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Wenn China, dann H-Aktien

Sie kennen möglicherweise meine Einschätzung: Lieber „Märkte als Einzeltitel“ kaufen.

Das gilt auch für China. Also lieber ein Bonus-Zertifikat oder ein Hebelprodukt auf einen überzeugenden chinesischen Aktienindex als einzelne chinesische Titel. Gerade beim Thema China ist es höchst riskant, einfach „chinesische Aktien“ zu kaufen. Denn dann beteiligen Sie sich unter Umständen an einem verrottenden Traktoren-Kombinat, dessen Aktien nur deshalb so rege gehandelt werden, weil Sie scheinbar „China-Phantasie“ haben. Oder sie setzen auf eine Firma, bei der der Handel mit eigenen Aktien von einem Tag auf den anderen eingestellt wird. (Ist mir selbst schon passiert, bei Chendgu Top.)

Das Problem bei den chinesischen Unternehmen ist, dass verlässliche Informationen nur schwer zu bekommen sind. Und den offiziellen Quartalszahlen und Bilanzen traue ich nur sehr bedingt.

Wenn Sie dennoch direkt auf einzelne chinesische Aktien setzen wollen, dann sollten Sie unbedingt aufgrund der Aktiengattung selektieren. Das sollten Sie aber auch, wenn Sie den richtigen Aktienindex finden wollen, auf den Sie setzen sollten.

Ich gehe die wichtigsten Aktiengattungen jetzt einmal durch:

– A-Aktien: Dieser Kategorie gehört die bei weitem größte Zahl der chinesischen Unternehmen an (mindestens 1.200). Es sind Unternehmen mit Sitz und Geschäftsfeld in China, die an den Börsen Shenzen und Shanghai gehandelt werden, und zwar in Yuan.

– B-Aktien: Das war ursprünglich eine Kategorie von Aktien (gut 100 Unternehmen), die nur von Ausländern gekauft werden durfte. Es sind ebenfalls Unternehmen mit Sitz und Geschäftsfeld in China, gehandelt werden sie aber in Dollar oder Hongkong-Dollar. Diese Kategorie war jahrelang deutlich günstiger bewertet als die A-Aktien. Das änderte sich schlagartig, als im Jahr 2001 auch Chinesen erlaubt wurde, B-Aktien zu kaufen. Da diese günstiger bewertet waren als die A-Aktien, entwickelte sich eine unglaubliche Kaufwut der Chinesen auf B-Aktien, deren Kurse explodierten. Seitdem hat sich – völlig nachvollziehbar – eine Angleichung der Bewertungen von A- und B- Aktien vollzogen.

– Red Chips: Dazu gehören die Aktien von Unternehmen, die den Firmensitz in Hongkong haben, aber ihre Geschäfte in „Rotchina“ haben. Weniger als 30 Titel sind betroffen. Der Handel erfolgt in Hongkong.

– H-Aktien: Das sind die Aktien von Gesellschaften, die Firmensitz und Geschäftsfeld ebenfalls in Rotchina selbst haben, der Handel erfolgt ebenfalls in Hongkong. Der Unterschied zu den Red Chips: Da sich auch der Firmensitz auf dem chinesischen Kontinent befindet, sind es „reinrassigere China-Plays“. Es geht hier um ca. 80 Unternehmen. Chinesen dürfen diese Aktien nur unter erschwerten Bedingungen kaufen.

Welche Kategorie am interessantesten ist? Natürlich die Kategorie der H-Aktien! Denn das sind erstens reinrassige China-Aktien, und zweitens sind sie – neben den Red Chips – von allen chinesischen Titeln am günstigsten bewertet. Warum das so ist?

Nun, noch richtet sich die Kaufwut der chinesischen Anleger noch nicht auf diese Titel. Ganz einfach aus dem Grund, weil sie bis jetzt nicht problemlos von Festlandchinesen gekauft werden dürfen.

Meine Einschätzung: Wenn es hier einmal eine völlige Freigabe für die chinesischen Anleger geben sollte, dann werden die Kurse der H-Aktien nach oben schießen!

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So, wie das bei den B-Aktien der Fall war, als diese für die chinesischen Anleger freigegeben wurden. Schließlich werden sich dann die Bewertungen der verschiedenen Aktienkategorien angleichen. Und dann sind natürlich die Kategorien besonders interessant, die am niedrigsten bewertet sind.

Mit herzlichem Gruß,

Ihr

Michael Vaupel

 

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Über den Autor
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Michael Vaupel

Michael Vaupel ist Rohstoff- und Derivate-Experte. Der 40-jährige hat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn Volkswirtschaftslehre studiert.

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