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Der Niedergang der Krypto-Manie

Inhaltsverzeichnis

Es ist noch nicht einmal 1 Jahr her, als ich Ihnen zum letzten Mal schrieb: “Bitte setzen Sie auf echten Werterhalt…“ und „Die Blockchain-Manie… ist eine extreme Spekulation, ein extremer Auswuchs einer extremen Manie (die Tulpen lassen grüßen…googlen Sie mal Tulpenmanie) …und ein Symptom ausufernder Liquidität im System.“ Ich hatte diese Sätze genau um das Hoch der Blockchain-Manie geschrieben, die damals aberwitzige Blüten trieb, mit Schweizer Krypto-Briefmarken, die innerhalb eines Tages vom Ausgabepreis bei 8,90 CHF auf über 1.000 CHF gehandelt wurden.

Seitdem ist beispielsweise der Bitcoin-Kurs von 60.360 USD auf 16.860 USD um wahnsinnige 72% eingebrochen.

Aber das war nicht das erste Mal, dass ich Ihnen von den Extrem-Spekulationen in Bitcoin und Co. abgeraten hatte.

Das Problem sind nicht die Kursverluste, sondern der wachsende Vertrauensverlust

Schon seit Jahren schreibe ich immer wieder darüber, dass es in einem Finanzsystem auf nichts mehr ankommt, als auf Vertrauen. Für kein anderes Spekulationsvehikel gilt das so deutlich, wie für die Krypto-Spekulationen aller Art. Denn Krypto-Spekulationen erfüllen keinen Nutzen, funktionieren teilweise nach Schneeballsystemprinzipien, öffnen Betrug und Kriminalität Tür und Tor, sind völlig ungeschützt, kosten vor allem Unmengen an echtem Geld (hinter dem zumindest immer der reale Wert einer gesamten Volkswirtschaft steht), verschärfen die globalen Energieprobleme und treiben damit die Klimakrise voran.

Es ist mir noch immer ein Rätsel, weshalb jemand sein Vertrauen in solch ein „System“ setzen kann. Aber in den allermeisten Fällen, in denen echtes Geld in Kryptos versenkt worden ist, ging es wohl vornehmlich darum, am Hype der Spekulation teilzuhaben. Wilder Westen eben, inklusive volles Cowboy-Gefühl.

Doch der Hauch vom freien Lagerfeuerleben scheint jetzt langsam zu verrauchen.

Der Grund dafür sind aber nicht die massiven Kursverluste in Bitcoin und Co., sondern vor allem der wachsende Vertrauensverlust.

Den Untergang der Kryptobörse FTX einfach als Zusammenbruch zu bezeichnen greift wesentlich zu kurz. Das sollte jedem Beobachter klar sein. Hier geht es nämlich nicht einfach darum, dass das Geschäftsmodell eines Unternehmens nicht mehr funktioniert hätte. Hier geht es um milliardenschweren Betrug. Ein Betrug der so einfach umzusetzen war, dass man sich schon die Frage stellen muss, welches Krypto-Vehikel in diesem unregulierten Wild West-Dasein, eigentlich nicht macht, was es will.

Bedeutet eine baldige Regulierung Untergang oder Hoffnung?

Nun überlegt man ja auf verschiedenen Seiten der Ozeane, wie man den Cowboys einen Sheriff vor die Nase setzen könnte. Leider überlegt man nicht gemeinsam und wird wohl deshalb auch auf keinen gemeinsamen Nenner kommen, was für ein global gehandhabtes Computer-Konstrukt zum Geldverschieben oder wahlweise auch -Verbrennen, keine Lösung darstellt.

Aber beschäftigen wir uns doch einmal mit dem, was die EU zurzeit vorhat. Hier möchte man ja den Kryptomarkt am liebsten bis spätestens 2024 reguliert wissen.

Das Problem dabei: Zum Einen gehen die Überlegungen nicht weit genug (so sind zum Beispiel die so genannten NFT, nicht fungible Token, bislang nicht in Regulierungsüberlegungen mit einbezogen…was schade ist, denn diese werden zu einem großen Teil für Geldwäsche und illegale Geschäfte genutzt). Zum anderen setzt man bei den Regulierungsüberlegungen vor allem auf das so genannte Decentralized Finance.

Bernhard Haslhofer, Leiter der Forschungsgruppe Cryptofinance am Complexity Science Hub in Wien, formuliert die vier Haupteigenschaften von DeFi folgendermaßen bei boerse-express.com:

„1. Disintermediation; man vertraut nicht mehr auf zentrale Institutionen wie Banken oder zentralisierte Krypto-Exchanges, sondern macht das Geschäft dezentral über Computerprogramme ohne Intermediäre.

(Oh, das erinnert mich an die alten Peer-to-peer-Datentauschprogramme zu Beginn der 00er Jahre. Da lud man sich von einem Texaner eben mal schnell das neueste Red Hot Chili Peppers-Album herunter und mit ihm auch den neuesten Virus. Zumindest bis der grenzenlose Datentausch verboten wurde.)

2. das kann, muss aber nicht zu niedrigeren Kosten und Gebühren führen.

(Wird es nicht, da habe ich keine Angst. 😉 Der sinnlose Energieverbrauch wird weitergehen und Entlassungen in der Computer-Branche steigern eben die Ausgaben im Sozial- und Versicherungssystem.)

3. Widerstandsfähigkeit gegenüber Zensurmaßnahmen; man gerät nicht mehr in Gefahr, als Kunde zurückgewiesen zu werden, weil man auf irgendeiner Sanktionsliste steht. Man muss sich nicht identifizieren. Jeder ist in diesem System pseudonym unterwegs.

(Yee-haw! Kann das irgendjemand bitte wahlweise dem organisierten Verbrechen oder irgendeiner Terrororganisation zukommen lassen. Na gut, es reicht den Absatz an Putin weiterzuleiten.)

4. Die Kontrolle eines Finanzservices obliegt nicht mehr einer zentralen Instanz wie einer Bank, die z.B. den Zinssatz eines Kredits bestimmt, sondern eine Gruppe von Personen oder Computerprogrammen wird die Vorgänge kontrollieren, eine sogenannte Governance-Gruppe, die alles entscheidet.“

(Hilfe! Klingt ein bisschen wie das US-amerikanische Justiz-System. 😉)

Liebe Leser, DIESE ÜBERLEGUNGEN sind in keiner Weise dazu angetan, das Vertrauen ins Kryptosystem zu steigern. Von einem regulierten Markt kann hier nicht die Rede sein. Menschen die sich bereits mit Kryptos verbrannt haben oder generell eher vorsichtig sind, bei ihren Investitions-entscheidungen werden Kryptos auch weiterhin meiden.

Und die Cowboys? Nun ja, so schlecht ein Sheriff auch sein mag, aber allein seine Präsenz, lässt den Reiz der grenzenlosen Freiheit verblassen.

Vielleicht erleben wir damit endlich den Anfang vom Ende der aberwitzigsten Manie seit dem Tulpensystem im 16. Jahrhundert.

Bitte setzen Sie auf echten Werterhalt!!!!

Ich bin absolut kein Fan von Kryptos.

Aber ich bin der absoluten Überzeugung, dass ein über Jahrtausende gewachsener, echter Wert, auch ein dauerhafter Wert in jeder Krise der Menschheits- und Finanzsystem-Geschichte ist.

Deshalb bitte ich Sie inständig: Investieren Sie Ihr Geld bitte in einen echten Wert!

Investieren Sie in Gold!

Gold wird seit Jahrtausenden von Menschen zur Wertaufbewahrung genutzt. Gold ist real, fungibel, selten, kostenintensiv in der Förderung und Herstellung, wobei es schon allein dadurch Arbeitsplätze und damit einen ersten Mehrwert schafft. Kryptos dagegen werden von Maschinen erschaffen, die nichts anderes tun, als riesige Mengen dringend benötigter Energie zu verschwenden. 

In Krisenzeiten wollen Sie Gold und keine Kryptos oder Tulpen.

Sichern Sie sich und Ihr Vermögen also bitte mit Gold und anderen realen Werten ab.

Vertrauen Sie mir! DAS ist es, was Sie in Krisenzeiten haben wollen: Beständigkeit!!

Quelle: stockcharts.com

Der Goldpreis tut, was er immer tut: Er zeigt Beständigkeit (mit -2 % seit Jahresbeginn).

Währenddessen wird überschüssige Liquidität aus den Aktienmärkten (-16,47 % im S&P 500) abgezogen und vor allem aus Spekulationsblüten erste Güte mit -75,91 % im Bitcoin.