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Goldpreis: 1. Grund für den Bullenmarkt

5 gute Gründe gibt es derzeit um auf eine Fortsetzung des Anstiegs im Goldpreis zu setzen. Der erste Grund sind die überzogenen Bewertungen in den breiten Aktienmärkten.

US-Standard-Aktien viel zu hoch bewertet

Der US-Aktienmarkt ist überaus stolz bewertet. Erst im Juli erreichte der S&P 500 mal wieder ein neues Allzeithoch. Die Gründe dafür haben immer mehr mit extremen Erwartungen und immer weniger mit der Realität zu tun.

Dabei ist es bezeichnend, dass ein und dieselbe US-Regierung es fertig bringen kann zwar auf der einen Seite massive geopolitische Risiken (mit) hervorzurufen, andererseits aber auch die Fantasie der Anleger dermaßen beflügelt, dass diese die US-Unternehmen scheinbar für eine Herde Goldesel halten.

Dabei steht es nach wie vor in den Sternen ob Trump es überhaupt wirklich fertig bringen kann die Unternehmenssteuer von derzeit 35% auf 15% zu senken – würde dieser Schritt die ohnehin massiv überschuldete USA weitere 2,4 Billionen US-Dollar über die nächsten 10 Jahre kosten.

Und das kurz bevor der Kongress zum x-ten Mal Probleme bei der Anhebung der Schuldenobergrenze machen dürfte.

Fakt ist jedenfalls, dass US-Aktien derzeit extrem teuer sind, egal welchen Bewertungsmaßstab Sie anlegen.

Ob Kurs-Buchwert-Verhältnis, Kurs-Gewinn-Verhältnis oder der Unternehmenswert in Relation zum Cashflow – in allen Fällen zeigt sich, dass die Bewertung des S&P 500 derzeit rund 60-100% über der historischen durchschnittlichen Bewertung in den vergangenen 90 Jahren liegt.

Marktteilnehmer extrem unvorsichtig

Nun sind hohe Bewertungen im Aktienmarkt alleine noch kein Grund um in Panik auszubrechen.

Wenn aber die Marktteilnehmer nicht einmal ein bisschen alarmiert sind, sondern sich im Gegenteil derart unvorsichtig in der Sonne aalen wie der Dodo auf Mauritius kurz bevor er ausstarb, dann ist es an der Zeit die Rettungsweste anzulegen.

Sehen Sie sich bloß das einmal an:

Volatilität auf 27-Jahres-Tief trotz Bomben- und Raketentests

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Quelle: stockcharts.com

Grafisch dargestellt ist hier die Entwicklung des S&P 500 Volatilitätsindex VIX. Dieser misst die erwartete Schwankungsintensität im S&P 500 und wird auch Angstbarometer genannt. Gibt es viele Schwankungen steigt der VIX und deutet daher auf einen beunruhigten Markt hin.

Liegt der VIX umgekehrt auf niedrigem Niveau ist der Markt scheinbar nicht beunruhigt.

Nicht beunruhigt??? Was ist los mit denen?

Trump und Kim schaukeln die Welt an den Rand einer heißen Konfliktphase, Terror allerorten, kein einziges Wahlversprechen Trumps konnte bisher auch nur annähernd umgesetzt werden, was aus dem Brexit mal werden soll weiß kein Mensch und die USA ertrinken demnächst in ihren Schulden.

Da kann man schon das Gefühl bekommen, der Markt befände sich im Moment im Traumland.

Dieses Gefühl trügt nicht, denn historisch gesehen sind Phasen in denen der VIX solch extreme Level erreicht wie aktuell, Phasen in denen es alsbald zur Trendwende kommt.

Goldkorrektur bietet KaufgelegenheitGold: Die wegen des Brexit angstgetriebene Goldrally wird nun langsam wieder in eine rationale Phase der langfristigen Goldkäufe übergehen. › mehr lesen

Betrachten Sie hierzu die folgende Grafik:

Volatilität und S&P 500: Trendumkehr voraus

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Quelle: stockcharts.com

Wie Sie sehen können deuten extreme Niveaus im VIX immer auf eine Trendumkehr im S&P 500 hin.

Als der VIX zum letzten Mal in 2007 ein so extrem niedriges Niveau erreicht hatte wie aktuell, war er damit bereits ein Vorbote des folgenden Aktienmarktcrashs in 2008.

Und was hat das nun mit dem Goldpreis zu tun?

Ganz einfach, Gold schützt Ihr Vermögen immer in einem Bärenmarkt. Das beweist ein Blick in die Vergangenheit.

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Entwicklung von Goldpreis und S&P 500 während der vergangenen 5 Bärenmärkte im Aktienmarkt im Vergleich

Sie sehen es auf einen Blick: wenn die Aktienkurse fallen, dann ist es der Goldpreis der die Rendite bringt.

 

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Über den Autor
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Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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