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Ölpreis steigt: Beendet Saudi-Arabien den Preiskrieg?

Die Ölpreise zeigten sich in der vergangenen Woche überaus volatil. Dabei bleibt der Ölpreis ganz offensichtlich gefangen zwischen einer hohen Produktion, einer hohen Nachfrage und den Erwartungen an die Ölpolitik der OPEC-Staaten, insbesondere Saudi-Arabiens.

So setzten bis zur Wochenmitte ein Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 1 Million Barrel, die Erwartung einer höheren US-Ölproduktion durch die US-Energiebehörde EIA (diese geht aufgrund der steigenden Bohraktivität von einem Anstieg der US-Rohölproduktion um 200.000 Barrel pro Tag auf 8,45 Millionen Barrel pro Tag aus), eine Produktionsausweitung Saudi-Arabiens im Juli auf ein Rekordniveau bei 10,67 Millionen Barrel pro Tag, sowie der aktuelle OPEC-Monatsbericht der für 2017 erneut von einem Überschuss ausgeht, die Ölpreise weiter unter Druck.

Ab Mitte der Woche kam es allerdings zu einer deutlichen Erholungsbewegung. Diese passt zeitlich mit den jüngsten Äußerungen des saudischen Ölministers zusammen, der die Möglichkeit von preisstützenden Aktionen ins Spiel brachte und dem Ölmarkt eine spekulative Übertreibung nach unten attestierte.

Auch wenn die Chance auf eine konzertierte Aktion der OPEC zur Stützung der Preise, geschweige denn mit Unterstützung Saudi-Arabiens, eher gering ist, so lassen diese Äußerungen doch darauf hoffen, dass Saudi-Arabien eventuell den Preiskrieg beenden könnte.

Überdies bestehen weitere Faktoren, die angesichts des derzeit niedrigen Preisniveaus auch für eine Stabilisierung der Preise sprechen. So ist Chinas Ölproduktion angesichts des schwachen Preisniveaus deutlich um über 8% gegenüber dem Vorjahresmonat auf 3,94 Millionen Barrel pro Tag gesunken. Dies entspricht dem niedrigsten Stand seit Oktober 2011.

Und auch der letzte Bericht aus den USA, zeigt neben dem oben erwähnten Anstieg der US-Rohöllagerbestände zudem einen Rückgang der US-Ölproduktion, sowie einen Rückgang der US-Benzinlagerbestände um 2,8 Millionen Barrel. Das zeigt eine weiterhin robuste US-Benzinnachfrage.

Brent zur Lieferung im Oktober handelt aktuell bei 47,08 US-Dollar pro Barrel an der ICE. WTI zur Lieferung im September notiert aktuell bei 44,70 US-Dollar pro Barrel an der NYMEX.

Brent-Ölpreis in USD/Barrel in der letzten Woche

1RSD15.08.

Quelle: stockcharts.com

Ausblick

Die Ölpreise dürften aktuell gut nach unten abgestützt bleiben. Preisunterstützende News könnten den Preis treiben.

 


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Über den Autor
Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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