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Ölpreis: Warten auf das Treffen in Algier

Die Ölpreise haben im Wochenvergleich knapp zugelegt, trotz einer hoch volatilen Entwicklung. Bewegung brachten die US-Rohöllagerbestände, die Erwartungen an die anstehenden Ergebnisse aus dem Treffen der ölproduzierenden Länder in Algier, sowie die FED in den Markt.

Für Mittwoch stehen die Ergebnisse des Treffens der Ölländer in Algier an. Immer wieder gab es in der vergangenen Woche ermutigende Nachrichten, von Seiten einzelner Ölstaaten, die allerdings durch die Realität des bestehenden Überangebots wieder relativiert wurden.

So zeigte sich zwar der OPEC- Generalsekretär Barkindo zuversichtlich, dass man sich in dieser Woche auf eine Übereinkunft einigen kann. Und auch Saudi-Arabien und der Iran sollen hinter verschlossenen Türen miteinander gesprochen haben.

Doch Tatsache ist auch, dass Saudi-Arabien seine Ölexporte im Juli um 150.000 Barrel auf 7,6 Millionen Barrel pro Tag gesteigert hat. Das entspricht dem höchsten Juli-Wert seit Erhebung der Daten durch den Datenanbieter JODI.

Und auch der Iran hat seine Ölexporte im August um 15% gegenüber dem Vormonat auf mehr als 2 Millionen Barrel pro Tag gesteigert. Das entspricht dem höchsten Niveau seit 5 Jahren und damit Vorsanktionsniveau. Ebenfalls haben Libyen und Algerien zuletzt ihre Produktion ausgeweitet.

Für zwischenzeitlichen Preisauftrieb sorgten dagegen die USA. Zum einen die FE mit ihrer zögerlichen Haltung zu einer Zinsanhebung (siehe Gold). Zum anderen konnten auch die US-Lagerbestandsdaten deutliche Unterstützung bieten.

Wie das US-Energieministerium meldete, sind die US-Rohölvorräte in der vorvergangenen Woche um 6,2 Millionen Barrel gesunken. Das entspricht einem 7-Monats-Tief.

Jedoch liegen die US-Rohölvorräte damit immer noch rund 35% über dem Durchschnittslevel der letzten 5 Jahre.

Aktuell notiert Brent zur Lieferung im November bei 46,07 US-Dollar pro Barrel an der ICE.

WTI zur Lieferung im November handelt aktuell bei 44,67 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Grafische Darstellung der Ölpreisentwicklung

Brent-Ölpreis in USD/Barrel in der letzten Woche

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Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Diese Woche dürfte höchst volatil bleiben und sehr stark abhängig davon, ob das Treffen der Ölstaaten zu einem Ergebnis führt oder nicht. Sollte es hier zu einer großen Enttäuschung kommen, dürfte dies deutlichen Druck auf die Ölpreise ausüben.

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Über den Autor
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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