+++ Die kostenlosen Online Live Webinare 2022 - Trading, Finanzen, Geldanlage & Vermögen +++

Sanktionen gegen Russland – Gefahr für die Weltwirtschaft?

Inhaltsverzeichnis

Die Ukraine-Krise bleibt auch an diesem Mittwoch das dominierende Thema an den Börsen. In den Medien lesen wir etwas über eine wachsende Kriegsgefahr in Europa. Die Fakten geben das allerdings nicht her, noch nicht.

Sanktionen gegen Russland – Gefahr für die Weltwirtschaft?

Der jüngste Schritt der gegenseitigen Eskalation war die Verhängung neuer Sanktionen des Westens gegen Russland. Schauen wir uns diese Sanktionen aus den USA, Europa und Japan einmal genauer an, um deren Auswirkungen auf die Börse besser abschätzen zu können:

Darunter ist ein Handelsverbot und ein Visumverbot für die „Volksrepubliken“ Donezk (DVR) und Lugansk (LVR), die Einfrierung von Vermögenswerten bestimmter Einzelpersonen und auch die Einschränkung des Handels mit russischen Staats-Anleihen.

Während die letztgenannte Maßnahme eine geringe Unbequemlichkeit für die russische Neuaufnahme von Auslandsschulden mit sich bringt, laufen die anderen genannten Maßnahmen unter „Pillepalle“. Keine dieser Maßnahmen beeinträchtigt die Weltwirtschaft in nennenswertem Ausmaß!

Vor diesem Hintergrund ist die gegenwärtige Erholung der Börsen verständlich. Es hätte alles schlimmer kommen können. Es hätte zu einem Handelskrieg kommen können. Das ist nicht in Sicht, zumindest bis jetzt nicht.

Das größere Problem ist der drastische Energiepreis-Anstieg

Ganz folgenlos blieb der Konflikt aus wirtschaftlicher Sicht allerdings auch nicht. Wir sehen nämlich einen drastischen Anstieg der zuvor bereits hohen Öl- und Gaspreise. So ist der Ölpreis Brent gestern noch einmal deutlich nach oben gesprungen – bis an die runde Marke von 100 USD. Ein Höchststand, den es viele Jahre nicht mehr gab. Damit ist Öl rund 50 Prozent eurer als noch Anfang Dezember!

Ölpreis Brent: Preissprung durch Ukrainekrise

Chart

Quelle: stockcharts.com

Die hohen Energiepreise machen bereits vielen Unternehmen schwer zu schaffen. Bereits 88 Prozent der deutschen Industrieunternehmen sehen dadurch eine starke oder sogar existenzbedrohende Herausforderung für ihre Zukunft, wie die Zeit berichtet.

Jedes vierte deutsche Industrieunternehmen vor Pleite!

Dieser erschreckende Wert ist das Ergebnis einer Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), die von der Rheinischen Post in Auftrag gegeben wurde. In dieser wurden in der ersten Februarhälfte mehr als 400 BDI-Mitgliedsunternehmen befragt.

Nahezu ein Viertel (23 Prozent) der befragten deutschen Industrie-Unternehmen sehen den Anstieg der Energiekosten sogar als existenzbedrohend. Viele denken über eine Abwanderung aus Deutschland ernsthaft nach, da hierzulande mit die höchsten Energiepreis der Welt herrschen.

DAX Crash nicht mehr aufzuhalten, bereiten Sie sich jetzt vor!

Vor diesem Hintergrund würde ich nicht drauf wetten, dass die gegenwärtige Entspannung beim DAX von Dauer ist. Im Gegenteil. Der Index war zuletzt durch die mittelfristig wichtige Unterstützung bei 15.000 Punkten nach unten durchgerutscht und steht nun möglicherweise vor einem Crash.