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Ölpreis: Ist das schon die Trendwende?

Sind Sie auch rechtzeitig in die Sommerferien gestartet, um dann in einen der kilometerlangen Staus zu geraten? Beim Schlangestehen an den Autobahn-Tankstellen haben Sie dann ja genug Zeit, sich die neuen Spritpreise anzuschauen. Denn die werden steigen.

 

Ölchart 31.7.17 (002)

Einen Grund dafür sehen Sie in diesem Chart. Im letzten Monat habe ich im Profit Radar nach von einem regelrechten Abwärtssog gesprochen. Nach dem 52-Wochen-Hoch bei knapp 57 US$ hat der Ölpreis schnurstracks auf die Unterstützung bei 45 US$ (rote Linie).

Doch diese wichtige charttechnische Auffanglinie hat gehalten. Mehr noch: Der Ölpreis steht jetzt vor dem entscheidenden Widerstand bei 53 US$ (grüne Linie).

Kurzfristig neuer Aufwärtstrend

Ist das schon eine charttechnische Trendwende? Auf jeden Fall ist der Abwärtstrend für erste gestoppt und der Ölpreis hat einen neuen Aufwärtstrend ausgebildet – unter teilweise heftigen Schwankungen. Mittlerweile befindet sich der Ölpreis auf dem höchsten Stand seit der Opec-Setzung Ende Mai.

Das sind die Gründe für den Ölpreisanstieg

Für den aktuellen Anstieg des Ölpreises gibt es gleich eine ganze Reihe von Gründen:

  • Die Saudis haben für August weniger Ölexporte angekündigt.
  • Die Rohölbestände in den USA sind überraschend deutlich gesunken.
  • Die US-Dollar wird immer schwächer. Das lockt kurzfristige Öl-Anleger hervor, da der Ölpreis in US-Dollar notiert.
  • Die zunehmende Gewalt in Venezuela. Die USA sind ein wichtiges Abnehmerland.
Grafische Darstellung der Ölpreisentwicklung

Ölpreis fällt auf 7-Monats-TiefDas ist bitter: Erst zetteln die Saudis einen Ölpreiskrieg an, vor allem gegen die USA. Dann merken sie: Wirtschaftlich keine so gute Idee. › mehr lesen

Und trotzdem wird der Ölpreis schon bald wieder korrigieren

Das sind vier Gründe für einen weiteren Anstieg des Ölpreis. Gegen einen nachhaltigen Anstieg spricht aber ein wesentlicher Grund: Am Überangebot ändert sich nichts.

Denn eine ganze Reihe von Ölproduzenten, darunter auch die Schiefer-Ölproduzenten, nutzen die aktuellen Ölpreisanstieg und fahren ihre Produktion hoch. Damit gibt es wieder mehr Öl auf dem Markt. Sprich: die nächste Korrektur wird kommen.

Wenn Sie pünktlich zum Beginn der Schule aus Ihren Sommerferien zurückkehren, um wieder im Stau zu landen, werden Sie an den Zapfsäulen feststellen, dass der Ölpreis sich nicht bei 53 US$ gehalten hat.

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Über den Autor
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Volkmar Michler

Volkmar Michler, Jahrgang 1964, ist langjähriger Leiter der deutschen Trader-Redaktion. Er studierte Jura, Politik und Geschichte und absolvierte ein betriebs- und volkswirtschaftliche Zusatzausbildung.

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