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Ifo-Index fällt erneut, Abschwung weiter beschleunigt

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Seit nunmehr sechs Monaten läuft in Deutschland ein Abschwung, der sich immer weiter verfestigt. Doch die Börsianer haben sich diesen Abschwung immer wieder schöngesoffen.

Noch am 18. November erreichte der DAX ein neues Allzeithoch bei 16.290 Punkten. Bis dahin hatte sich das mit dem Abschwung offenbar noch nicht herumgesprochen.

Seither setzt immerhin eine Art Umdenken ein. Der DAX steht inzwischen über 1.000 Punkte tiefer. Doch so ganz glauben wollen es die Anleger noch immer nicht. Denn der DAX hält sich bis jetzt noch oberhalb der entscheidenden Unterstützungszone zwischen 14.800 und 15.000 Punkten.

Ifo-Geschäftsklimaindex zeigt Abschwung schon seit 6 Monaten

Wenn Sie jetzt vielleicht fragen: Wie was Abschwung? Woher kommt der denn auf einmal? Dann empfehle ich Ihnen einen regelmäßigen Blick auf den ifo-Geschäftsklimaindex, den wohl wichtigsten Frühindikator für die deutsche Wirtschaft.

Das ifo-Geschäftsklima basiert auf ca. 9.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen, die nach ihrer aktuellen Geschäftslage sowie den Erwartungen für die kommenden sechs Monate befragt werden. An der Umfrage nehmen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Dienstleistungssektors, des Handels und des Bauhauptgewerbes teil. Wegen der Größe der Umfrage gilt das ifo-Geschäftsklima als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

Dieser Index wurde vor wenigen Tagen (wie immer jeden Monat) veröffentlicht. Der Index hat sich bereits den sechsten Monat in Folge eingetrübt.

Ifo-Index fällt erneut, Abschwung weiter beschleunigt

Der Geschäftsklimaindex sank von revidiert 96,6 Punkten im Vormonat auf 94,7 Zähler im Dezember. Inzwischen notiert dieser auf dem tiefsten Stand seit Februar. Und der Einbruch im Dezember war kräftiger als sich das die Volkswirte der großen Banken ausgemalt hatten.

Interessant sind die Begründungen des ifo-Institutes für den Einbruch: Die hohen Corona-Infektionszahlen, Einschränkungen wie 2G-Regeln sowie anhaltende Lieferkettenprobleme.

Corona-Politik offenbar wesentliche Ursache für den Abschwung

Hier wirkt sich genau das negativ aus, was ich seit Monaten an dieser Stelle anprangere: Die Weltuntergangs-Propaganda drückt ebenso auf den Konsum wie der unnötige und rechtswidrige Ausschluss von Millionen Konsumenten (verniedlichend „2G“ genannt). Die Behinderungen der Wirtschaft sorgen zudem für eine Mangelwirtschaft, die weiteres Wachstum abwürgt.

Am Ende sind die Kollateralschäden der Coronapolitik weit höher als die Schäden, die das Virus angerichtet hat.

Leider ist aus Sicht des Ifo-Index momentan keine Besserung in Sicht. Der Sub-Index für die Geschäfts-Erwartungen sank im Dezember erneut – von 94,2 Punkten im Vormonat auf jetzt 92,6 Zähler. Solange hier keine Besserung sichtbar wird, wird sich auch am Abwärtstrend bei ifo-Index und Konjunktur nichts ändern.