager sein. Denn an der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Was sind die Prognosen für die Unternehmensentwicklungen in 2023?

Anfang November finden wichtige Ereignisse in den USA statt

Dazu kommen neue Inflationsdaten. Bis zu der unerwarteten OPEC-Ankündigung einer Förderkürzung um 2,0 Mio. Barrel pro Tag – die aber in Wirklichkeit nur rund 700.000 Barrel am Weltmarkt ausmacht – lag der Ölpreis erfreulich niedrig. Doch gute Inflationsdaten sollten wir nicht erwarten. Ich rechne eher mit Inflationsdaten, die nicht schlechter ausfallen – was der Börse keine große Hilfe bei der Prognose der nächsten Zins-Entscheidung der US-Notenbank wäre.

Damit kommen wir direkt zu dem ersten großen Ereignis des vierten Quartals 2022: Die nächste Sitzung der US-Notenbank Fed am 2. November. Nur eine Woche danach finden in den USA am 9. November die großen „Midterm“-Wahlen für den US-Kongress statt. Es sieht nach einer bitteren Niederlage für die Demokraten aus.

Aber das dürfte der Börse gefallen. Warum? Nun, Wall Street schätzt wenig politische Einmischung (es sei denn, die Banker waren mal wieder zu gierig und müssen gerettet werden. Dann ist Washington gerne gesehen…). Deshalb mag die Wall Street eine Teilung der politischen Macht in Washington, wo eine Partei den Präsidenten stellt und die andere Partei den Kongress kontrolliert.

Das führt normalerweise zu einer Patt-Situation ohne große politische Entscheidungen – genau was Wall Street möchte. Von dieser Seite könnten also positive Impulse kommen. Vor allem für Sektoren, die zuvor im Fadenkreuz der Biden-Regierung standen. Wie der Öl- und Gassektor.

China: Der 20. Nationalkongress steht vor der Tür

International müssen Anleger ihre Blicke neben dem schrecklichen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine nach China richteten. Am 16. Oktober findet der große 20. Nationalkongress der Kommunistischen Partei in China statt. Er findet nur alle fünf Jahre statt. Dort will sich der amtierende Staatspräsident XI will sich zum dritten Mal für fünf Jahre wählen lassen. 

Sehr wichtig ist die Zero Covid-Politik. Wird es eine Änderung der drakonischen Lockdowns geben? China-Experten sind skeptisch. Der chinesische Covid-Impfstoff funktioniert nicht annährend so gut wie die westlichen Impfstoffe. Große Teile der riesigen älteren Bevölkerung traut dem Impfstoff nicht und sind nicht geimpft.

Zero-Covid dürfte in China weiter Bestand haben

Da das Krankenhaus- und Gesundheitsversorgungs-System in China in den ländlichen Gegenden und teilweise sogar in den Städten nicht annährend so gut ausgebaut ist wie im Westen, könnte es Masseninfektionen nicht bewältigen. Die Gesundheitsrisiken sprechen deshalb gegen ein schnelles Ende der Zero-Covid-Politik.    

Im Russland-Ukraine-Krieg dürfte der Krieg mit dem Wintereinbruch in einen Stellungskrieg übergehen, was den innenpolitischen Druck von Putin nimmt. Vermutlich wird er den Winter nutzen, um seine innenpolitische Machtposition zu festigen und versuchen einen Keil zwischen Europa zu treiben. Wir wissen leider: Putin ist eine unberechenbare Black Box.

Fazit: Sie sehen: Ausgerechnet in diesem Quartal treffen ungewöhnlich viele politische und ökonomische Ereignisse aufeinander. Anleger sollten besonders vorsichtig sein. Flexibilität und Schnelligkeit haben im Trading in den kommenden Wochen hat höchste Priorität. Halten Sie Ihre Positionen klein, um so das Risiko zu reduzieren und stellen Sie lieber Positionen vor wichtigen Daten wie dem Fed-Meeting glatt.