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Aktien-Anleger: Achten Sie jetzt auf diesen Index!

Inhaltsverzeichnis

Nirgends auf der Welt gibt es eine Energiekrise. Nirgends – außer in Europa. Und gerade hier sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft so dramatisch, dass es sich auch für Sie als Anleger lohnt, die europäischen Gaspreise immer im Auge zu behalten.

Gas-Preis erneut auf Rekordhoch – schlecht für Aktien

Diese geraten derzeit völlig aus den Fugen – ein schlechtes Zeichen für europäische Aktien. Beim Blick auf den europäischen Gas-Future TTF kann Ihnen nur noch schlecht werden. Dieser kletterte erst zu Wochenbeginn um mehr als zehn Prozent auf 282,50 Euro je Megawattstunde – ein neues Allzeithoch.

Eigentlich sind die deutschen Gasspeicher für diese Jahreszeit mit einem Füllstand um die 80% ungewöhnlich prall gefüllt. Es gibt keinen Gasmangel. Und trotzdem explodiert der Preis?  

Gas-Mangel? Wo? Gasmarkt von irrationalen Ängsten getrieben

Der Markt hat sich in eine regelrechte „Gas-Mangel-Phobie“ hineingesteigert, die keine rationalen Erklärungen mehr entschärfen können. Und Moskau schürt diese geschickt, indem es immer mal wieder wegen angeblicher Wartungen oder technischer Probleme die Gaslieferungen drosselt. Nur soweit, dass die Gaspreise oben bleiben oder weiter steigen.

Aber der Gashahn bleibt prinzipiell weiter offen. Im vergangenen Jahr lieferte Russland sogar mehr Gas als vertraglich vereinbart. Wie das dieses Jahr am Ende ausfällt, werden wir sehen.

So treibt Russland gezielt die Gaspreise nach oben

So schaden russische Gaslieferanten der deutschen Wirtschaft am meisten und können gleichzeitig ihre Einnahmen maximieren, selbst wenn sie weniger Gas liefern. Warum der Markt dieses recht durchsichtige Spiel nicht durchschaut, ist mir ein Rätsel.

Zuletzt hatte der russische Exporteur Gazprom am vergangenen Freitag angekündigt, zum Monatsende erneut vorübergehend den Betrieb der Pipeline Nord Stream 1 wegen Wartungsarbeiten zu auszusetzen. Die Gaspreise schossen daraufhin erneut in die Höhe. Einige wenige Versorger gerieten inzwischen in Schieflage.

Deutsche Gas-Umlage: Nutzlos und rechtswidrig

Deutsche Gaskunden müssen nun ab Oktober eine Umlage zahlen – 2,4 Cent je Kilowattstunde. Damit soll verhindert werden, dass Gasimporteure, die sich wegen der Preissprünge verspekuliert hatten und nun am Spotmarkt teuren Ersatz einkaufen müssen, in die Insolvenz gehen.

Der genannte Wert ist ein Prognosewert, der nach Testierung höher oder niedriger ausfallen kann. Unter den Unternehmen seien Uniper, die Leipziger EnBW-Tochter VNG, der Oldenburger Versorger EWE und OMV aus Österreich. Das “Handelsblatt” hatte zuvor über die Liste berichtet.

Eine solche Insolvenz wäre allerdings überhaupt kein Problem, wenn der Bund ankündigen würde, die Insolvenzmasse zu übernehmen und die Geschäfte weiterzuführen. Warum diese Möglichkeit nicht einmal erwogen wird und stattdessen die Gaskunden für die Fehlspekulationen einiger großer Versorger (und die üppigen Gewinnpolster anderer Versorger) aufkommen sollen erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Ich halte die Umlage jedenfalls für grob rechtswidrig.

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Aber zurück zum Gaspreis-Future. Da Erdgas ein wesentlicher Inflationstreiber und zudem ein entscheidender Rohstoff für die Wirtschaft ist, sollten Sie als Anleger den „Dutch TTF Gas Future“ im Auge behalten.

Sinkt der Gaspreis vom gegenwärtig ungewöhnlich hohen Niveau wieder deutlich (wir reden von einem nachhaltigen Absinken mindestens unter das Niveau von 200 Euro je Megawattstunde), können auch die deutschen Aktienkurse wieder Luft holen. Steigt der Preis jedoch munter immer weiter, könnte es einen Crash geben.

Es lohnt sich daher für Sie, zusätzlich zu den Aktien-Charts auch den TTF-Future im Auge zu behalten.