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Was Sie über China und chinesische Banken wissen müssen

Seit Monaten sorgt sich die Börse um das Wirtschaftswachstum in China. Die durchwachsenen Daten aus dem Reich der Mitte seien ein Signal, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft deutlich langsamer wachsen könnte, als die chinesische Regierung bisher angekündigt hat.

Deshalb gehören chinesische Aktien im laufenden Börsenjahr zu den großen Underperformern an den Weltbörsen. Tatsächlich ist der chinesische Markt inzwischen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 9 nach Russland unter den großen Märkten die günstigste Börse der Welt.

Noch günstigere Bewertungen finden Sie in Chinas Bankensektor. Denn nicht mal der überhitzte Immobiliensektor ist an der Börse so „out“ wie Bankwerte. Das sind die antizyklischen Investmentchancen in den Schwellenländern, wie wir sie bei Taipan lieben. Besonders wenn es um Dividendenwerte geht.

Der Grund warum chinesische Banken an der Börse (noch) links liegen gelassen werden: Anleger sorgen sich um die fraglos große Menge fauler Kredite in den Bankbilanzen. Kurzer Rückblick: Im Zuge der Finanzkrise verpflichtete die chinesische Regierung ihre Banken mit einer aggressiven Kreditvergabe die Wirtschaft anzukurbeln.

Und so vergaben die Banken mit vollen Händen Kredite an Unternehmen, die eigentlich nicht kreditwürdig gewesen wären. Das bekannteste Beispiel ist natürlich der stark angeschlagenen Solar-Sektor. Aber auch viele völlig ineffizient arbeitende Staatskonzeren und Unternehmen mit guten Kontakten nach Beijing wurde zwangsläufig gefördert.

 

Chinesische Bankaktien sind extrem günstig bewertet

Es ist keine Frage: Die chinesischen Banken sitzen auf gewaltigen Beständen an faulen Krediten. Denn im Zuge der Finanzkrise verpflichtete die chinesische Regierung ihre Banken mit einer aggressiven Kreditvergabe die Wirtschaft anzukurbeln. Und in China stellt man sich nicht gegen Beijing.

Also wurden die Kredit von den Banken vergeben. Niemand kann derzeit seriös sagen, wie groß und gefährlich die fauen Kredite in den Bilanzen der Banken wirklich sind. Auch wir nicht. Das sagen wir ganz ehrlich. Wer etwas anderes behauptet, der lügt einfach. Vermutlich weiß es Beijing selbst nicht mal.

Aber das ist nicht entscheidend. Wie so oft, wenn sich Anleger von Angst (oder im anderen Extrem von der Gier) leiten lassen, denken sie nicht mehr logisch und analysieren nicht mehr alle Fakten. Ja, die Kreditprobleme bei Chinas Banken sind groß. Aber – und das ist der entscheidende Punkt, den Börsianer derzeit nicht sehen: Die chinesische Regierung wird auf gar keinen Fall eine der großen Banken pleite gehen lassen.

Kleinere Banken vielleicht (als mahnendes Beispiel). Aber keine der großen Banken, die international im Rampenlicht stehen. Die Folgen für die chinesische Wirtschaft wären verheerend. Denn dann könnte es in China tatsächlich zu einer Finanzkrise schlittern. Doch hier kommt China eben zu Gute, dass es ein geschlossenes Finanzsystem hat.

Short-Spekulationen von Hedge Fonds, die z.B. die Krise bei den südeuropäischen PIIGS-Staaten eskallieren liesen, sind in China gar nicht möglich. Zudem verfügt keine Regierung der Welt verfügt über so große finanzielle Mittel (Devisenreserven von rund 4,0 Bil. USD) und viele Möglichkeiten, um die Banken zu stützen, wenn es hart auf hart kommt. Deshalb stellen wir Ihnen in der brandneuen Taipan-Sonderausgabe, die dieses Wochenende erscheint, eine chinesische Bankaktie vor, die eine satte Dividendenrendite von 5,5% bis 5,8% ausschüttet. Für weitere Infos dazu klicken Sie hier.

Have a successful day,

Ihr

Daniel Wilhelmi

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Über den Autor Daniel Wilhelmi

Daniel Wilhelmi ist Jahrgang 1972 und gehört zu der „neuen Generation“ der Finanzjournalisten, die das Erbe der großen bekannten Namen aus TV und Zeitungen antreten.

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