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Ausblick 2023: Rohstoff-Rallye geht in die nächste Runde

Inhaltsverzeichnis

Die Rohstoffpreise haben im Jahr 2021 um +41% zugelegt, in 2022 um +32% und sie werden in 2023 – gemäß einer Goldman Sachs Prognose – um +43% zulegen. DAS nenne ich eine langfristige Rallye. Für diese gibt es auch sehr gute Gründe.

+32% in 2022 nach +41% in 2021: Die Rohstoffpreis-Rallye geht weiter

Quelle: aktienscreener.com

Ich hatte es Ihnen vor rund einem Jahr bereits geschrieben: Die Rohstoffpreise befinden sich in einer Rallye und diese wird sich fortsetzen.

Prognose erfüllt!

Die Rohstoffpreise haben auch im vergangenen Jahr ihre fulminante Rallye weiter fortgesetzt. Nach +41 % im Jahr 2021 haben die Rohstoffpreise in 2022 um weitere 32% zugelegt.  Und auch in diesem Jahr bestätigt die Erholung von der Zwischenkorrektur seit Anfang Dezember den übergeordneten Aufwärtstrend.

Deshalb bin ich für Rohstoffe auch in 2023 bullisch

  1. Das Angebot bleibt fragil

Die OPEC kann ihre Ölförderung nicht adäquat anheben, in fast allen Metallmärkten herrschen Angebotsdefizite und Agrarrohstoff-Ernten fallen dank Klimakrise und Düngemittelknappheiten immer geringer aus im Vergleich zur wachsenden Weltbevölkerung.

Diesen Zustand hatten wir auch schon bevor die Notenbanken dieser Welt angefangen haben, durch Zinserhöhungen und Liquiditätsentzug die Kapitalkosten massiv zu erhöhen und die Märkte auszutrocknen. Doch damit wird es für die Rohstoffbranchen immer noch unattraktiver neu zu investieren in Auf- und Ausbau von Förderung und Produktion. Eine Tendenz die schon in den letzten Jahren vor allem in den Bergbaubranchen zu beobachten ist. Aus der Verschwenderindustrie sind schuldenfreie, hoch-aktionärsfreundliche Aktienrückkäufer geworden, die nur noch die absolut erfolgversprechendsten Projekte angehen. Bevor nicht wieder ein wenig mehr Risikobereitschaft in die Branche zurückkehrt, bleiben Bergbau und Rohstoffe mit die attraktivsten Sektoren derzeit. Doch falkenhafte Notenbanken, wie aktuell, verderben grundsätzlich jede Risikofreude und machen Rohstoffe und Rohstoffunternehmen zu den aktuell spannendsten Investments.

Denn ohne ausreichende Investitionsausgaben zur Schaffung freier Versorgungskapazitäten bleiben die Rohstoffmärkte in einem Zustand langfristiger Knappheit mit steigenden Preisen.

2. Grüne Technologien treiben die Nachfrage an

Rezession hin oder her, aber neben der Klimakrise zeigt der Angriff des global rohstoffreichsten Landes Russland auf sein Nachbarland, dass der Ausbau von grünen Technologien zur wachsenden Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, eines der globalen Hauptziele bleiben muss. Bereits für dieses Jahr 2022 gehen zum Beispiel die Analysten der Investmentbank Goldman Sachs davon aus, «… dass die grüne Nachfrage nach Kupfer auf 2,1 Mio. Tonnen (7 % der weltweiten Kupfernachfrage) und nach Aluminium auf 4,1 Mio. Tonnen (6 % der Gesamtnachfrage) gestiegen ist. Dies dürfte auf die wachsende Nutzung dieser Metalle in der Solarindustrie zurückzuführen sein, unterstützt durch Investitionen in Höhe von 470 Mrd. US-Dollar in erneuerbaren Energien in diesem Jahr…». Und das ist erst der Anfang. Muss der Anfang sein…

In diesem Zusammenhang fällt mir doch prompt der Inflation Reduction Act (IRA) oder die europäische RePowerEU ein. Beide Programme werden Milliarden in den Ausbau grüner Technologien spülen und damit die Nachfrage nach den benötigten Rohstoffen massiv ankurbeln. Und dann ist da ja auch noch China, das seine Ziele für erneuerbare Energien um 25% angehoben hat.

Ausblick 2023

Goldman Sachs erwartet für 2023 eine fulminante Rallye von 43% für Rohstoffanlagen in 2023. Ich sage mal einfach: Die Rohstoffpreisrallye wird auch im kommenden Jahr 2023 weiter gehen. So wie ich es Ihnen schon in 2021 für 2022 prognostiziert hatte.