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Neuer Fed-Zinszyklus: Silber hat die besten Erholungskarten

Der Silberpreis schwankt derzeit um die 23 US-Dollar pro Feinunze – das entspricht dem höchsten Stand seit fast zwei Wochen. Gründe dafür gefällig? Der US-Dollar ist auf ein Zweimonatstief gefallen und die Treasury-Renditen sind von ihren 2-Jahres-Hochs zurückgekommen. Die jährliche US-Inflationsrate ist auf 7 % gestiegen, was dem höchsten Stand seit 1982 entspricht. Und natürlich träumt der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, von Zinserhöhungen und einer strengeren Fed-Politik, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen.

Aber die Anleger sind auch besorgt hinsichtlich der Abschwächung des globalen  Wirtschaftswachstums, aufgrund der steigenden Preise und der anhaltenden Pandemie. In China wurde nun die Omikron-Variante in der großen Hafenstadt Dalian entdeckt. Zuvor war schon die 5 Millionen-Stadt Anyang aufgrund eines Ausbruchs abgeriegelt worden. Ebenfalls gibt es einen Delta-Ausbruch in Xi’an.

Der Silberpreis befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend

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Quelle: stockcharts.com

Der Silberpreis mag kurzfristig aufgrund der oben genannten Gründe noch etwas ziellos wirken, doch das langfristige Bild bestätigt: der Aufwärtstrend ist nach wie vor intakt, mit einem Plus von 55,7% seit Beginn des aktuellen Zyklus im August 2018. Dies zeigt ganz deutlich, dass der Silberpreis sich schon länger im Aufwärtstrend befindet. Von vielen allerdings kaum wahrgenommen.

Fundamentale Gründe für einen steigenden Silberpreis

Für einen langfristig weiter steigenden Silberpreis sprechen aber gleich mehrere Gründe, wie die Probleme auf der Angebotsseite und die langfristig steigende Nachfrage. Ebenso die Tatsache, dass Silber im Vergleich zu Gold noch immer supergünstig ist.

Gold-Silber-Ratio zeigt: Silber wieder zu günstig gegenüber Gold

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Quelle: stockcharts.com

Die Gold-Silber-Ratio ist von einem augenscheinlich niedrigen Verhältnis bei unter 65 auf nun knapp über 79 gestiegen. Und das aktuelle Gold-Silber-Verhältnis zeigt, dass der Silberpreis im historischen Vergleich noch immer günstig ist. Der Durchschnittswert im 20. Jahrhundert lag bei 47. Und dabei ist nicht miteinbezogen, dass der Goldpreis derzeit ebenfalls noch massives Aufwärtspotenzial hat. Also bei einem steigenden Goldpreis, müsste sich das Erholungspotenzial von Silber noch vervielfältigen.

Fazit: Silberpreis kurzfristig noch volatil, langfristig voll im Aufwärtstrend

Allerdings sollten wir nicht außer Acht lassen, dass Silber dazu neigt vor einer US-Zinserhöhung zurückzukommen. Doch übergeordnet zeigen sowohl der Gold- als auch der Silberpreis regelmäßig eine Erholung nach der ersten Zinserhöhung in einem neuen Fed-Zyklus. Während der letzten vier Fed-Zinserhöhungszyklen hat sich Gold im Durchschnitt um 28 % und Silber um 42 % erholt. Darüber hinaus haben diese Erholungen meistens 2-Jahres-Hochs erreicht oder sind diesen sehr nahegekommen. Kurz gesagt, sollten Silber und Gold vor dem eigentlichen Anstieg nach unten durchbrechen, entsteht ein sehr bullisches Szenario für das Jahr 2022. Darüber freue ich mich doch.

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Über den Autor
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Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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