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Achten Sie als Anleger auf die High-Water Mark

Aber die Profis von Morningstar geben noch einen anderen Tipp und zwar zum Thema High-Water Mark.

Damit ist gemeint, dass die Performancegebühr nicht fällig werden sollte, bevor der Anteilswert des Fonds den höchsten davor erreichten Wert wieder erreicht hat. Das verhindert, dass Fondsanleger eine Erfolgsvergütung für Renditen zahlen, mit denen lediglich eine vergangene Underperformance aufgeholt wird. Beispiel: Wenn ein Fonds 2008 schlechter abschnitt als sein Vergleichsindex, sollten Anleger keine Performancegebühr zahlen müssen, solange der Fonds den Rückstand nicht wieder aufgeholt hat. Das Fehlen von High-Water Marks in manchen Fondskonzepten ist daher in unseren Augen ein wesentlicher Mangel.

Morningstar gibt Ihnen auf Knopfdruck wesentliche Informationen über Performance, TER und Ausgabeaufschläge, aber auch darüber, wie lange der Manager bereits den Fonds führt

Auf der Webseite von OnVista um Ihnen einen zweiten Anbieter zu nennen, gibt es auch einiges, was der sich der Anleger vor einem Gespräch mit seinem Banker ansehen sollte. Die Rangliste der meistgesuchten Fonds (ohne Ausgabeaufschläge) zum Beispiel sieht recht verlockend aus. Nehmen Sie sich gleich den ersten Fonds aus der Rangliste, um die Struktur der Informationen zu überblicken. Mit einem Click erhalten Sie dann eine Vielzahl an Informationen. Unter Kennzahlen finden Sie dort auch das Risikomaß. Gegenwärtig steht der Carmignac Patrimoine, ein gemischter Fonds mit einer 3-Jahres-Performance von 20,54 Prozent an erster Stelle. Der maximale Verlust, so lässt sich leicht aus der Tabelle ablesen, lag bei minus 9,18 Prozent, die Sharpe Ratio wird mit 1,46 angegeben, sie ist also größer als 1, was bedeutet, dass die Überrendite mit geringem Risiko erwirtschaftet wurde. In der Liste von OnVista steht an zweiter Stelle der DWS TOP Dividende. Die 3-Jahres-Performance liegt sogar bei 60 Prozent, der maximale Verlust bei minus 11,72 und die Sharpe Ratio bei 1,56 sogar noch etwas besser als beim Carmignac. Hier scheint alles zu stimmen, niedrigeres Risiko und eine gute Performance. Allerdings beträgt der Ausgabeaufschlag bis zu 5 Prozent. Aber da ist bestimmt mit Ihrer Bank noch was auszuhandeln, insbesondere wenn Sie sich selbst Ihre Anlage ausgesucht haben und Ihre Depotbank nur noch ein beratungsfreies Geschäft abwickeln braucht.

Bevor Sie zur Tat schreiten aber immer daran denken: Hinterfragen Sie in diesem Zusammenhang wie lange Ihr Geld investiert bleiben kann. Sollten Sie in 12 bis 18 Monaten auf Ihre Ersparnisse zurückgreifen wollen, sind Aktienfonds mit ihrer höheren Volatilität vielleicht gerade im Verlust, wenn Sie das Geld dringend brauchen. Also hier bitte auf die Mischung zwischen Renten und Aktien achten, damit Sie keine unangenehmen Überraschungen erleben.

Viel Erfolg am Markt wünscht Ihnen

Jürgen Nowacki,

Chefredakteur Target Trader

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